Forschungs-Centren

Am Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) forschen rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern. Ein organisatorisches Rückgrat der interdisziplinären Zusammenarbeit am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ stellen drei epochenbezogene Forschungs-Centren dar, die der Einwerbung neuer Forschungsverbünde und als Forum für öffentliche Veranstaltungen, Publikationsreihen und Zeitschriftenredaktionen dienen.

Eng vernetzt ist der Exzellenzcluster mit weiteren Einrichtungen der Westfälische Wilhelms-Universität Münster wie dem Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) und dem Centrum für religionsbezogene Studien (CRS). Ein intensiver Austausch verbindet ihn mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät und der Katholisch-Theologischen Fakultät ebenso wie dem Institut für Jüdische Studien und der Kolleg-Forschergruppe Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik.

Centrum für Religion und Moderne (CRM)

Das Centrum für Religion und Moderne (CRM) ist im Rahmen des Exzellenzclusters entstanden, um dem neuen Schwerpunkt der Religionsforschung in den Rechts- und Sozialwissenschaften der WWU Rechnung zu tragen. Es bündelt und organisiert die rechts- und sozialwissenschaftlichen Forschungen über Religionen in der Moderne.

Centrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (CMF)

Das Centrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (CMF) ist aus der jahrzehntelangen epochenübergreifenden Verbundforschung an der WWU Münster hervorgegangen. Es bietet ein Forum, um die erfolgreiche Kooperation zwischen Mittelalter- und Frühneuzeitspezialisten fortzusetzen und die Epochen vom frühen Mittelalter bis zur Sattelzeit um 1800 auch weiterhin in ihren strukturellen Kontinuitäten zu thematisieren. Zugleich erweitert das CMF die Perspektive in transkultureller Hinsicht und nimmt auch die christlich-islamischen Kontaktzonen sowie den Beitrag unterschiedlicher jüdischer Gemeinschaften zur europäischen und mediterranen Geschichte in den Blick. Das CMF besteht aus zwei Abteilungen, dem Institut für Frühmittelalterforschung und der Abteilung für Frühneuzeitforschung. Am CMF sind die wissenschaftlichen Redaktionen zweier renommierter Fachzeitschriften angesiedelt, die gemeinsam das ganze chronologische Spektrum vom Frühmittelalter bis zur Sattelzeit abdecken: die Frühmittelalterlichen Studien und die Zeitschrift für Historische Forschung.

Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM)

Im Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM) sind sämtliche Altertumswissenschaften der Universität Münster vernetzt. Das Centrum dient der Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Entwicklung neuer Forschungsprojekte und als Forum für öffentliche Veranstaltungen. Im interdisziplinären Masterstudiengang „Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums“ (AKOEM) wird das breite Angebot auch für die Lehre genutzt.

Zentrum für Islamische Theologie (ZIT)

Die Universität Münster hat als eine von drei Hochschulen in Deutschland ein Zentrum für Islamische Studien errichtet. Es entstand in enger Kooperation mit der Universität Osnabrück. Ziel ist die Etablierung der islamischen Theologie als wissenschaftliches Fach an der WWU. Zusätzlich zur schon bestehenden Professur für Islamische Religionspädagogik entstehen folgende Professuren: „Kalam, islamische Philosophie und Mystik“, „Islamisches Recht und islamische Ethik“, „Koran und Koranexegese“ sowie „Prophetische Tradition (Sunna)“. Gefördert wird das Zentrum durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Centrum für religionsbezogene Studien (CRS)

Das 2003 errichtete Centrum für religionsbezogene Studien (CRS) war ein wichtiger Kristallisationskern für den Exzellenzcluster. Es erfüllt drei Funktionen: Erstens dient es der organisatorischen Verankerung religionsbezogener Lehre und Forschung jenseits der Christlich-Theologischen Fakultäten; hier sind Studiengänge für Orthodox-Christliche Theologie, Islamische Religion und Religionspädagogik, Jüdische Studien und Religionswissenschaft angesiedelt. Zweitens stellt es eine Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen religionsbezogenen Fächern und Fachbereichen dar. Drittens dient es als Kontaktstelle zwischen der Religionsforschung und Kirchen und Religionsgemeinschaften.