Häufige Fragen zur Wahl des neuen Rektors/ der neuen Rektorin

Der Senatsvorsitzende Prof. Dr. Georg Peters hat den Senat am Mittwoch (3.2.) darüber informiert, dass die Findungskommission Prof. Dr. Johannes Wessels (Institut für Kernphysik) zum Kandidaten für das Amt des Rektors nominiert hat. Zur Wahl kommt die Hochschulversammlung am 7. April zusammen. Die Pressestelle hat für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zur Rektorenwahl zusammengestellt.

  • Wer konnte sich auf das Amt des Rektors / der Rektorin bewerben?

    Die Stelle wurde öffentlich ausgeschrieben. Bis zum 15. November 2015 konnten sich geeignete Personen aus der Universität und von extern bewerben.

  • Welche Aufgaben hatte die Findungskommission?

    Die Findungskommission hat den Ausschreibungstext beschlossen, die Bewerbungen bewertet und der Hochschulwahlversammlung einen Vorschlag gemacht. Die Findungskommission setzte sich paritätisch aus jeweils fünf Mitgliedern des Hochschulrats und des Senats zusammen.

  • Welchen Einfluss hatte die Findungskommission auf die Bewerbungen?

    Die Findungskommission konnte Kandidaten zur Bewerbung auffordern, sowohl unmittelbar vor als auch nach Veröffentlichung der Ausschreibung. Sie hat Gespräche mit mehreren Bewerbern geführt.

  • Inwiefern unterscheidet sich dieses Wahlverfahren von früheren Verfahren?

    Diese Rektoratswahl erfolgt erstmals nach dem neuen, 2014 verabschiedeten nordrhein-westfälischen Hochschulzukunftsgesetz durch die Hochschulwahlversammlung. Früher wurde der Rektor oder die Rektorin vom Hochschulrat gewählt und anschließend vom Senat bestätigt. Die Hochschulwahlversammlung findet am 7. April in der Schloss-Aula statt.

  • Wer ist Mitglied der Hochschulwahlversammlung?

    Die Hochschulwahlversammlung besteht zur einen Hälfte aus allen Mitgliedern des Senats und zur anderen Hälfte aus allen Mitgliedern des WWU-Hochschulrats. Stimmberechtigt sind allerdings nur die 23 gewählten Senats-Mitglieder sowie die fünf externen Mitglieder des Hochschulrats. Das 2014 verabschiedete nordrhein-westfälische Hochschulzukunftsgesetz schreibt vor, dass die Stimmen der beiden Hälften im gleichen Verhältnis zueinander stehen müssen. Um Stimmenparität herzustellen, werden die Stimmen der stimmberechtigten Mitglieder des Hochschulrats daher mit dem Faktor 23 gewichtet, die der Senatsmitglieder mit dem Faktor 5. Durch den Senat sind Vertreterinnen und Vertreter von vier Gruppen an der Wahl beteiligt: Hochschullehrer/innen, akademische Mitarbeiter/innen, Mitarbeiter/innen aus Technik und Verwaltung sowie Studierende.

    Daneben gibt es nicht-stimmberechtigte Mitglieder der Hochschulwahlversammlung: Dies sind die nicht-stimmberechtigten Mitglieder des Senats: die Dekaninnen und Dekane, die Vorsitzenden des wissenschaftlichen und des nicht-wissenschaftlichen Personalrats, die Gleichstellungsbeauftragte, die Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen, die Beauftragte des Senats für die Belange von Studierenden mit Behinderung, die Rektoratsmitglieder und der Vorsitzende des AStA. Nicht stimmberechtigte Mitglieder der HWV sind auch die drei internen Mitglieder des Hochschulrats.

  • Wie verläuft die Sitzung der Hochschulwahlversammlung bei der Wahl?

    Zunächst präsentiert sich der Kandidat der Hochschulwahlversammlung und beantwortet deren Fragen. Danach erfolgt eine Aussprache im Gremium. Anschließend findet die Wahl statt.

  • Wie gestaltet sich das Wahlverfahren?

    Das Hochschulgesetz und die Universitätsverfassung sehen ein Wahlverfahren vor, das bis zu drei Wahlgängen umfassen kann: Wird im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, kann die Hochschulwahlversammlung beschließen, dass bis zu zwei weitere Wahlgänge stattfinden. Sie kann es aber nach dem ersten Wahlgang auch bei der ablehnenden Entscheidung belassen und von weiteren Wahlgängen absehen. Gewählt ist, wer die Mehrheit der Stimmen im gesamten Gremium und gleichzeitig die Mehrheit der Stimmen in den beiden Teilen, also Senat und Hochschulrat, erzielt.

  • Was passiert, wenn die Hochschulwahlversammlung den Kandidaten/die Kandidatin ablehnt?

    In diesem Fall würde die Angelegenheit wieder an die Findungskommission zurückgehen.

  • Für welchen Zeitraum wird der neue Rektor gewählt?

    Die erste Amtszeit beträgt sechs Jahre, eine Wiederwahl ist zulässig. Der neue Rektor tritt sein Amt am 1. Oktober 2016 an.

  • Wer ernennt den neuen Rektor?

    Die Bestellung oder Ernennung erfolgt durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung.

  • Warum haben sich die Kandidaten zuvor nicht der Öffentlichkeit vorgestellt?

    Bei der Rektoratswahl gibt es keinen öffentlichen Wahlkampf. Die Findungskommission behandelt die Bewerbungen streng vertraulich. Sie macht der Hochschulwahlversammlung einen bzw. mehrere Vorschläge und lässt den Mitgliedern der Versammlung rechtzeitig vor der Sitzung alle notwendigen Unterlagen zukommen. Bis zur Sitzung ist der Vorschlag vertraulich zu behandeln.

  • Ist die Sitzung der Hochschulwahlversammlung öffentlich?

    Ja. Jedoch sieht das Hochschulgesetz vor, dass das Gremium auf der Grundlage einer von der Hochschulwahlversammlung zu beschließenden Geschäftsordnung entscheiden kann, die Vorstellung der Bewerber/innen und die folgende Aussprache nicht-öffentlich abzuhalten.