Informationen zum Programm 2018

 Bitte beachten Sie, dass Sie auf dieser Seite noch nicht das vollständige Programm online finden. Das Programm ist aktuell in Planung. Alle Angebote finden Sie spätestens ab Mitte Januar 2018.

Anmeldung

Hier haben Sie die Möglichkeit sich Online zu den sport-lernen-Veranstaltungen anzumelden. Sie erhalten im Anschluss automatisch eine Anmeldebestätigung mit weiteren Informationen.
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit einer Anmeldung per Fax oder Post.
Für Studierende des Instituts für Sportwissenschaft der WWU Münster gilt bei Tagesveranstaltungen das Angebot "Two for One", d.h. zwei Angemeldete zahlen den Preis für einen - bitte entsprechend markieren und anmerken.

  • 1. Zertifikatslehrgänge

    • K1.01.17 Zertifikatslehrgang "Inklusion im Schulsport"
      Sa., 06.05.17, 10.00-18.30 Uhr und
      So., 07.05.17, 09:00-13:00 Uhr/ 12 LE
      Sa., 24.06.17, 10.00-18.30 Uhr und
      So., 25.06.17, 9.00-13.00 Uhr/ 12 LE
      Sa., 07.10.17, 10.00-17.00 Uhr

      • Das im März 2009 in Deutschland in Kraft getretene Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist die erste verbindliche Völkerrechtsquelle, die die Menschenrechte von Personen mit Behinderung zum Thema hat. Die "UN Behindertenrechtskonvention" wird in der Literatur vielfach als "Inklusionsmotor" beschrieben (Degener, 2009, S. 200). Von besonderer Relevanz für das gesamte Bildungssystem ist der Artikel 24 der Konvention, der die Vertragsstaaten verpflichtet, ein "inclusive education system at all levels" (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008, S. 1436) zu gewährleisten. Die Vertragsstaaten müssen sicherstellen, dass "Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben" (Bundesgesetzblatt, Jahrgang 2008, S. 1437). In der deutschen Übersetzung der Konvention wird im Gegensatz zur völkerrechtlich bindenden englischen Version, in der der Begriff "Inklusion" (inclusion) verwendet wird, der Terminus "Integration" benutzt. Diese Übersetzung wurde von einer Reihe von Fachverbänden und von Verbänden von Menschen mit Behinderung heftig kritisiert, da sie als eine bewusste Entstellung und Entschärfung des emanzipatorischen Gehalts der Konvention verstanden wurde (vgl. Frühauf, 2008).[1] Trotz dieser deutschen "Fehlübersetzung" verbreitete sich der Begriff Inklusion "wie ein Lauffeuer" (Wocken, 2012, S. 1) und ist inzwischen in der Gesellschaft angekommen: In Bezug auf das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung verwenden die meisten politischen Organisationen und Institutionen den international gültigen Begriff Inklusion.
        Obwohl in Deutschland aufgrund der UN-Behindertenrechtskonvention Inklusion vielfach als Spezialthema mit einer spezifischen Zielgruppe -Menschen mit Behinderung - aufgefasst wird, greift ein solches Begriffsverständnis zu kurz. Im Kontext des Zertifikatslehrgangs wird auf einen aus dem fachwissenschaftlichen Diskurs hervorgegangenen, international gebräuchlichen Inklusionsbegriff verwiesen, der die Vielfalt von Menschen in den Mittelpunkt rückt. Inklusion ist demnach als Anspruch zu verstehen, allen Menschen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer Religion, ihrer Behinderung usw. die volle und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Inklusion ist also ausdrücklich nicht auf die Vielfaltsdimension Behinderung beschränkt (vgl. Booth, 2008). Bezogen auf die Institution Schule bedeutet das, dass eine gemeinsame und chancengerechte, diskriminierungs- und barrierefreie Beschulung aller Schülerinnen und Schüler in der allgemeinen Schule möglich gemacht werden muss. Die Vielfalt von Kindern und Jugendlichen wird als Normalität und Ressource gesehen, die gerade im Schulsport genutzt werden sollte.
        Um die Entwicklung von Schulen zu inklusiven Bildungseinrichtungen in der Zukunft zu gewährleisten, muss sowohl die Ausbildung aller angehenden Lehrkräfte als auch die Fortbildung bereits im Schuldienst tätiger Lehrkräfte diesbezüglich ausgerichtet werden.
        Der Zertifikatslehrgang "Inklusion im Schulsport" ist eine praxisorientierte Weiterbildungsmaßnahme auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse und erprobter Best-Practice Modelle. Der Zertifikatslehrgang besteht aus zwei Pflichtmodulen, die in Abhängigkeit vom zugeschriebenen Studienumfang entsprechend ausdifferenziert werden. In ihnen erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kompetenzen für ihre Tätigkeit in inklusiven Schulen. In jedem Pflichtmodul geht es in unterschiedlicher Gewichtung um Einstellungen, um Wissen und um Fähigkeiten, das erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden.
        Er wendet sich an pädagogische Fachkräfte, insbesondere an Lehrkräfte aller Schulformen und -stufen, aber auch an Erzieher/innen, Sozialpädagoge/innen und Übungsleiter/innen, die inklusive Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen machen wollen.
        Der Lehrgang wird modularisiert angeboten. Zum Erwerb des Zertifikats sind zwei eineinhalbtägige Pflichtmodule im Umfang von je 12 Lerneinheiten (LE) á 45 Minuten, zwei Hospitationsphasen im Umfang von je 4 LE, frei wählbare Wahlpflichtmodule im Umfang von mind. 16 LE und eine Prüfungseinheit, deren Vorbereitung und Durchführung 12 LE umfassen, zu absolvieren.
        Insgesamt umfasst der Lehrgang 60 LE (das entspricht 6 ECTS) und schließt mit einem Zertifikat der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ab (weitere Details finden Sie in unserer Prüfungsordnung). Alle Seminare finden in den Räumlichkeiten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster statt.

        Die Teilnahmegebühr des Zertifikatslehrganges beträgt 450 €. Bei Anmeldung bis zum 31.12.2016 gilt ein Frühbucher-Rabatt von 400 €. Darin sind die Teilnahmen an den Pflichtmodulen, Tagesseminaren im Umfang von 16 bis 20 LE, der Zertifikatsprüfung sowie die Ausstellung des Zertifikats enthalten. Weitere Einzelseminare des aktuellen Programms können zu 50% der regulären Gebühr zusätzlich gebucht werden.

        Teilnehmer/innen, die von außerhalb anreisen und eine Unterkunft benötigen, bietet die Stadt Münster eine Vielzahl von Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preisklassen.

        [1] Inklusionspädagog(inn)en heben hervor, dass es zwischen den Begriffen Integration und Inklusion eine klare Abgrenzung bzw. Weiterentwicklung im Hinblick auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an gesellschaftlichen Lebensbereichen gibt: "Inklusion beansprucht in der Tat [...] einen Paradigmenwechsel" (Hinz, 2002, S. 3). Gemäß diesem Ansatz ist es zentral, dass nicht das Individuum versuchen muss, sich an das bestehende System z.B. der Schule anzupassen. Das System muss die gleichberechtigte Teilhabe eines jeden ermöglichen. Mit der Inklusion geht also eine diesbezügliche "Verlagerung der Verantwortlichkeit" vom Individuum zum System einher. In Bezug auf die Institution Schule heißt das, dass diese dafür verantwortlich ist, sich zu einer inklusiven Bildungseinrichtung zu entwickeln.


        PFLICHTMODULE

        K1.01.17.a Pflichtmodul 1
        Sa., 06.05.17, 10.00-18.30 Uhr und
        So., 07.05.17, 09:00-13:00 Uhr/ 12 LE

        Inhalte:

        -Wahrnehmung und Wertschätzung der Vielfalt von Lernenden
        -Grundlagen der Inklusionspädagogik im Schulsport
        -Praxisbaustein I und II

        In diesem Baustein geht es unter anderem um
        - Einstellungen zur Vielfalt von Lernenden und zur inklusiven Bildung (z. B. Verständnis von inklusiver Bildung als gesellschaftlicher Reform; Verständnis, dass gleichberechtigte Teilhabe eine Einbindung aller Lernenden in für sie sinnvolle Lernaktivitäten bedeutet)
        - Wissen im Kontext von Diversität von Lernenden (z. B. aufgrund von sozio-ökonomischem Hintergrund, Sprache, Kultur, körperlich-motorischen Gegebenheiten. In diesem Kontext müssten beispielsweise Inhalte bearbeitet werden, die deutlich machen, wie es zu bestimmten körperlichen Voraussetzungen kommen kann und in welcher Weise sich diese auf die motorische Entwicklung eines Individuums auswirken können).
        - Fähigkeiten im Umgang mit Vielfalt (z. B. angemessene Kommunikation im Umgang mit allen Lernenden, Fähigkeit eigene Unsicherheiten und Ängste zu reflektieren und zu bearbeiten


        K1.01.17.b Pflichtmodul 2
        Sa., 24.06.17, 10.00-18.30 Uhr und
        So., 25.06.17, 9.00-13.00 Uhr/ 12 LE

        Inhalte:

        -Förderung aller Lernenden im Sportunterricht
        -Planung und Durchführung von inklusivem Sportunterricht
        -Praxisbaustein III und IV

        In diesem Baustein geht es unter anderem um
        - Einstellungen, dass alle Lernenden entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse gefördert werden können (z. B. Verständnis, dass alle Lernenden ein Recht auf akademisches, soziales, emotionales und praktisches Lernen haben; - das Verständnis, dass jede/r das Recht darauf hat hinsichtlich seiner/ihrer Lernpotentiale entsprechend gefördert zu werden)
        - Wissen im Kontext der Planung und Durchführung von Unterricht unter Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen und Entwicklungsprozesse (z. B. Wissen über verschiedene Lernmodelle; Kenntnisse über Einflussmöglichkeiten auf Entwicklungsverläufe z. B. in Bezug auf die Kommunikation, in Bezug auf die motorische Entwicklung )
        - Fähigkeiten, Unterricht unter Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen und Entwicklungsprozesse zu planen und durchzuführen (z. B. Fähigkeiten zur Diagnose und darauf aufbauenden Anregung von Lernprozessen von Schülerinnen und Schülern; Fähigkeiten einen differenzierenden Sportunterricht zu gestalten).


        K1.01.17.p Prüfung
        Sa., 07.10.17, 10.00-17.00 Uhr

        Inhalte:
        -Kolloquium (jeweils in Zweiergruppen)
        -schriftliche Fallanalyse inkl. Stundenentwurf zum inklusiven Sportunterricht


        REFERENTIN

        Prof. Dr. Heike Tiemann (Universität Leipzig/ Sportwissenschaftliche Fakultät)


        KOSTEN

        Die Teilnahmegebühr für den Zertifikatslehrgang beträgt 450 €. Darin sind die drei Pflichtmodule, Tagesseminare im Umfang von 16-20 LE, die Zertifikatsprüfung sowie die Ausstellung des Zertifikats enthalten. Weitere Einzelseminare des aktuellen Programms können zu 50% der regulären Gebühr zusätzlich gebucht werden.
        Bei Anmeldung bis zum 31.12.2065 reduziert sich die Gebühr auf 400 €.
      • Zeitraum
        Sa., 06.05.17, 10.00-18.30 Uhr und
        So., 07.05.17, 09:00-13:00 Uhr/ 12 LE
        Sa., 24.06.17, 10.00-18.30 Uhr und
        So., 25.06.17, 9.00-13.00 Uhr/ 12 LE
        Sa., 07.10.17, 10.00-17.00 Uhr
      • LE
        24
      • Referent
        Leitung: Prof. Dr. Heike Tiemann (Universität Leipzig; Sportwissenschaftliche Fakultät)
      • Ort
        Münster
      • Kosten und Anmeldung
        450,00 € regulär *) Die Online-Anmeldung ist leider nicht mehr möglich



    • K1.02.17 Zertifikatslehrgang "Mehr Bewegung in die Grundschule" (Neues Konzept)
      Sa., 18.03.17; 10.00-17.00 Uhr/ 8 LE
      Sa., 01.04.17; 10.00-17.00 Uhr/ 8 LE
      Sa., 20.05.17; 10.00-17.00 Uhr/ 8 LE (Münster)
  • 2. Tagesseminare / Wahlpflichtmodule
  • 3. Weitere Veranstaltungen
  • 4. Münsteraner Schulsportgespräche
  • 5. In-House-Fortbildungen
  • 6. Anmeldung und Stornierungsbedingungen
  • 7. Information und Kontakt