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Forschungsprojekte

Ästhetische Erfahrung von SchülerInnen im Literaturunterricht. Theoretische Modellierung und qualitative Exploration nach der Grounded Theory

Das Forschungsprojekt ist als eine empirische Studie in der Grundlagenforschung angelegt und untersucht (literar-)ästhetische Erfahrungen als essenzielles Element ästhetischer Bildungsprozesse im Rahmen des Literaturunterrichtes. Ziel ist es, grundlegende Beschreibungskategorien zu erlangen, mit denen (literar-)ästhetische Erfahrungen kompetenzorientiert erfasst und damit langfristig im Unterrichtskontext gefördert werden können.

Schwerpunkt der Studie ist die Erhebung und Auswertung von Daten mithilfe von Gruppendiskussionen und Interviews zu (literar-)ästhetischen Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern, um Erkenntnisse über die Merkmale von (literar-)ästhetischen Erfahrungen in ihren möglichen unterschiedlichen Ausprägungen zu gewinnen. Eine zentrale Rolle spielt in allen Ansätzen die ästhetische Erfahrung als verbindendes Element. Diese nimmt seit Kants Autonomieästhetik eine bedeutende Position im Diskurs über ästhetische Bildung ein, erst neuere, integrative Ansätze, die das Erleben von ästhetischen Erfahrungen in Verbindung setzen mit Selbstverständigungsprozessen, erlauben es jedoch, Kunstwerke gleichzeitig als kulturelle Zeichen und als Auslöser von ästhetischen Erfahrungen zu verstehen. Diese Ansätze werden für den Transfer in den Bereich literaturdidaktischer Bildungszusammenhänge fruchtbar gemacht und bilden den Ausgangspunkt der erarbeiteten Explikation der ästhetischen Erfahrung, die wiederum die Voraussetzung bildet für ein kognitionspsychologisches, heuristisches Stufenmodell, das sich curricular einsetzen lässt.

Die Studie ist als qualitative Feldstudie angelegt, die dem Forschungsstil der Grounded Theory Methodology folgt: Dies bedeutet, dass die einzelnen Arbeitsphasen der Studie keine vollständig voneinander zu trennenden Schritte darstellen, die einer sequentiellen Anordnung und damit einem linearen Design folgen. Stattdessen stehen die Schritte Datensammlung, Auswertung und Theoriebildung sowie Theoretical Sampling in ständigem Bezug und Wechselspiel zueinander und sind durch Rückkopplungsschleifen miteinander verbunden. Abgeschlossen wird dieser iterativ-spiralförmige Erkenntnisprozess, sobald eine hinreichende theoretische Sättigung erreicht wird und eine am empirischen Gegenstand entwickelte Theorie über den untersuchten Gegenstandsbereich aus diesem Prozess heraus gebildet werden kann.



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