Katharina Pollmeier - Dissertationsbeschreibung
Arbeitstitel des Dissertationsprojektes
„Entwicklung der Wahrnehmung naturwissenschaftlichen Unterrichts aus Sicht der Schüle-rinnen und Schüler – der Übergang vom Primar- in den Sekundarbereich“
Laufzeit: Januar 2010 – Dezember 2012
Förderung/ Anbindung
Stipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs Naturwissenschaftlicher Unterricht der Universität Duisburg- Essen.
Anbindung an das DFG-Projekt „Entwicklung der Wahrnehmung naturwissenschaftlichen Unterrichts durch Schülerinnen und Schüler in der Übergangsphase von der Primar- in die Sekundarstufe und Zusammenhänge mit der Entwicklung motivationaler und selbstbezogener Zielbereiche (Längsschnitt PLUS)“
Betreuer: Prof 'in Dr. Kornelia Möller und Kim Lange
Kurzbeschreibung
In der Übergangsphase vom Primar- in den Sekundarbereich finden gravierende Veränderun-gen in den Bedingungen naturwissenschaftlichen Unterrichts statt. Neben schulstufenspezifi-schen Unterschieden im Bezug auf Leistung und Motivation der Schüler zeigen Vergleichs- und Videostudien bedeutende Unterschiede in der unterrichtlichen Gestaltung. So herrscht in der Grundschule ein eher lebensweltlich- und schülerorientierter Unterricht mit hohen „Hands-on“-Anteilen vor, während der Unterricht der Sekundarstufe eher als lehrerzentriert, vermittelnd mit nur wenigen Anteilen von Schülerlernprozessen beschrieben wird (Gais & Möller 2005; Seidel 2003). Unklar ist bislang, wie solche Veränderungen im naturwissen-schaftlichen Unterricht von den Lernenden wahrgenommen werden. Bisher liegt in Deutsch-land noch keine längsschnittlichen Studien vor, die die Übergangsphase fokussiert und dabei speziell die Entwicklung von Schülerwahrnehmungen im naturwissenschaftlichen Unterricht erfasst und mit bereichsspezifischen motivationalen und/oder selbstbezogenen Zielkriterien in Beziehung setzt.
Ziel diese Projekts „PLUS-Längsschnitt“ ist es, die Wahrnehmung des physikbezogenen Un-terrichts hinsichtlich der Konstrukte „Klassenführung“, „Schülerorientierung“ und „Verständ-nisorientierung“ von der vierten bis zur siebten Klasse aus Sicht der Schülerinnen und Schüler zu untersuchen und deren Relevanz für die Zielkriterien Interesse, Fähigkeitsselbstkonzept und Selbstwirksamkeitserwartungen aufzuklären.
Das hier vorgestellte Dissertationsprojekt untersucht die Entwicklung der Schülerwahrneh-mung des physikbezogenen Unterrichts in der Übergangsphase von der 4. bis einschließlich der 7. Klasse. Focus liegt dabei auf der Wahrnehmung der Verständnisorientierung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler. Bei der Datenerhebung werden quantitative und qualitative Methoden miteinander kombiniert. Während im quantitativen Bereich im Rahmen der Studie „PLUS-Längsschnitt“ von der vierten bis zur siebten Klasse jährliche Fragebogenerhebungen stattfinden, sind im qualitativen Bereich am Ende des Untersuchungszeitraums (7. Klasse) vertiefende Interviews mit einzelnen der bereits befragten Kindern geplant.

