Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Neubearbeitung


♦ Projektbeschreibung ♦ Die Neubearbeitungen ♦ Rezensionen
♦ Erstauflage ♦ Bibliographische Angaben
♦ Gliederungsschema ♦ Kontakt

Projektbeschreibung

Das 1939 durch Erich Keyser ins Leben gerufene "Deutsche Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" ist als umfassende Gemeinschaftsarbeit der deutschen Geschichtswissenschaft ein Standardwerk sowohl für die lokale Stadtgeschichte, die vergleichende Städteforschung als auch für Stadtplanung oder Lehre an Universitäten und Schulen. Bis 1974 wurden in der Erstauflage elf regionale Einzelbände mit insgesamt 4200 Seiten publiziert, die jeweils knappe, nach einem einheitlichen Gliederungsschema strukturierte Beiträge mit den wichtigsten Fakten zur Entwicklung der deutschen Städte (einschließlich der ehemaligen Provinz Ostpreußen, Danzig und Schlesien) enthalten. Der Aufbau dieser Beiträge orientiert sich an 20 übergeordneten Punkten, die u.a. Aufschluss geben über Namen, Ursprung und Gründung, geographische Lage und topographische Veränderungen, rechtliche Aspekte, Wirtschaft, Verwaltung, Herrschaftsverhältnisse und -repräsentation, Finanzen, Religion, Bildungswesen sowie Informationen zur Quellensituation. Dieses Grundschema ermöglicht einen flächendeckenden Vergleich der verschiedenen Städte und bildet die Basis für weitere stadtgeschichtliche Forschungen.
Mit Band V/1 (Bayern), der 1971 erschienen ist, war die Verantwortung für das Deutsche Städtebuch an Heinz Stoob und das Institut für vergleichende Städtegeschichte übergegangen. Bereits zu dieser Zeit wurde die Notwendigkeit einer Neuauflage deutlich, da die ersten Bände vergriffen waren und zudem neuen Forschungsergebnissen Rechnung getragen werden musste. Voraussetzung für einen Neubeginn bot 1988 die Bereitstellung einer Finanzierung durch die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, die die 1995 erschienene Publikation des "Schlesischen Städtebuches" ermöglichte. Diese überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Auflage des Städtebuchs wurde jedoch - wie auch das im Jahr 2003 veröffentlichte "Städtebuch Hinterpommern" - nicht über die Zeitgrenze 1945 hinaus weitergeschrieben. Das "Städtebuch Brandenburg und Berlin", das v.a. von Berliner Wissenschaftlern erarbeitet und durch das IStG redigiert und zum Druck gebracht wurde und dank einer Finanzierung durch das Land Brandenburg im Jahr 2000 veröffentlicht werden konnte, berücksichtigt hingegen auch die Entwicklung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den entsprechenden politischen Umbrüchen. Das Grundschema der Gliederung wurde beibehalten, jedoch entscheidend erweitert, wo dies z.B. in Bezug auf veränderte Verwaltungsstrukturen nötig war. Somit entstand auf Grundlage neuester Forschungserkenntnisse in Bezug auf Stadtgeschichte, Archäologie, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Geographie und Kulturgeschichte ein Handbuch, das dem Wandel der Zeit gerecht wird und als Vorlage dienen kann, um das gesamte "Deutsche Städtebuch" wünschenswerterweise zu aktualisieren.


Publikationen der Erstauflage

Band I - Nordostdeutschland:
    Provinz Ostpreußen, Freie Stadt Danzig, Provinz Pommern, Land Mecklenburg, Provinz Schleswig-Holstein, Hansestadt Hamburg, Provinz Brandenburg, Reichshauptstadt Berlin und Provinz Schlesien. 1939. 911 S. [vergriffen]
Band II - Mitteldeutschland:
    Land Sachsen, Thüringen, Provinz Sachsen und Land Anhalt. 1941. VIII, 762 S. [vergriffen]
Band III - Nordwest-Deutschland:
  1. Niedersachsen/Bremen. Niedersächsisches Städtebuch. 1952. X, 400 S. [vergriffen]
  2. Westfalen. Westfälisches Städtebuch. 1954. 396 S. [vergriffen]
  3. Landschaftsverband Rheinland. Rheinisches Städtebuch. 1956. 441 S. [vergriffen]
Band IV - Südwest-Deutschland:
  1. Land Hessen. Hessisches Städtebuch. 1957. 478 S. [vergriffen]
  2. Land Baden-Württemberg.

    1. Badisches Städtebuch. 1959. 422 S. [vergriffen]
    2. Württembergisches Städtebuch. 1961. 489 S. [vergriffen]
  3. Land Rheinland-Pfalz und Saarland. Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. 1964. 550 S. [vergriffen]
Band V - Bayern. Bayerisches Städtebuch:
  1. Unter-, Mittel- und Oberfranken. 1971. 637 S. [vergriffen]
  2. Ober-, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben. 1974. 758 S. [vergriffen]


Gliederungsschema der Beiträge

Hier können Sie das Gliederungsschema einsehen.


Neubearbeitungen

Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Historischer Kommissionen und Landesgeschichtlicher Institute und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages.

Band 1 - Schlesisches Städtebuch
hg. im Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster
von Heinz Stoob und Peter Johanek in Verbindung mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen Bonn, bearbeitet von Waldemar Grosch unter Mitarbeit von Heinz Stoob, Maria Elisabeth Grüter und Franz-Joseph Post, 1995. XLIV, 490 S., 1 Faltkarte. [vergriffen]


Band 2 - Städtebuch Brandenburg und Berlin
hg. von Evamaria Engel, Lieselott Enders, Gerd Heinrich und Winfried Schich; Redaktion: Harald Engler, 2000. LXV, 646 S., 1 Faltkarte.


Band 3,2 - Städtebuch Hinterpommern
hg. von Peter Johanek und Franz-Joseph Post in Verbindung mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, bearbeitet von Thomas Tippach unter Mitarbeit von Roland Lesniak, 2003. XIII, 343 S.


Bibliographische Angaben

Bibliographische Angaben zum Gesamtwerk
Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte, hg. von Erich Keyser und ab Band V/1 (1971) von Heinz Stoob.
  • Bd. I-V (in 11 Teilbänden), Stuttgart 1939-1974, im Auftrage der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterstützung des Deutschen Gemeindetages.
  • Ab Band III (1952): Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages.

Neubearbeitung
hg. im Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster:
  • Band 1: von Heinz Stoob und Peter Johanek, Stuttgart - Berlin - Köln: Kohlhammer 1995.
  • Band 2: von Peter Johanek, Klaus Meyer-Schwickerath, Franz-Joseph Post, Stuttgart - Berlin - Köln: Kohlhammer 2000.
  • Band 3: von Peter Johanek und Franz-Joseph Post, Stuttgart: Kohlhammer 2003.


Kontakt


Dr. Angelika Lampen, Institutsleitung

(Bestellungen bitte direkt an den Verlag: W. Kohlhammer GmbH, 70549 Stuttgart)


Rezensionen


Hinweise auf Rezensionen zum Deutschen Städtebuch, Bd. 2: Brandenburg Berlin.



Impressum | © 2015 Institut für vergleichende Städtegeschichte
Institut für vergleichende Städtegeschichte
Königsstraße 46
· 48143 Münster
Tel.: +49 251 83-27512 · Fax: +49 251 83-27535
E-Mail: