Beteiligung am Exzellenzcluster:
- Koordinatorin des Habilitandenkollegs und der Graduiertenschule
- Beratendes Mitglied des Vorstands und der Versammlung der HauptantragstellerInnen
Lebenslauf:
| Seit 07/2008 | Koordinatorin der Graduiertenschule im Exzellenzcluster |
| 02/2005-05/2008 | Angestellte im International Office der WWU Münster: Koordination des ERASMUS-Austauschs |
| 03/2004-01/2005 | Wissenschaftliche Hilfskraft im Institut für Erziehungswissenschaft der WWU Münster, Vorbereitung des internationalen TEMPUS-Projekts “Management and Counselling for European Education“ |
| 02/2004 | Magisterabschluss, Magisterarbeit zum Thema “Die Kulturpolitik der Europäischen Union. Handlungsrahmen und Entwicklungsperspektiven am Beispiel des Programms Kultur 2000“ |
| 10/2002-02/2004 | Studentische Hilfskraft im International Office der WWU Münster |
| 04/2002-06/2003 | Tutorin am Philosophischen Seminar der WWU Münster |
| 01/2002-08/2002 | Praktikum im Kulturamt der Stadt Münster, Festival für zeitgenössischen Tanz “5. Internationale Tanzwochen Münster 2002” |
| 09/1999-08/2000 | ERASMUS-Aufenthalt am Institut d’Etudes Politiques de Bordeaux |
| 10/1997-02/2004 | Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Angewandten Kulturwissenschaften – Kultur, Kommunikation und Management an der WWU Münster |
Forschungsinteressen:
- Hochschulpolitik
- Neo-Institutionalismus, Organisationstheorien, Netzwerkanalyse
- Internationalisierung und Europäisierung im Hochschulbereich
Dissertationsthema:
Wahrnehmung und Wirkung der EU-Hochschulpolitik an Universitäten – Europäisierung aus Akteursperspektive
Thema der Arbeit ist die Perzeption, Diffusion und Implementation der hochschulpolitischen Prozesse und Programme der Europäischen Union und der damit verbundenen Modernisierungsagenda an Universitäten. Europäischer hochschulpolitischer Einfluss auf universitärer Ebene ist nur schwer zu bestimmen, da er als äußerer, indirekter Handlungsrahmen nicht problemlos zu trennen ist von anderen handlungsleitenden Einflüssen wie vor allem der national- bzw. regionalstaatlichen hochschulpolitischen Gestaltungsmacht. EU-Hochschulpolitik – und unter „Politik“ werden hier sowohl einzelne Maßnahmen der EU („policies“) als auch die Rolle der EU selbst als Plattform für Kommunikations- und Entscheidungsprozesse („politics“) gefasst - stellt aber in internen Konflikten und Aushandlungssituationen der Hochschule eine Handlungsressource und Arena dar. Leitende Annahme der Arbeit ist, dass individuelle Akteure innerhalb der Universität europäische Politikentscheidungen als strategische und legitimatorische Ressource nutzen bzw. diese aus motivationalen oder strategischen Gründen in unterschiedlichem Maße unterstützen und befördern. Das Ziel der Arbeit besteht entsprechend darin, diese Effekte der Perzeption und Implementation auf der Mikro-Ebene theoretisch zu unterfüttern und im Rahmen einer qualitativen Erhebung sichtbar zu machen.
In der Arbeit wird in einem ersten Schritt ein theoretischer Bezugsrahmen konzeptualisiert, der tragfähig ist, um Verhalten der Akteure auf der Mikroebene der Universität zu erfassen und mit handlungsleitenden Politikentscheidungen und –strategien der Makroebene der Europäischen Union in Beziehung zu setzen. Im Anschluss werden die aus diesem theoretischen Rahmen abgeleiteten Annahmen an drei ausgewählten qualitativen Fallstudien überprüft. Positionierung und Verhalten der untersuchten Universitäten im proklamierten Europäischen Hochschulraum werden beschrieben und Erklärungen für analoge und abweichende Entwicklungen im Vergleich der Fallstudien sowie für den jeweiligen Grad der Europäisierung angeboten. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei als unabhängige Variablen die intraorganisationalen Kommunikations- und Verhandlungsstrukturen und Prozesse an der Universität sowie Motivation, Strategie und Vernetzung der individuellen Akteure auf akademischer und administrativer Ebene, die europäische Hochschulpolitik als Handlungsressource nutzen und umsetzen. Organisationaler Wandel sowie neue Verständnisse und Symbole sind hierbei von besonderem Interesse. Der Schwerpunkt der Analyse bzw. des Untersuchungsergebnisses liegt also auf der Rolle und Verhandlungs- bzw. Implementationsmacht der EU als transnationaler Akteurin, deren Aktionsradius und Effektivität aber aus der Bottom-up-Perspektive betrachtet wird.
Publikationen:
- Zusammen mit Ruth Kamm (2007): Universitäten zwischen europäischer Zusammenarbeit und regionalem Wettbewerb. Internationalisierungsstrategien in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Im Internet veröffentlicht unter: www.wissenschaftsmanagement-online.de
- Dossier Parteien - Die Kleinparteien. In: Schubert, Klaus (Hrsg.), 2007: Das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland, Elektronisches Lehr- und Lernangebot der Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn.
Kontakt
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