Strukturierte Promotion – was ist das?


Die strukturierte Promotion, wie sie in den Graduiertenschulen des smartNETWORK angeboten wird, zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Regelstudienzeit und Studienprogramm:
    Basis der Promotion ist ein individuell abgestimmtes Studienprogramm, das in der Regel innerhalb von sechs Semestern (drei Jahren) zur Promotion führt. Für die Leistungen, die im Rahmen des Studienprogramms absolviert werden, werden ECTS-Punkte vergeben.
  • Promotionsvereinbarungen und Studienverträge:
    Um die optimale Qualifikation der Promovierenden und die Einhaltung der Regelstudienzeit zu gewährleisten, werden Promotionsvereinbarungen und Studienverträge geschlossen.
    Hierin werden u. a. das individuelle Studienprogramm, der Arbeits- und Zeitplan, sowie die Rechte und Pflichten der Promovierenden und der Betreuer/innen festgehalten. Damit verpflichten sich die Betreuer/innen, das Promotionsprojekt durch Beratung und Diskussion zu fördern.
  • Kooperative Betreuungsorganisation:
    Die Betreuung erfolgt durch ein Team von zwei bis drei Professor/inn/en, die dem oder der Promovierenden als Ansprechpartner/innen zur Verfügung stehen. Dieses Betreuungsteam kann interdisziplinär und international zusammengesetzt sein.


Vorteile der strukturierten Promotion gegenüber der Individualpromotion

Durch die Grundsätze der strukturierten Promotion wird die Forschungsarbeit der Promovierenden optimal betreut und verbindlich gerahmt. Damit bietet die strukturierte Promotion viele Vorteile gegenüber der traditionellen Promotionsform in Deutschland, der Individualpromotion, die auch heute noch sehr weit verbreitet ist.

Individualpromotion bedeutet: wer promovieren möchte, sucht sich eine einzelne Betreuerin oder einen einzelnen Betreuer an einer Universität seiner Wahl und bewirbt sich dort direkt mit seinem Promotionsprojekt. Während der Promotionsphase arbeitet der oder die Promovierende dann sehr eigenständig, d. h. er oder sie strukturiert seine Arbeit selbst. Die Intensität der Betreuung hängt von der jeweiligen Betreuerin bzw. dem jeweiligen Betreuer ab, die auch Doktormutter oder Doktorvater genannt werden.

Insbesondere für Promovierende aus dem Ausland ist diese Form der Promotion häufig mit Schwierigkeiten verbunden, da sie sich erst in das deutsche Wissenschaftssystem einfinden müssen und dabei weitgehend auf sich allein gestellt sind. Das kann dazu führen, dass die Promotion sich länger als geplant hinzieht oder sogar vorzeitig abgebrochen wird. Die strukturierte Promotion und die Einbindung in eine Graduiertenschule können helfen, das zu verhindern.


Impressum | © 2011 smartNETWORK international
smartNETWORK international
Georgskommende 14
· 48143 Münster
Tel.: 0251 - 83 22 22 3 · Fax: 0251 - 83 22 22 4
E-Mail: smartnetwork