Das Angebot der Sorgenambulanz

Die Sorgenambulanz bietet eine gründliche Diagnostik und Beratung für Menschen, die unter übermäßigen Sorgen und Ängsten leiden. Das Vorgehen ist orientiert an kognitiv-verhaltenstherapeutischen Konzepten.

Antelope Canyon Arizona
© "Antelope Canyon" (cc) Allie Caulfield / Flickr

Diagnostik

Sollten Sie an einer Diagnostik interessiert sein, können Sie telefonisch oder per E-Mail mit uns Kontakt aufnehmen. In einem Telefongespräch wird zunächst geklärt, ob unser Angebot für Sie passend ist. Im Folgenden würden Sie dann eine Reihe von Fragebögen ausfüllen und es findet ein diagnostisches Gespräch statt, in welchem durch offene Fragen und anhand eines strukturierten Interviews Ihre Beschwerden sorgfältig erfasst werden. Außerdem werden relevante Informationen zur Lebensgeschichte und aktuellen Lebenssituation erhoben.
Abschließend folgt ein individuelles Rückmeldegespräch. In diesem kann die Frage geklärt werden, inwieweit die Aufnahme einer ambulanten Psychotherapie sinnvoll erscheint. Wird also im Rahmen der Diagnostik eine Generalisierte Angststörung oder eine Krankheitsangst bzw. Hypochondrie erkannt, können dann gezielte und erfolgversprechende Therapiemaßnahmen geplant und durchgeführt werden. Sollte eine andere psychische Störung vorliegen, wird dies im Rückmeldegespräch besprochen und auch in diesem Fall über eine mögliche Psychotherapie informiert.

Beratung und Therapie

Im Anschluss an die Diagnostik beraten wir Sie bei Bedarf hinsichtlich weiterer Behandlungsmöglichkeiten. Menschen, die nicht in Münster oder erreichbarer Nähe wohnen und somit nicht zu einer Diagnostik in die Sorgenambulanz kommen können, werden telefonisch bzw. per E-Mail beraten und erhalten Informationen zur Suche nach heimatnahen diagnostischen bzw. therapeutischen Angeboten. Sollten Sie dagegen aus Münster und das umliegenden  Einzugsgebiet (Kreis Coesfeld, Warendorf und Steinfurt) stammen, kommt gegebenenfalls auch eine Weiterbehandlung in der Psychotherapie-Ambulanz (PTA) in Frage. Die PTA bietet als Therapieansatz kognitiv-verhaltenstherapeutische Einzeltherapien an.

Bei Passung zwischen Ihrem Anliegen und aktuellen Angeboten der Sorgenambulanz als Spezialeinheit der Psychotherapie-Ambulanz, besteht für Sie die Möglichkeit einer Teilnahme an aktuellen Projekten bzw. Studien (s.u.)

Hier geht's zu den Seiten der Psychotherapie-Ambulanz...

Möglichkeiten der Behandlung der Generalisierten Angststörung

Die im Moment einzige, in ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich belegte Psychotherapie zur Behandlung der Generalisierten Angststörung (GAS) ist die Kognitive Verhaltenstherapie. Diese besteht aus verschiedenen Bausteinen, die miteinander kombiniert in unterschiedlicher Gewichtung in der Behandlung umgesetzt werden.

Ansätze und Ziele

Am Anfang steht die Vermittlung eines Störungsmodells, anhand dessen erklärt wird, wie die GAS entstanden ist und warum der Patient diese Problematik nicht mehr los wird. Aus dem Modell werden gemeinsam mit dem Patienten die notwendigen Behandlungsschritte abgeleitet.Ein wichtiger Baustein der Behandlung ist die Kognitive Therapie. Viele Patienten haben Gedanken und Überzeugungen in Bezug auf ihre Person, die Welt insgesamt oder ihre Zukunft, die sie belasten und zu Ängsten und Sorgen führen. In der Kognitiven Therapie werden Angst auslösende Gedanken hinterfragt, auf ihren Realitätsgehalt geprüft und entkatastrophisiert. Ziel dabei ist es, die alten, Angst auslösenden Überzeugungen durch realistischere, weniger belastende und hilfreichere zu ersetzen. Auch bestimmte problematische Überzeugungen über das Sorgen selbst sind von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Problematik und werden deshalb thematisiert.
Viele Patienten versuchen Ängste und Sorgen loszuwerden, indem sie Sorgenauslöser vermeiden, sich Rückversicherung einholen und versuchen Sorgengedanken zu unterdrücken. Diese Strategien sind jedoch nur manchmal und nur sehr kurzfristig erfolgreich, um Ängste und Sorgen zu reduzieren. Langfristig verstärken sie sie sogar. Daher werden die Patienten in der Therapie darin unterstützt, diese Strategien aufzugeben und sich stattdessen mit den Befürchtungen, die den Motor für das Sorgen darstellen, zu konfrontieren. Ziel dabei ist es, einen anderen Umgang mit Unsicherheit, Ängsten und Befürchtungen zu entwickeln.

Verstärkung der eigenen Problemlösestrategien

Patienten mit generalisierten Ängsten haben häufig wenig Vertrauen in ihre eigenen Problemlösefertigkeiten. In einem Problemlösetraining wird gelernt, die Sorgen durch zielführendes Problemlöseverhalten zu ersetzen und das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, mit Problemen umgehen zu können, zu stärken. Ziel der Therapie ist es auch, sich auf eigene Stärken zu besinnen und alternativ zum Sorgen wohltuenden Aktivitäten wieder verstärkt nachzugehen.

Erlernen von Entspannungstechniken

Ein weiterer Therapiebaustein ist die Angewandte Entspannung, die vor allem bei Patienten mit Verspannungen, Nervosität und Schlafstörungen sinnvoll ist und in belastenden Alltagssituationen eingesetzt werden kann.

Möglichkeiten der Behandlung der Krankheitsangst

Für die Behandlung von Angst haben sich die in unserer Psychotherapie-Ambulanz angewandten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren in vielen Studien als besonders wirksam erwiesen. Auch für die Behandlung von Krankheitsangst belegen zahlreiche Untersuchungen, dass davon auch Menschen sehr profitieren, bei denen die Krankheitsangst schon seit Jahren besteht und anhaltend stark ist. Die Kognitive Verhaltenstherapie besteht aus verschiedenen Bausteinen, die miteinander kombiniert in unterschiedlicher Gewichtung in der Behandlung umgesetzt werden.


Ansätze und Ziele einer Therapie

Am Anfang steht die Vermittlung eines Störungsmodells, anhand dessen erklärt wird, wie die Krankheitsangst entstanden ist und warum der Patient diese Problematik nicht mehr los wird. Aus dem Modell werden gemeinsam mit dem Patienten die notwendigen Behandlungsschritte abgeleitet.
Ein wichtiger Baustein der Behandlung ist die Kognitive Therapie. Viele Patienten haben Gedanken und Überzeugungen in Bezug auf ihre Person, die Welt insgesamt oder ihre Zukunft, die sie belasten und zu Ängsten und Sorgen führen.
In der Kognitiven Therapie werden Strategien erlernt, um die Bedrohung durch Krankheiten anders einzuschätzen als bisher. Auch bestimmte problematische Überzeugungen zum Sorgen selber, zu Vor- und Nachteilen des Sorgens sind von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Problematik und werden deshalb im Rahmen der Kognitiven Therapie thematisiert.
 Viele Patienten versuchen Ängste und Sorgen loszuwerden, indem sie Sorgenauslöser vermeiden, sich Rückversicherung einholen und versuchen Sorgengedanken zu unterdrücken. Diese Strategien sind jedoch nur manchmal und nur sehr kurzfristig erfolgreich, um Ängste und Sorgen zu reduzieren. Langfristig verstärken sie sie sogar. Daher werden die Patienten in der Therapie darin unterstützt, diese Strategien aufzugeben und sich stattdessen mit den Befürchtungen, die den Motor für das Sorgen darstellen, zu konfrontieren.

Foto in der Wüste
© "Dead Vlei" (cc) Benny Bloomfield / Flickr.com