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Aufmerksamkeitsorientiertes Wahrnehmungstraining im Sport

Projektleitung: Prof. Dr. Bernd Strauß; Dr. Norbert Hagemann
(Dieses Projekt wurde mit Forschungsmitteln des Bundesinstituts für Sportwissenschaft unter dem Geschäftszeichen VF 0407/10/05/2002-2003 gefördert)

Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage nach der Reichweite und dem Nutzen von visuellen Wahrnehmungstrainingsprogrammen. Hagemann, Strauß und Canal Bruland (under review) untersuchten beispielsweise den Einfluss eines Aufmerksamkeitslenkers in Videoclips auf die Vorhersageleistung von Überkopfschlägen im Badminton. Als Aufmerksamkeitslenker fungierte eine rote transparente Fläche (transparent-spatial-highlighting (tsh)), die die wesentlichen Körperregionen hervorhebt (Rumpf, Schläger und Arm). Die Effekte eines aufmerksamkeitszentrierten Wahrnehmungstrainings mit 200 Videoclips wurden anhand der Leistung von 63 Badmintonanfängern in einem Pre-, Post- und Retentiontest ermittelt. Die videobasierte (ohne Aufmerksamkeitslenkung, n = 20) und die aufmerksamkeitszentrierte Trainingsgruppe (n = 23) konnten ihre Vorhersageleistung im Vergleich zur Kontrollgruppe (n = 20) über die drei Messzeitpunkte deutlich verbessern. Der Unterschied zwischen den beiden videobasierten Trainingsgruppen wird im Retentionstest deutlich. Die Probanden, die mit den aufmerksamkeitslenkenden Videoclips trainiert haben, zeigen im Vergleich zum Posttest noch einmal deutliche Leistungsverbesserungen. Eine Aufmerksamkeitslenkung auf die relevanten Körperbereiche führt bei Lernanfängern dazu, dass sie Bewegungsmuster schneller erlernen als ohne Aufmerksamkeitslenkung.


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