Die "Sorgenkrankheit" Generalisierte Angststörung

Wenn Sorgen zur Belastung werden

Sorgen gehören zu unserem Leben. Sie sind nicht angenehm, aber in einem gewissen Ausmaß vollkommen normal. Übermäßige und unkontrollierbar erscheinende Sorgen und die damit verbundene Anspannung und ängstliche Erwartung können für Betroffene jedoch zu einer starken Belastung werden, die sich auf den Beruf und den privaten Alltag auswirkt. In solch einem Fall sprechen Ärzte und Psychologen von einer „Generalisierten Angststörung“ (GAS).

Symptome und Verlauf der Generalisierten Angststörung

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Menschen mit einer Generalisierten Angststörung sorgen sich viele Stunden am Tag und zwar über Monate oder Jahre. Sorgeninhalte sind beispielsweise die eigene Gesundheit oder die Gesundheit der Angehörigen, der Beruf, die finanzielle Situation, Partnerschaft, aber auch alltägliche Belastungen wie Termine oder der Einkauf. Gedanken über mögliche schlimme Ereignisse in der Zukunft und wie diese verhindert werden könnten reihen sich aneinander. In der Folge sind die Betroffenen ängstlich und dauerhaft anspannt. Die Befürchtungen und Sorgen beziehen sich typischerweise auf verschiedene Themen. Die Inhalte wechseln auch häufig. Die Betroffenen fühlen sich von ihren Sorgen immer wieder überwältigt und empfinden sie als unkontrollierbar. Neben Angst und Anspannung wird das Sorgen begleitet von Ruhelosigkeit, die Personen fühlen sich wie „ständig auf dem Sprung“, sind manchmal auch reizbar. Das Ein- oder Durchschlafen wird durch das viele Sorgen erschwert; der Schlaf ist unruhig und wenig erholsam. Betroffene ermüden leichter und haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren.
Wegen der mit den Sorgen verbundenen körperlichen Symptome ist die Diagnostik schwierig, so dass das Problem häufig unerkannt bleibt und daher nicht erfolgreich behandelt wird. Ohne Behandlung verläuft die Generalisierte Angststörung chronisch, wenn auch die Betroffenen oft schildern, dass die Beschwerden mal schlimmer und mal weniger schlimm ausgeprägt sind. Häufig spielen hier äußere Belastungen wie z.B. zusätzliche Anforderungen am Arbeitsplatz oder familiäre Veränderungen eine Rolle.

Häufigkeite der Generalisierten Angststörung

Etwa 5% der Menschen leiden irgendwann im Laufe ihres Lebens an dieser in der Öffentlichkeit noch wenig bekannten Angststörung. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Generalisierte Angststörung kann in jeder Lebensphase beginnen. Sie tritt oft (bei etwa 70 % der Betroffenen) zusammen mit anderen Problemen auf, wie z.B. anderen Angststörungen oder Depressiven Störungen.

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