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Zwölf Jahre Blick ins Herz

Das Team des SFB 656 beim Abschlusssymposium im Juni 2017

Der Sonderforschungsbereich 656 „Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung“ (SFB 656 MoBil) hat nach zwölf Jahren seinen Abschluss gefeiert. Bei einem zweitägigen Symposium am 29. und 30. Juni 2017 präsentierten alle Projekte der dritten Förderperiode im Franz-Hitze-Haus ihre Ergebnisse. Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Verbund erhielt mit einer Laufzeit von dreimal vier Jahren die maximale Förderung. Insgesamt flossen rund 24 Millionen Euro in die Forschung.

  • Prof. Johannes Wessels, Rektor der Universität Münster & ehemaliges Mitglied des SFB 656 | Foto: Michael Kuhlmann
  • SFB 656 Abschlusssymposium 2017 | Foto: Michael Kuhlmann
  • Prof. Mathias Herrmann, Dekan der Medizinischen Fakultät | Foto: Michael Kuhlmann
  • Prof. Xiaoyi Jiang, Dekan des Fachbereichs Mathematik und Informatik & Mitglied des SFB 656 | Foto: Michael Kuhlmann
  • Prof. Uwe Karst, Dekan des Fachbereichs Chemie und Pharmazie | Foto: Michael Kuhlmann
  • Prof. Michael Klasen, Dekan des Fachbereichs Physik | Foto: Michael Kuhlmann
  • Prof. Michael Schäfers, Sprecher des SFB 656 | Foto: Michael Kuhlmann
  • SFB 656 Abschlusssymposium 2017 | Foto: Michael Kuhlmann

Als erster Sonderforschungsbereich in Deutschland legte der SFB 656 MoBil einen Fokus auf die Entwicklung molekularer Bildgebungsverfahren, um Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems sichtbar zu machen sowie neue Erkenntnisse über ihre Ursachen und ihren Verlauf zu gewinnen. Dabei arbeiteten Spezialisten aus Medizin, Biologie, Chemie und Pharmazie, Physik sowie Mathematik und Informatik eng zusammen: Sie entwickelten beispielsweise chemische Substanzen, die Moleküle im Körper aufspüren und markieren. Die von diesen Substanzen ausgesendeten Signale lassen sich außerhalb des Körpers messen und in Bilder umwandeln. Mathematiker entwickelten Rechenmodelle, die eine präzisere Bildrekonstruktion ermöglichen. Physiker brachten Wissen über die physikalischen Eigenschaften von Licht oder Strahlung in die Modelle ein. Informatiker entwickelten leistungsstarke Algorithmen, um die gemessenen Daten verarbeiten und darstellen zu können.

Die durch den SFB 656 MoBil getriebene, starke Interaktion zwischen den Fakultäten und Fachdisziplinen war prägend für die Universität Münster und führte 2006 zur Gründung des European Institute for Molecular Imaging (EIMI), einer zentralen interdisziplinären Einrichtung der Universität. Die Expertise und die erfolgreichen Kooperationen im Sonderforschungsbereich trugen außerdem dazu bei, das Fundament für die Beantragung des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ zu legen, der seit 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wird.


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