Bedeutender Nachwuchspreis für Sportwissenschaftler

Utesch
© IfS WWU

„Die NASPSPA-Konferenz ist die wichtigste und kompetitivste sportpsychologische Konferenz weltweit, und es ist außergewöhnlich, dass ein Europäer diese Auszeichnung erhält“, resümiert Prof. Dr. Bernd Strauß, Lehrstuhlinhaber für Sportpsychologie an der WWU und zusammen mit apl.-Professorin Dr. Maike Tietjens (Sportpsychologie) Promotionsbetreuervon Till Utesch. Die Arbeit mit dem Titel „Does Self-Enhancement of Motor Competence and Health-Related Fitness Promote Physical Activity?“ entstand in Kooperation insbesondere mit Dr. Dennis Dreiskämper (Sportpsychologie), Dr. Katharina Geukes (Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie) sowie Seniorprofessor am IfS Prof. Dr. Naul, um das optimale Zusammenspiel zwischen der motorischen Leistungsentwicklung und die Selbstwahrnehmung für ein physisch gesundes Aufwachsen zu ermitteln.

Die prämierte Studie ist eine Teilauswertung im Rahmen des Interventionsprojekts ‚Gesunde Kinder in Gesunden Kommunen (GKGK)’, das in Kooperation mit dem Willibald Gebhardt Institut (WGI) durchgeführt wurde. In diesem Projekt, an dem insgesamt 37 Grundschulen durch eine umfassende, intensive sportmotorische Diagnostik begleitet wurden, wurden tägliche Bewegungszeiten als unterrichtliche und außerunterrichtliche Bewegungsangebote, um Bewegungsarmut und Übergewicht bei Kindern im Grundschulalter zurück zu drängen und eine breite, individuelle motorische Förderung zu erreichen und zwar für alle Kinder: untergewichtige, normalgewichtige und übergewichtige Kinder.

Ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder und damit einhergehend ein Monitoring der sportmotorischen Entwicklung ist ein Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz. Zur Zeit plant das Projektteam in der Münsteraner Sportpsychologie ein weiteres, langfristig angelegtes Kooperations-Projekt zusammen mit Münsteraner Grundschulen sowie Kitas, um weitere Faktoren einer gesunden körperlichen Entwicklung zu identifizieren und die lokalen Bildungseinrichtungen (u. a. durch Schulungen von Lehrkräften und sportmotorische Testungen) aktiv im Sinne eines gesunden Aufwachsens und einer breiten, individuellen motorischen Förderung unserer Kinder zu unterstützen.