„Integrationsdebatte muss versachlicht werden“

Cluster-Wissenschaftler über Politik und Islam in Deutschland

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Politologe Hendrik Meyer

Über Politik und Islam in Deutschland spricht der Politikwissenschaftler Hendrik Meyer vom Exzellenzcluster heute um 16.00 Uhr in der Aula am Aasee, Scharnhorststraße 100. „Die gegenwärtige Debatte um die Integration von Muslimen ist in weiten Teilen emotional aufgeladen und bedarf dringend einer Versachlichung und Differenzierung“, erläutert Meyer. Die Lebensrealität vieler Muslime in Deutschland werde nicht in erster Linie durch ihre Religion, sondern vor allem durch das sozioökonomische Umfeld bestimmt. Daher müssen dem Experten zufolge Integrationsanstrengungen vor allem im Bereich der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik unternommen werden.

„Die Eröffnung der Deutschen Islam Konferenz war eine wichtige symbolische Geste gegenüber den Muslimen in Deutschland“, betont Meyer. Die Aufgabe des Gremiums sei es nun, für die Integrationsprobleme möglichst konkrete und pragmatische Lösungen zu finden. Generell sei der Islam in Deutschland eine „Übungsstrecke“ für den Umgang mit sozialer, ethnischer oder religiöser Vielfalt, so der Forscher. Nach Ansicht des Wissenschaftlers müssen sich zukünftige Themen moderner Gesellschaften mit der politischen Bewältigung von Vielfalt und Differenz befassen. Der Vortrag ist Teil der öffentlichen Ringvorlesung „Fremd(e) – Interdisziplinäre Begegnungen“, die die Kontaktstelle Studium im Alter organisiert. (frö)


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