„Gewohnheit. Gebot. Gesetz“

Interdisziplinärer Band über Normativität in Geschichte und Gegenwart

Buchcover
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© Mohr Siebeck

Mit Normativität in Geschichte und Gegenwart befasst sich ein Band des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Uni Münster, den die Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Nils Jansen und Prof. Dr. Peter Oestmann herausgegeben haben. Der Band „Gewohnheit. Gebot. Gesetz“ aus dem Verlag Mohr Siebeck geht zurück auf die gleichnamige Ringvorlesung des Exzellenzclusters im Sommersemester 2010. Das Buch bietet eine fachübergreifende, studentenorientierte Einführung in den Fragenkreis der Normativität und führt damit die weitgehend unverbundenen Fachdiskurse von Historikern, Juristen, Theologen und Philosophen zusammen.

Die dreizehn Beiträge des Bandes wollen auch Lesern, die nicht mit den Untiefen der jeweiligen Fachdiskussionen vertrauten sind, einen Überblick über die Kernprobleme der gegenwärtigen Debatten vermitteln. Die Beiträge sind in einen historisch-deskriptiven sowie einen systematischen, normativ angelegten Teil gegliedert. Die ersten acht Vorlesungen beschäftigen sich mit der Genese von Normativität. Im historischen Zugriff behandeln sie die spezifischen Normativitätsvorstellungen vergangener Epochen, vom alten Israel über das europäische und islamische Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Im zweiten Teil geht es in fünf Beiträgen aus systematischer Perspektive um die Begründung bzw. Geltung von rechtlichen und moralischen Geboten sowie theologischen Glaubenssätzen unter den Bedingungen moderner Gesellschaften. (Mohr Siebeck/ill)


Hinweis: Jansen, Nils/ Oestmann, Peter (Hgg.): Gewohnheit. Gebot. Gesetz. Normativität in Geschichte und Gegenwart: eine Einführung, Tübingen: Mohr Siebeck 2011, 366 Seiten, ISBN 978-3-16-150911-7, 29,00 € (mit Beiträgen von Gerd Althoff, Thomas Bauer, Ulrich Berges, Matthias Casper, Thomas Gutmann, Nils Jansen, Peter Oestmann, Perry Schmidt-Leukel, Ludwig Siep, Sita Steckel und Christian Walter).