Arbeitsplattform H: Kulturelle Ambiguität

Die Arbeitsplattform H geht von der These aus, dass Kulturen sich wesentlich danach unterscheiden lassen, wie sie mit Mehrdeutigkeit, Vagheit, Kontingenz und Widersprüchlichkeit – also mit Ambiguität – umgehen. Die Mitglieder der Arbeitsplattform wollen den Begriff der Ambiguitätstoleranz schärfen und dieses Phänomen sowie seine Bedingungen und Folgen zu einem allgemeinen forschungsleitenden Gesichtspunkt machen.

In der ersten Förderphase des Exzellenzclusters von 2007 bis 2012 wurden der unterschiedliche Umgang mit Ambiguität und seine Folgen exemplarisch mit Blick auf den Islam und die konfessionelle Ambiguität in der Frühen Neuzeit Europas untersucht. In der zweiten Förderphase von 2012 bis 2017 sollen diese exemplarischen Analysen des unterschiedlichen Umgangs mit Ambiguität nun in systematischer, epochen- und disziplinübergreifender Weise fortgeführt und erweitert werden. Es geht darum, Bausteine für eine umfassendere Theorie kultureller Ambiguität zu gewinnen.