Stellenausschreibung

In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkolleg Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt ist zum 1. April 2018


eine Stelle für Doktorandinnen oder Doktoranden


zu besetzen.

Die Stelle ist auf drei Jahre bis zum 31.03.2021 befristet und umfasst 65% der regelmäßigen Arbeitszeit. Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe TV-L E13.

Das Graduiertenkolleg erforscht, wie unter den Bedingungen neuer Formen medial vermittelter Kommu-nikation Vertrauen entwickelt und aufrechterhalten werden kann. In dem interdisziplinär angelegten Kolleg kooperieren Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler aus der Kommunikationswissenschaft, Psy-chologie, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft und der Sportwissenschaft. Die Betreuung der Kolle-giatinnen/Kollegiaten erfolgt in der Regel durch ein fächerübergreifendes Betreuungsteam. Im Fokus des Kollegs stehen Vertrauensprobleme in den Untersuchungsbereichen Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport; die von den Kollegiatinnen/Kollegiaten bearbeiteten Projekte können auf den Analyseebenen von Individuen, Organisationen und Öffentlichkeit angelegt sein. Ziel des Kollegs ist es, neben empiri-schen Befunden auch neue methodische Einsichten zu gewinnen und die Vertrauensforschung theore-tisch zu fundieren.

Das Forschungsvorhaben der ausgeschriebenen Stelle ist im Bereich Kommunikationswissenschaft/Online-Kommunikation (Prof. Dr. Thorsten Quandt) angesiedelt. Bei dem Thema des ausge-schriebenen Promotionsprojekts handelt es sich um einen Vorschlag, der mit den Betreuenden bespro-chen und gemeinsam ausgestaltet werden soll:


Risiken und Potenziale (hoch)immersiver Medien / virtueller Welten.


Die Promotion soll sich inhaltlich mit Herausforderungen von Handeln und Interaktionen in VR-Umgebungen oder hochimmersiven Online-Welten auseinandersetzen. Hier stellen sich unterschiedli-che Fragen des Vertrauens in Wahrnehmungsprozesse und soziale Interaktionen, die unter Bedingungen von (Teil-) Virtualisierung stattfinden. Spezifischere Fokussierungen sind möglich, z.B.: Handlungs- und Interaktionsrisiken in Virtual Reality Umgebungen (wie z.B. (sexuelle) Belästigung in VR-Chaträumen), Prozesse der Vertrauens- und Beziehungsbildung in virtuellen (Spiele-) Welten, Veränderungen der Selbst- und Fremdwahrnehmung durch immersive Medien, Konsequenzen exzessiver Nutzungsweisen von VR-Angeboten. Je nach thematischer und methodischer Ausgestaltung besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Dissertationsvorhabens auf Laborressourcen (VR/GameLab) des Arbeitsbereiches zurückzugreifen.
Alternative Themenvorschläge für das Dissertationsprojekt, die sich im Themenspektrum des Kollegs und der Kommunikationswissenschaft bewegen, sind prinzipiell möglich.

Weitere Informationen zum Forschungs- und Studienprogramm des Kollegs finden Sie unter www.uni-muenster.de/GK-Vertrauen-Kommunikation

Bewerbungsvoraussetzungen
Die künftige Kollegiatin /der künftige Kollegiat sollte durch ihr/sein Studium (möglichst in einem der oben genannten Fächer) ein zum Forschungsprogramm des Kollegs passendes Profil aufweisen und mit empirischen Erhebungs- und Auswertungsverfahren vertraut sein. Aus dem Studienverlauf und einem Motivationsschreiben sollte erkennbar werden, in welcher Hinsicht sie/er Grundlagen für eine vertiefen-de Forschung zum Themenfeld des Kollegs mitbringt.

Bewerbungsunterlagen
Bitte reichen Sie neben den üblichen Unterlagen mit Ihrer Bewerbung ein Motivationsschreiben und ein 3-5seitiges Exposé zum geplanten Dissertationsprojekt ein. Aus dem Motivationsschreiben soll erkenn-bar werden, welche inhaltlichen Bezüge zum Dachthema des Kollegs und zum hier ausgeschriebenen Forschungsprojekt vorliegen, welche persönlichen und wissenschaftlichen Ziele verfolgt werden und warum eine Aufnahme in das Kolleg angestrebt wird.

Die WWU Münster tritt für die Geschlechtergerechtigkeit ein und strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht; Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Aussagekräftige Bewerbungen schicken Sie bitte per Mail bis zum 29.12.2017 an den Sprecher des Graduiertenkollegs,

Prof. Dr. Bernd Blöbaum
Institut für Kommunikationswissenschaft
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Bispinghof 9-14
48143 Münster
bloebaum@uni-muenster.de

Bei Fragen zur Ausschreibung wenden Sie sich bitte an den Koordinator des Kollegs, Dr. Christian Wien-cierz (Tel. 0251 83-22678; Mail: christian.wiencierz@uni-muenster.de).

Bei inhaltlichen Fragen (z.B. zu den Promotionsthemen und der Erstellung Ihres Exposés) wenden Sie sich bitte direkt an den vorgesehenen Betreuer, Prof. Dr. Thorsten Quandt (Tel. 0251 83-23002; Mail: thorsten.quandt@uni-muenster.de).