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Lehrveranstaltungen im SS 2013



098415 Hauptseminar (BA) Französisch
Geschlechterbilder und -beziehungen im französischen Roman der 1920er und 1930er Jahre

Mo 12-14 Uhr BB105 Beginn: 15.4.2013

Aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive widmet sich dieses Seminar der gemeinhin als ‚Entre-deux-guerres’ bezeichneten Epoche zwischen 1918 und 1936. Die zentrale Kategorie, die die Seminararbeit leiten soll, ist das ‚Geschlecht’ – sind die 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts doch ein Zeitraum, in dem die Vorstellungen von Weiblichkeit, Männlichkeit, sexueller Identität und Geschlechter-beziehungen grundlegende Veränderungen erfahren, die auch und vor allem in der Literatur reflektiert und stimuliert werden.
Um diese Entwicklung nachzuzeichnen, werden wir uns neben ausgewählten kulturhistorischen und -theoretischen Schriften (Zeitschriften, Reiseberichte, sexualwissenschaftliche Traktate) den drei folgenden Romanen widmen: François Mauriacs Thérèse Desqueyroux (1927) mit seiner unglücklich verheirateten und um Selbstbehauptung kämpfenden Titelheldin, sodann Sidonie-Gabrielle Colettes vielzitiertem Roman Chéri (1920), der die skandalöse Beziehung einer in die Jahre gekommenen Kurtisane zu ihrem jugendlichen Liebhaber erzählt, und schließlich René Crevels La Mort difficile (1926), einem coming of age-Roman scheiternder (homo)sexueller Selbstfindung. Ziel des Seminars ist es dabei, mit der gemeinsamen Lektüre und Interpretation die bekannten Grundlagen der Erzähltextanalyse zu vertiefen und um Zugänge aus dem Bereich der Gender Studies zu erweitern.
Teilnahmevoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des Aufbaumoduls Literaturwissenschaft sowie die verbindliche Anmeldung über LSF und per E-Mail an hendrik.schlieper@uni-muenster.de bis zum 1.4.2013. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.
Alle Teilnehmer_innen werden gebeten, sich für die Arbeit im Seminar die genannten Romane möglichst in folgenden Textausgaben anzuschaffen. Ihre Kenntnis wird zu Seminarbeginn vorausgesetzt.

François Mauriac, Thérèse Desqueyroux. Ed. Walter Paluch, Stuttgart: Reclam 1988 (RUB, 9230).
Sidonie-Gabrielle Colette, Chéri, Paris: Librairie Générale Française 2004 (LdP, 307).
René Crevel, La Mort difficile, Paris: Gallimard 2007 (Petite Bibliothèque Ombres, 161).

Als vorbereitende Lektüre dienen die entsprechenden Abschnitte in Jürgen Grimm und Margarete Zimmermann, „Literatur und Gesellschaft im Wandel der III. Republik“, in: Jürgen Grimm (Hg.), Französische Literaturgeschichte, Stuttgart/Weimar: Metzler 52006, S. 306-358, und Henning Teschke, Französische Literatur des 20. Jahrhunderts, Stuttgart: Klett 1998 (Uni Wissen Französisch). Semesterbegleitend seien außerdem empfohlen: Jean-Michel Devésa, René Crevel et le roman, Amsterdam: Rodopi 1993 (Faux titre, 69), Ursula Link-Heer/Ursula Hennigfeld/Fernand Hörner (Hgg.), Literarische Gendertheorie. Eros und Gesellschaft bei Proust und Colette, Bielefeld: transcript 2006 (Lettre), sowie Margarete Zimmermann/Stephanie Bung (Hgg.), Garçonnes à la mode im Berlin der zwanziger Jahre, Göttingen: Wallstein 2006 (Querelles, 11).

099426 Hauptseminar (BA) Spanisch
Javier Marías und der spanische Roman der Postmoderne

Di 12-14 Uhr BB111 Beginn: 9.4.2013

Der 1951 geborene Javier Marías gehört unbestreitbar zu den ‚großen Namen‘ der spanischen Gegenwartsliteratur, und sein Weg in die Bestsellerlisten – mit dem ‚Umweg‘ über das Literarische Quartett und den deutschen Buchmarkt – ist längst ein eigenes Kapitel spanischer Literaturgeschichte.
Ziel des Seminars ist es, am Beispiel ausgewählter Texte Javier Marías’ zum einen die bekannten Grundlagen der Erzähltextanalyse zu vertiefen und zum anderen die spezifischen Merkmale postmoderner spanischer Literatur zu erarbeiten. Hierbei stehen sowohl literatur- als auch kulturwissenschaftliche Fragen im Mittelpunkt, etwa zum Verhältnis von Fakt und Fiktion, zur literarischen Metareflexion und Intertextualität oder zum Zusammenspiel von Imagination, Erinnerung und Identität. Den Einstieg bilden ausgewählte Kurzgeschichten aus den Bänden Mientras ellas duermen (1990) und Cuando fui mortal (1996), bevor wir uns dem in der Tradition der campus novel stehenden frühen Roman Todas las almas (1989) und Marías’ bekanntestem Roman Corazón tan blanco (1992) zuwenden. Ein Ausblick auf Marías’ jüngsten Roman Los enamoramientos (2011) schließt unsere Seminararbeit ab.
Teilnahmevoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des Aufbaumoduls Literaturwissenschaft sowie die verbindliche Anmeldung über LSF und per E-Mail an hendrik.schlieper@uni-muenster.de bis zum 1.4.2013. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.
Alle Teilnehmer_innen werden gebeten, sich für die Arbeit im Seminar die genannten Texte möglichst in folgenden Ausgaben anzuschaffen. Ihre Kenntnis wird zu Seminarbeginn vorausgesetzt.

Javier Marías, Cuando fui mortal y otros relatos. Ed. Andrea Scheifl, Stuttgart: Reclam 2006 (RUB, 19709).
ders., Todas las almas, Barcelona: Random House Mondadori 2006 (Debolsillo).
ders., Corazón tan blanco, Barcelona: Random House Mondadori 2006 (Debolsillo).

Als vorbereitende Lektüre dienen die entsprechenden Abschnitte in Cerstin Bauer-Funke, Spanische Literatur des 20. Jahrhunderts, Stuttgart: Klett 2006 (Uni Wissen Spanisch), und Hans-Jörg Neuschäfer (Hg.), Spanische Literaturgeschichte, Stuttgart/Weimar: Metzler 42011. Empfohlen sei außerdem die Interpretation Christian von Tschilschkes, „Javier Marías, Corazón tan blanco (1992)“, in: Ralf Junkerjürgen (Hg.), Spanische Romane des 20. Jahrhunderts in Einzeldarstellungen, Berlin: ESV 2010, S. 247-260.

Lehrveranstaltungen im WS 2013/2014


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