
Tel.: +49 251 83-25302
Fax: +49 251 83-29930
E-Mail: a.buehrmann@uni-muenster.de
Sprechstunde: n. Vereinbarung
Aktuelle Meldungen
[19.04.2011] Frau Bührmann hat eine Professur in Göttingen angenommen. Sie erreichen sie dort unter: Universität Göttingen, Institut für Soziologie, Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen, Tel.: +49 551 39-20253, Fax: +49 551 39-7200, Personseite an der Universität Göttingen
[07.09.2010] Im August erschienen: Prekäres Unternehmertum. Unsicherheiten von selbstständiger Erwerbstätigkeit und Unternehmensgründung. Weitere Informationen finden Sie hier.
Arbeits- und Forschungsschwerpunkte
In den letzten Jahren setzte sich Andrea Bührmann mit unterschiedlichen Themenfeldern auseinander:
- Sie setzt sich mit dem Wandel der Arbeit und ihren Organisationsstrukturen am Übergang zu Wissens- und Dienstleistungsgesellschaften auseinander. Dabei erforscht die zunehmende Prekarisierung der Arbeit und auch die damit vielfach verbundene fortschreitende ‚Verunternehmerung’ der Arbeit. Aktuell untersucht sie das Phänomen, dass immer mehr Menschen zugleich als Selbständige und als abhängig Beschäftigte erwerbstätig sind, am Beispiel von Film- und Fernsehschaffenden sowie Schauspielern und Schauspielerinnen.
- Sie fragt nach den sozialen Folgen der ökonomischen induzierten Finanzmarktkrise und beschäftigt sich mit den Rekrutierungspraxen in Aufsichtsräten. In diesem Zusammenhang arbeitet sie an einer Fortentwicklung der Geschlechter- zur Differenzierungsforschung und nutzt das Konzept der Intersektionalität als Forschungsperspektive zur Analyse von Differenzierungsphänomen auf der Makro-, Meso- und Mikro-Ebene.
- Sie setzt sich mit wirtschaftssoziologischen Fragen auseinander und plädiert - ausgehend von der Diagnose einer Konzentration auf das Leitbild des ‚Normalunternehmertums’ in der Entrepreneurship-Forschung - für das Konzept einer ‚Entrepreneurial Diversity’. Diese erforscht sie z.B. mit Blick auf Unternehmensgründungen durch Frauen, migrantisches Unternehmertum sowie prekäres Unternehmertum aber auch in Bezug auf kooperative bzw. kollektive Unternehm(ung)en.
- Sie erforscht ausgehend von Elias’ Figurationssoziologie und Bourdieus Praxistheorie die Formierungs- bzw. Transformierungsprozesse moderner Subjektivierung. Dabei betrachtet sie Subjektivierung im Rekurs auf Foucault als Effekt diskursiver und nicht diskursiver Praktiken. Bührmann zielt dabei auf eine umfassende Re-Soziologisierung des subjektivierten Individuums.
- Schließlich entwickelte sie die Diskursforschung zur sozialwissenschaftlichen Dispositivforschung weiter und führt Forschungswerkstätten und Workshops zur Diskurs- & Dispositivforschung, aber auch u.a. (Lehr-)Veranstaltungen zur Interviewerschulung, qualitativem Inhaltsanalyse, Biografie-, Evaluations- und Diversity-Forschung durch.

