Textpraxis # 5 (2.2012)
Es geht voran! So könnte das Motto der fünften Ausgabe lauten, in der drei neue Beiträge vornehmlich aus der Gegenwartsliteratur ganz neue Themen- und Theoriefelder in Textpraxis betreten: Dirk Schulz (Köln) widmet sich Fragen der Gender- und Queer-Theorie, womit Textpraxis den ersten Artikel aus der Anglistik verzeichnen kann. Minu Hedayati-Aliabadi (Dortmund) untersucht die bislang weniger bekannten lyrisch-künstlerischen Collagenarbeiten der Nobelpreisträgerin Herta Müller. Schließlich wird mit dem Interview, das Maria Aparecida Barbosa (Santa Catarina) mit der Schriftstellerin und Theatermacherin Theresia Walser führt, erstmals die Möglichkeit ausgeschöpft, innerhalb der Praxissäule andere Textformate zu erproben.
Editorial
Es geht voran! Die Entwicklung zeigt, dass neue Elemente und Perspektiven von Textpraxis erschlossen werden, wobei diese Ausgabe insbesondere die gesellschaftlichen Bezüge von Literatur betont, indem nämlich Frauen in den Fokus rücken und virulente Fragen nach Geschlecht, Gender und Identität diskutiert werden. Mit der nunmehr fünften Ausgabe von Textpraxis zeigt sich indes auch, wie sehr die Debatten innerhalb dieses Forums von internationalen Beiträgen, Kooperationen und Perspektiven geprägt werden. Auffälligster Beweis für diese Entwicklung ist die stetig wachsende Anzahl von Autorinnen und Autoren sowie Gutachterinnen und Gutachtern aus dem Ausland. Gerade in der Vielfalt dieser Beiträge bildet sich die Breite an methodischen, theoretischen und thematischen Schwerpunkten in den unterschiedlichen Philologien ab, der Textpraxis mit jeder Ausgabe neu Rechnung zu tragen versucht. Wir haben diesen Umstand zum Anlass genommen, erstmals das Editorial auch in einer englischsprachigen Version zu veröffentlichen, womit ein erster Schritt zu einer künftig anvisierten Mehrsprachigkeit von Textpraxis gelegt sein soll.
Das Motto der Entwicklung wird auch anhand der Redaktion sichtbar, die von einer stetigen Veränderung gekennzeichnet ist. Da Textpraxis ein Projekt von Promovierenden der Graduate School Practices of Literature ist und folglich immer wieder bereichernde Impulse durch neue Kommilitoninnen und Kommilitonen versammeln kann, freuen wir uns sehr, dass Seth Berk, Dominic Büker und Pegah Byroum-Wand als neue Redaktionsmitglieder an der aktuellen Ausgabe maßgeblich mit beteiligt sind.
Dennoch wird Textpraxis und die hier abgebildete wissenschaftliche Diskussion vor allem von anderen Akteuren geprägt, nämlich von den Autorinnen und Autoren sowie den Leserinnen und Lesern. Sie sind fortwährend eingeladen und ermuntert, die Thesen und Argumente mit Kommentaren und Repliken zu ergänzen, zu kritisieren und zu revidieren. Dieser Dialog soll auch in der sechsten Ausgabe von Textpraxis fortgesetzt werden, die am 1. Mai 2013 erscheinen wird. Grundlage für diesen Austausch bietet die vorliegende Ausgabe mit ihren Thesen und Erörterungen reichlich, zu deren Lektüre wir einladen!
Ihre Textpraxis-Redaktion
Editorial
(English Version)
Onward and upward! The fifth issue of Textpraxis shows how we are continuing to develop, exploring new elements and perspectives. In this issue, the social relevance of literature takes on special importance with a focus on women writers and artists and with a lively discussion of questions of sex, gender and identity. Issue #5 also displays the fundamental importance of international cooperation and collaboration for the scholarly debates that the journal features. The most telling evidence for our international development is the growing number of authors and reviewers from abroad. The diversity that their contributions bring to Textpraxis reflects the breadth of methodological, theoretical and thematic emphases in the different philologies that Textpraxis tries to bring out in each issue. Given the growing international reach of the journal, we decided to provide an English translation of our editorial for this edition. This is just the first step in the development of a multilingual version of the Textpraxis website.
Development is also afoot in our editorial board. Since Textpraxis is a project run by doctoral candidates in the Graduate School Practices of Literature, we are used to constant change and the great advantages that come with it, namely always receiving fresh input from new colleagues joining the program. We are very happy to welcome Seth Berk, Dominic Büker und Pegah Byroum-Wand as the newest members of our editorial board. They have helped immensely with bringing the current issue together.
We would also like to give special attention to the people who are most important in making Textpraxis a site for academic discussion, that is our authors and readers. We encourage you again to supplement, criticize and revise the theses and arguments in this issue with commentaries and response articles. With your contributions, we can keep the dialogue going into our sixth issue, which appears 1 May 2013. Let the claims and positions you find in this issue serve as the basis for a scholarly debate. And happy reading!
Sincerely,
The Textpraxis editorial board
Impressum
Impressum
Textpraxis #5 (2.2012) ist erschienen am 1. November 2012.
Redaktion und Herausgabe:
Seth Berk
Dominic Büker
Pegah Byroum-Wand
Nina Gawe
Gesche Gerdes
Japhet Johnstone
Innokentij Kreknin
Christoph Pflaumbaum
Matthias Schaffrick
Kerstin Wilhelms
Beratung und Gutachten:
Dr. Yvonne Ivory (Columbia, SC)
Dr. Monica Moyrer (Scranton, PA)
Titelbild: Seth Berk
ISSN 2191-8236




