SELBSTORGANISIERTE STUDENTISCHE ARBEITSKREISE

Arbeitskreis: Literatur
Thema dieses Semesters: „Aktuelle Romane unserer europäischen Nachbarn.
Dieses Mal: Italien“
Wir wollen folgende Romane/Erzählungen miteinander besprechen:

  • Paola Gallo und Dalia Oggero, „A Casa Nostra – Junge italienische Litera-tur“, Verlag Klaus Wagenbach (2011). Daraus die vier Erzählungen: Wenn die Stadt schläft, Verissimo, Regenzeit und Giada.
  • Antonio Tabucchi, „Erklärt Pereira“, dtv TB (1997)
  • Paola Giordano, „Die Einsamkeit der Primzahlen“, Heyne Verlag TB (2010)

Weitere Texte des Wintersemesters werden im Arbeitskreis noch festgelegt.

Zeit:  dienstags, 14-16 Uhr
Termine: 10.10.; 17.10.; 07.11.; 21.11.; 05.12.; 19.12.2017; 09.01.; 23.01.2018
Raum: Orléansring 12, SRZ 114


Arbeitskreis: Lyrik
Gedichte gemeinsam lesen, interpretieren und deuten

Thema des Semesters ist die „Frankfurter Anthologie, vierzigster Band, Gedichte und Interpretationen, begründet von Marcel Reich-Ranicki, herausgegeben von Hubert Spiegel, erschienen 2017 bei S. Fischer

Zeit:  mittwochs, 10-12 Uhr
Raum: Johannisstr.8-10, KTh IV
Beginn: 111.10.2017


Philosophischer Diskurs: Politisches Denken (Fortsetzung)
Gemeinsame Lektüre und Diskussion des Buches „Geschichte des politischen Denkens“ von Prof. Otfried Höffe, Beck-Verlag, 20.Oktober 2016.
Inhalt: „Unsere heutige politische Ordnung ist nicht nur das Ergebnis von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen. Sie ist wesentlich von dem Denken geprägt, das diese Entwicklungen bald kommentiert, bald kritisiert, bald auch provoziert. In zwölf Porträts und acht Miniaturen stellt der Philosoph Otfried Höffe die großen politischen Denker von der Antike bis ins 20. Jahrhundert vor.
So sehr sich die politischen Verhältnisse gewandelt und die Debatten sich geändert haben - viele Fragen sind die gleichen geblieben, auch wenn sie sich in neuem Zusammenhang stellen: Wie funktioniert ein Gemeinwesen; welche Strukturen und Hierarchien herrschen in ihm vor? Wie erwirbt man Macht; wie erhält oder stürzt man sie? Unter welchen Bedingungen ist politische Herrschaft gerecht? Solche Fragen haben sich schon Platon und Aristoteles, Machiavelli und Hobbes, Kant und Hegel gestellt. Ihre Werke wenden sich nicht bloß an akademische Zunftgenossen, sondern ebenso an die Öffentlichkeit ihrer Zeit. Und dank der Originalität, Radikalität und Konsequenz ihrer Gedanken sind zahlreiche Begriffe, Prinzipien und Argumentationsfiguren dieser Denker bis heute aktuell.“

Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr
Raum: Orléans-Ring 12, SRZ 204
Beginn: 12.10.2017


Sozialwissenschaftlicher Diskurs: Wie könnten und wie wollen wir in der Zukunft leben? – Stadt der Zukunft –
Der erste Teil dieser doppelten Fragestellung – wie könnten wir leben – zielt darauf zu erkunden, welche realisierbaren Alternativen es nach heutigem Er-kenntnisstand zu den bestehenden Lebensformen und Umweltgestaltungen gibt; wie könnten die Städte von morgen aussehen.
Der zweite Teil – wie wollen wir leben – fragt danach, was von dem, was vor-stellbar und als machbar erscheint, auch begründet erstrebenswert ist; was hält ethischen Maßstäben stand.
Diese Fragen lassen sich auf eine Reihe von Sachgebieten beziehen, wie Wohnung, Ernährung, Konsum, Gesundheit, Arbeit, Kommunikation, Bildung, das Verhältnis Mensch – Natur.
Sodann lassen sich diese Einzelaspekte eines Lebenszusammenhangs disku-tieren jeweils in den Spannungsfeldern von Globalisierung vs. Regionalisie-rung; Öffentlichkeit vs. Privatheit; Beschleunigung vs. Entschleunigung.
Den Schwerpunkt soll eine Soziologie der Stadt bilden mit z.B. folgenden Unterthemen:

  • Stadt als sozialwissenschaftlicher Forschungsgegenstand; Phasen der Stadtentwicklung / Geschichte der Stadt in Deutschland und in Europa; die europäische Stadt – die Global City
  • „Kulturhauptstadt Europas“ – Das kulturelle Erbe, die kulturelle Vielfalt und die Idee der Einheit Europas im Spiegel seiner Kulturhauptstädte (mit einem Planspiel zu einer Bewerbung von Münster)
  • Stadt und Urbanität / Lebensqualität: Stadtleben vs. Landleben; Recht auf Leben in der Stadt / Landflucht
  • Wohnungsbau: Wohnungsmarkt, sozialer Wohnungsbau, neue Modelle beim Wohnungseigentum / Eigentum auf Zeit; Strukturwandel bestimmter großstädtischer Viertel im Sinne einer Abwanderung ärmerer und eines Zu-zugs wohlhabenderer Bevölkerungsgruppen (= Gentrifizierung)
  • Soziale Brennpunkte in den Städten: ethnische und soziale Segregation, Slums, Migration, Residenzpflicht vs. freie Wohnortwahl; Ghettobildung
  • Visionen zur Stadtentwicklung: Stadt und Ökologie – Begrünung / Versiege-lung von Flächen; neue Ansätze in der Architektur / Stadt der Zukunft; Smart Cities
  • Schritte zur Konkretisierung der Stadtentwicklung – Architektonische Mo-delle für den modernen Städtebau in den Arbeiten einer Architektin (Referat von und Diskussion mit einer externen Expertin)

Hinter der Vielheit von Einzelergebnissen steht schließlich die Frage nach der Einheit, nach dem Zusammenspiel aller Lebensbereiche, wie ein geordnetes und zugleich offenes gesellschaftliches Leben aussehen würde.
Die genaue Vorplanung und die Auswahl von Grundlagentexten erfolgt wieder in der vorlesungsfreien Zeit. Interessenten zur Vorplanung können sich an Ernst Otten wenden: e.otten@gmx.com. DiskursteilnehmerInnen, die sich auch für das Zertifkatsstudium eingeschrieben haben und die einen Leis-tungsnachweis erbringen wollen, können ein Referat oder die Zusammenfas-sung der Diskursergebnisse schriftlich ausarbeiten und diesen Text zur Aner-kennung in der Kontaktstelle vorlegen.

Zeit:     dienstags, 10–12 Uhr
Raum: Scharnhorststr. 100, SCH 100.107
Beginn: 10.10.2017


Arbeitskreis Psychologie
Zu diesem Arbeitskreis werden im Wintersemester 2017/18 keine neuen Teilnehmer/innen zugelassen.