Arbeitsplattform F:

Transkulturelle Verflechtungen

Der Ausdruck „transkulturelle Verflechtungen“ trägt dem Umstand Rechnung, dass Religionen im Rahmen ihrer Ausbreitung einerseits organisatorische Strukturen, Glaubensinhalte und Praxisformen zirkulieren lassen, während sie sich andererseits in spezifischen kulturellen Lokalitäten etablieren und dabei sowohl sich selbst als auch die Aufnahmegesellschaft verändern und deren politisches System herausfordern.

Die Arbeitsplattform F setzt dem noch immer meist monolithischen und zentralistischen Verständnis von Religionen eine alternative Perspektive entgegen, die Kontaktzonen, Hybridformen, Synkretismen und Grenzüberschreitungen in den Blick nimmt. Aus der Sicht der Peripherien stellen sich vermeintliche Zentren oftmals anders dar, und es wird deutlich, dass Einflussbeziehungen nicht linear verlaufen, sondern komplexe Austauschprozesse sind. Damit werden die vielfältigen Impulse der Postcolonial Studies, des Global-History-Ansatzes sowie der Transkulturalitätsdebatte aufgenommen, diskutiert und projektbezogen weiterentwickelt.


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