Gottesurteil in der Apostelgeschichte
Humboldt-Stipendiat am Neutestamentlichen Seminar lädt zum Vortrag ein
Münster (upm), 03. November 2009
Prof. Dr. James Albert Harrill
Am Neutestamentlichen Seminar der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster ist in diesem Herbst Prof. Dr. James Albert Harrill von der „Indiana University" in Bloomington, USA, als Humboldt-Stipendiat zu Gast. Eine Möglichkeit zum Einblick in seine derzeitigen Forschungen bietet ein Vortrag am Dienstag, 10. November 2009, zum Thema „Gottesurteil gegen Hananias und Saphira (Apostelgeschichte 5,1-11) - Eine Standardszene um Meineid und Tod." Beginn ist um 16.15 Uhr im Raum 005 im Institutsgebäude an der Universitätsstraße 13-17.
Der Neutestamentler, der in Bloomington zudem bei den Historikern, Altphilologen und Judaisten lehrt, hat insbesondere mit Veröffentlichungen zu den sozialen und ethischen Dimensionen der Sklaverei im Neuen Testament und im frühen Christentum Wertvolles zur Erforschung des soziokulturellen Hintergrunds der ersten christlichen Gemeinden beigetragen. Sein Forschungsgebiet erstreckt sich auch auf das Judentum des Zweiten Tempels, die Religionen des antiken Mittelmeerraums und römische Sozialgeschichte sowie auf allgemeine Religionsgeschichte.
Zu den Voraussetzungen seiner exegetischen Arbeit gehört für Harrill insbesondere das interdisziplinäre Arbeiten: „Mir geht es nicht darum, das frühe Christentum von der klassischen Kultur zu trennen und die beiden ‚sozialen Welten' hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu vergleichen. Ich erforsche das frühe Christentum als verwurzelt in der griechisch-römischen Welt und untrennbar mit dieser verbunden."
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