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Pressemitteilung upm
Prof. Dr. Dietrich Börner wird 65 Direktor des
Instituts für Unternehmensrechnung und -besteuerung
Münster (upm), 24. August 1998
Prof. Dr. Dietrich Börner, Direktor des Instituts für Unternehmensrechnung
und -besteuerung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wird am 26. August 65
Jahre alt. Anfang September wird der Hochschullehrer, der seit 1971 an der
Universität Münster lehrt und forscht und von 1975 bis 1985 zehn Jahre
Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission für die Studienreform im Land
Nordrhein-Westfalen war, emeritiert.
Geboren in Saarbrücken, besuchte er in seiner Heimatstadt die Schule und
studierte von 1953 bis 1957 das Fach Betriebswirtschaftslehre. Nach einer kurzen
Assistentenzeit an der Universität Saarbrücken wechselte er 1958 an die
Universität München, wo er 1961 mit einer Arbeit zum "Direct Costing als
System der Kostenrechnung" promoviert wurde. 1966 habilitierte er sich, ebenfalls in
München, mit einem Beitrag zur Theorie des Rechnungswesens für das Fach
Betriebswirtschaftslehre. Die Tätigkeit als Universitätsdozent in
München war nur von kurzer Dauer, da Dietrich Börner bereits 1967 einen
Ruf auf eine betriebswirtschaftliche Professur an der neu gegründeten
Universität Regensburg annahm. Von hier ging er 1971 an die Universität
Münster, wo er seitdem an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät das
Institut für Unternehmensrechnung und -besteuerung leitet.
Aus der Fülle seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen und der Breite
seiner Forschungsarbeiten lassen sich einige Schwerpunkte herauskristallisieren:
Zunächst beschäftigte er sich vorrangig mit Fragen des internen
Rechnungswesens. Nach der Übernahme des Lehrstuhls in Münster
verlagerte sich sein Interesse auf die externe Rechnungslegung, ohne daß die
Arbeiten an der Kostenrechnung völlig aufgegeben wurden. Die Aufgabenstellung
des münsterschen Instituts und der enge fachliche Zusammenhang zwischen
handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Rechnungslegung führte zur tieferen
Beschäftigung mit der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre. Hieraus ergaben sich
mehrer Veröffentlichungen zur Bilanzpolitik, insbesondere zur Steuerbilanzpolitik.
Ein weiteres Forschungsgebiet von Prof. Börner bezieht sich auf
arbeitnehmerbezogene Fragestellungen, wie auch seine Mitarbeit im
Vermögenspolitischen Arbeitskreis in Münster und dem Arbeitskreis
Vermögensbildung beim Institut Finanzen und Steuern in Bonn zeigt.
Besondere Verdienste hat sich Prof. Börner in der akademischen
Selbstverwaltung und im Bereich der Studienreform erworben, für die er 1987 das
Bundesverdienskreuz erhielt. So war er von 1974 bis 1987 Mitglied und von 1975 bis
1985 Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission für die Studienreform in
Nordrhein-Westfalen. Von 1987 bis 1996 war er Vorstandsmitglied und von 1989 bis
1993 Vorsitzender des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultätentages.
Nach der deutschen Wiedervereinigung engagierte sich Prof. Börner bei der
Integration der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der ostdeutschen
Universitäten in das gesamtdeutsche Hochschulsystem. Von 1992 bis 1994 war er
Gründungsdekan der Staatlichen Handelshochschule Leipzig.
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