Point of View - Egmond aan Zee
Werke von Claus-Ulrich Siebe | |
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Egmond aan Zee, ein Ort mit hohem Wiedererkennungswert, eine unverwechselbare Küstenlandschaft, ein Motiv, verewigt auf unzähligen Schnappschüssen und Postkarten. Das Bild vom Meer, in der Entzauberung der menschlichen Erfahrungswelt. Projektionsraum von Freiheit und Poesie, wie von privaten oder ökologischen Desastern und wirtschaftlicher Ausbeutung. Ein so besetztes Motiv stellt sich zum einen grundsätzlich zur Disposition, zum anderen bietet es die Chance, Wege zu neuen unspektakulären Standpunkten zu begehen. Dokumentarisches, Biografisches und Fiktives bilden das Material für die Inszenierung der Bilderwelt im Projekt der Streifenbilder des Künstlers Claus-Ulrich Siebe. Seine Werke sind in einer Ausstellung mit dem Titel "Point of View" im Haus der Niederlande zu sehen. Die Ausstellung läuft vom 16. Juli bis zum 20. August. Der Künstler Claus-Ulrich Siebe verwendet sogenannte "Streifenbilder", die nur einen Ausschnitt aus dem Gesehenen zeigen und im Zusammenspiel von Fotografie, Malerei und Objektkunst neue Blickwinkel auf Altbekanntes eröffnen. Obwohl die Bilder in der Rezeption zusammenwirken, ist jeder Bildstreifen letztlich eigenständig mit seinen Zitaten und Anspielungen. Zusammengefügt aus vielen malerischen Details, wird die Darstellung zu einzelnen Ansichten verdichtet. In einer Performance nebeneinander gestellter Beobachtersituationen entstehen optische Bildschwerpunkte die nicht zwangsläufig dem natürlichen Blick entsprechen. Obwohl die Bilder in der Rezeption zusammenwirken, ist jeder Bildstreifen letztlich eigenständig mit seinen Zitaten und Anspielungen. Zu sehen ist jedoch keineswegs das, was einem dokumentarischen Abbild der Realität entspricht. Tagesrandzeiten, Licht und Abwesenheit von Licht bilden die formale Klammer bei diesen Arbeiten. Lichtsituationen, die mehr verbergen als freigeben, werden als optische Grenzerfahrung in der Reduktion des Bildgegenstandes weiter radikalisiert. Im Schnittpunkt zwischen Fotografie, Malerei und Objekt bilden die Arbeiten in ständigen Grenzüberschreitungen einen Illusionsraum im realen Raum. Es ist das Konzept der „Präsenz“, das den Unterschied zu anderen Bildformen markiert. | |
Weitere Infos zur Veranstaltung | |
| Rubrik: | Ausstellungen |
| Zeitraum: | 16.07.-20.08.2012, 12 Uhr - 18 Uhr |
| Ort: | Haus der Niederlande Alter Steinweg 6/7 Münster |
| Eintritt: | frei |
| Anmeldung: | nicht erforderlich |
| Veranstalter/ Kontakt: |
Haus der Niederlande
Alter Steinweg 6/7
geeraed@uni-muenster.de48143 Münster 0251/83 28513 |
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