Batterie dünner als ein Haar
Physikerin Susann Nowak erhält "Infineon-Master-Award" für beste Diplomarbeit
Münster (upm), 31. Januar 2013
Susann Nowak
Der "Infineon-Master-Award" geht in diesem Wintersemester an Susann Nowak. Die Physikerin wird damit für ihre Diplomarbeit ausgezeichnet, die sie bei Prof. Dr. Guido Schmitz am Institut für Materialphysik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) geschrieben hat. Der Fachbereich Physik der WWU und die Infineon AG, Warstein, verleihen die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung jeweils für die herausragende Examensarbeit eines Semesters.
Susann Nowak hat Lithium-Ionen-Batterien von nur einigen Hundert Nanometern Dicke hergestellt und untersucht. Dazu hat sie ein spezielles Beschichtungsverfahren eingesetzt, das sogenannte Ionenstrahl-Sputterverfahren. Dabei wird eine dünne Schicht des Feststoff-Elektrolyten Lithiumoxidnitrat ("LiPON") zwischen zwei metallische Schichten aufgebracht. Die für eine funktionsfähige Batterie nötigen Elektroden entstehen anschließend durch Reaktionen zwischen LiPON und dem jeweiligen Metall. Eine so hergestellte, funktionsfähige Lithium-Ionen-Batterie besitzt lediglich die Dicke eines Zwanzigstel des menschlichen Haares und stellt möglicherweise in Zukunft eine Alternative zu herkömmlichen auf flüssigen Elektrolyten basierenden Lithium-Ionen-Batterien dar.
Der "Infineon-Master-Award" wird am Freitag, 1. Februar, um 15 Uhr im Hörsaal HS2 während der Promotionsfeier des Fachbereichs Physik überreicht.
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