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Westfälische
Wilhelms-Universität |
Zielsetzung
Die Sammlung dient in erster Linie der Lehre und Forschung im Archäologischen Seminar der Universität. Sie bildet neben Bibliothek, Foto- und Diabeständen den unverzichtbaren Bereich der Dokumentation. In exemplarischer Form ermöglicht sie in Lehrveranstaltungen wie in eigenem Studium den unmittelbaren Umgang mit dem Forschungsgegenstand der Archäologie, mit den Fakten wie mit den Methoden der Einordnung und der Deutung. Nur Abgüsse bieten einen unverfälschten nur an Originalwerken können Untersuchungen zu Material und Technik wie zur Gestaltung beispielhaft entwickelt werden. Entsprechend ist bei Eigenerwerbungen die Aussagefähigkeit des Objektes höher veranschlagt worden als der Erhaltungszustand Qualität ist vielfach nur im Fragment vertreten. Hierin wie in der bewußten Verbindung von Original und Abguß dokumentiert sich der Charakter der Lehrsammlung.Zur Beherrschung des Fachgebietes gehört für den Archäologen auch die Fähigkeit zu seiner Vermittlung. Mit der Sammlung können Fragen der Ausstellungsgestaltung und -didaktik geprobt, in Führungen von Angehörigen anderer Fachrichtungen wie von weiteren Interessentengruppen können die Fähigkeiten zur Übermittlung erworbenen Wissens geübt werden. Dies wird inzwischen von Studenten weitgehend selbständig wahrgenommen.
Einer interessierten Öffentlichkeit Einblick in Gegenstand, Arbeitsweise und Ergebnisse der Klassischen Archäologie zu vermitteln, ist ein zusätzliches wichtiges Anliegen des Museums. Obwohl die Sammlung seit 1967 regelmäßig öffentlich zugänglich ist, schränken Raum- und Personalprobleme die Möglichkeiten von Präsentation und Öffnung noch ein. Neben Sonderführungen, Mitwirkungen an Projekttagen oder einer Schulausstellung (Gelsenkirchen-Buer 1991) hat sich das Museum mehrmals an den Ferienprogrammen des Jugendamtes der Stadt Münster beteiligt. Zum Stadtjubiläum 1993 ist eine Dokumentation zur Antikenliebhaberei und zum Antikenstudium in Münster vorgelegt worden. Wissenschaftsgeschichtliche Darstellungen zu unterschiedlichen Themenstellungen versuchten den heutigen Zugang zur Antike durch das historische Beispiel zu erleichtern. Regelmäßig finden sonntags Vorträge zu Objekten des Museums bzw. zu Fragestellungen aus der Antike statt bei jeweils monatlich wechselnden Themenstellungen.
Die Erschließung antiker Objekte in öffentlichem wie privatem Besitz innerhalb der Region durch Publikationen wie durch Ausstellungen wird als Erweiterung der Museumstätigkeit verstanden.
Weitere Informationen finden Sie unter den Stichworten: