Textpraxis # 3 (2.2011)
Diese Ausgabe von Textpraxis wurde durch zwei Repliken eröffnet, in denen David-Christopher Assmann (Replik 1) und Oliver Jahraus (Replik 2) die Debatte über Potenziale und Grenzen der systemtheoretischen Literaturwissenschaft fortsetzen. In den Sektionsartikeln stellt Beatrice Nickel Beobachtungen zu Gedichtobjekte im urbanen Raum an, Nora Berning untersucht die Konstruktion von Authentizität in literarischen Online-Reportagen und Sonja Lehmann befasst sich mit dem Prinzip ›Verfremdung‹ in der Dauerausstellung des Literaturmuseums der Moderne.
Editorial
Die vorliegende dritte Ausgabe von Textpraxis beweist, dass der von uns geschaffene Interaktionsraum zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mittlerweile rege genutzt wird: Die ersten Kommentare und Repliken sind veröffentlicht. Oliver Jahraus und David-Christopher Assmann haben eine Debatte über den gegenwärtigen Stand der systemtheoretischen Literaturwissenschaft eröffnet. Ausgangspunkt für diese Antwortartikel bildete Dominik Schreibers Aufsatz in Textpraxis # 1 sowie ein Kommentar zu diesem Beitrag von Jörg Schönert. Wir laden weitere Beiträgerinnen und Beiträger dazu ein, mit kritischen Anmerkungen und Kommentaren die Diskussion fortzuführen.
So stellen sich auch die Autorinnen unserer dritten Ausgabe mit ihren Beiträgen der Diskussion. Diese drei neuen Artikel setzen sich auf unterschiedliche Weise mit den Darstellungsformen von Literatur einerseits und literarischen Darstellungsformen andererseits über verschiedene Medien hinweg auseinander. Mit den Autorinnen sind wir uns sicher, dass diese Beiträge reiches Potenzial zu weiterführenden Kommentaren und Debatten enthalten.
Textpraxis geht auf eine Initiative von Promovierenden der Graduate School Practices of Literature der Universität Münster zurück. Damit der Fortbestand unseres Projekts auch in Zukunft gewährleistet ist, hat sich das Redaktionsteam um Gesche Gerdes und Kerstin Wilhelms vergrößert. Mit Japhet Johnstone, einem ebenfalls neuen Kollegen im Redaktionsteam, soll unser Journal in Zukunft durch die Übertragung ins Englische noch attraktiver und breiter rezipierbar werden. Dass in dieser dritten Ausgabe der erste englischsprachige Beitrag von Nora Berning aus London (Kanada) publiziert ist, deutet bereits gegenwärtig eine erfreuliche Tendenz an und macht sichtbar, dass Textpraxis aufgrund seines digitalen Formats zukünftig als eine international agierende Wissenschaftsplattform wahrgenommen werden wird und die Vorteile des digitalen Publizierens ausspielen kann.
Erneut gilt es, die Gutachter und Gutachterinnen dieser Ausgabe anerkennend zu erwähnen, die in intensiven Korrekturschritten mit den Autorinnen an den Texten gearbeitet haben und die Qualität der dritten Textpraxis-Ausgabe mit gewährleisten. Unser Dank gilt Constanze Breuer, Nikki Hessell und Christoph Kleinschmidt.
Wir freuen uns auch für die Zukunft auf eine produktive Zusammenarbeit!
Ihre Redaktion Textpraxis
Impressum
Textpraxis # 3 (2.2011) ist erschienen am 1. November 2011.
Redaktion und Herausgabe:
Nina Gawe
Gesche Gerdes
Till Huber
Japhet Johnstone
Innokentij Kreknin
Christoph Pflaumbaum
Christina Riesenweber
Matthias Schaffrick
Kerstin Wilhelms
Beratung und Gutachten:
Dr. Constanze Breuer, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Dr. Nikki Hessell, Victoria University of Wellington (New Zealand)
Dr. des. Christoph Kleinschmidt, Goethe-Universität Frankfurt/Main
Titelbild: Christian Schmitt
ISSN 2191-8236




