Kannten Sie die Antwort?

Harold Garfinkel ist ein US-amerikanischer Soziologe. Vor allem in den 1960er Jahren erregten Garfinkels Experimente einiges an Aufsehen in der amerikanischen Gesellschaft. In diesen Versuchen ließ er seine Studenten meist kulturelle Regeln brechen, die normalerweise stillschweigend befolgt werden. So bedienten sich seine Studierenden im Supermarkt beispielsweise aus den Einkaufskörben anderer Kunden, anstatt die Waren aus den Regalen zu nehmen. Noch heute wird in den USA deshalb von "garfinkeln" gesprochen, wenn die Regeln alltäglicher Interaktion gebrochen werden. Garfinkel gilt als Begründer der sogenannten Ethnomethodologie. Diese besagt, dass Menschen ihre sozialen Rollen, Regeln oder Normen in alltäglichen Routinen aushandeln. Sprache und Tun sind also immer in einem situativen Kontext eingebettet und werden durch diesen sinnhaft.

Prof. Dr. Matthias Grundmann, Institut für Soziologie

Und hier noch einmal die Frage:

Namhaft

Was ist gemeint, wenn in den USA von "garfinkeln" gesprochen wird?

Foto: manun / photocase.com
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Foto: WWU Münster - Dada Petrole