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Westfälische Wilhelms-Universität
Münster
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| Institut für Evolution und Ökologie der Tiere Hüfferstr. 1 48143 Münster Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. Nico Michiels |
Tel. (0251) 83-21027
Fax: (0251) 83-24668 e-mail: evolecol@uni-muenster.de www: http://www.uni-muenster.de/biologie/evoeco |
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Forschungsschwerpunkte 2001 - 2002 Fachbereich 13 - Biologie
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Stoffhaushalt und Stoffumsetzungen in Fließgewässern
Die Bedeutung von grobpartikulärer organischer Substanz im Stoffkreislauf von
Fließgewässern: Totholz ist eine über viele Jahre verfügbare Energiequelle in
Gewässerökosystemen, dennoch liegen über den Dekompositionsverlauf wenig
Informationen vor. Untersuchungen beschäftigen sich mit der Veränderung von Holzparametern,
der Biofilmentwicklung und der Makrozoobenthosbesiedlung im Verlauf des Totholzabbaus.
Die Bedeutung der Sedimente für den Stoffhaushalt kleiner Fließgewässer: Das
hyporheische Interstitial, das Lückensystem fluvialer Sedimente, ist Lebensraum vieler aquatischer
Organismen und ein wichtiges Teilkompartiment für Stoffumsetzungen in Fließgewässern.
In diesem Projekt werden Methoden und Apparaturen zur Beprobung der für Stoffumsetzungen
wichtigen Parameter und zur Erfassung von Sedimentumlagerungen entwickelt. Untersuchung und
Visualisierung von Sedimentstrukturen sind weitere Arbeitsgebiete.
Nahrungsnetzstruktur und Energiefluss in kleinen Fließgewässern: Über die
quantitative Erfassung einer Vielzahl von abiotischen und biotischen Systemkomponenten auf
unterschiedlichen trophischen Niveaus und die Erfassung von Prozessen (Primärproduktion, Respiration,
Sekundärproduktion) werden die Struktur von Nahrungsnetzen sowie die Wechselwirkungen zwischen
den einzelnen funktionellen Gruppen beschrieben. Die Untersuchungsgewässer liegen im
Südschwarzwald (Typ Mittelgebirgsbach) und in Norddeutschland (Typ Tieflandbach).
Modellierung des Metabolismus eines Fließgewässers und seine Interaktion mit der
benthischen Makroinvertebratenfauna: An einem ausgewählten Fließgewässer der
Ostkordilleren Kolumbiens, welches als Modellsystem dient, werden metabolische Prozesse morphologisch
definierter Teilhabitate untersucht. Die relative Größe und das Zusammenwirken dieser Prozesse
sind charakteristisch für den Gewässertyp, welcher seinerseits die Folge übergeordneter
Faktoren ist. Es werden Erfassungsmethoden ausgearbeitet, die auf andere Gewässertypen
übertragbar sein sollen. Auf der Basis der an dem Modellgewässer gewonnenen Ergebnisse soll
unter Verwendung neuerer mathematischer Verfahren die Dynamik der metabolischen Prozesse und deren
Einfluss auf die Biodiversität modelliert werden. Die Thematik wird im Rahmen einer Dissertation an
der Universidad Nacional verfolgt.
Vergleichende Untersuchung der Habitatstruktur und metabolischer Prozesse an zwei Flüssen des
ostrussischen Tieflandes: Die im Rahmen eines jungen Kooperationsprojektes untersuchten
Fießgewässer im ostrussischen Tiefland entsprechen die aufgrund ihrer geomorphologischen und
ökologischen Eigenarten dem Naturzustand der Bäche und Flüsse Norddeutschlands zu
vorgeschichtlicher Zeit. Die Untersuchungen dort werden vergleichend mit den entsprechenden
Untersuchungen an norddeutschen Fließgewässern verglichen.
Typologie der andiner Fließgewässer Cundinamarcas (Kolumbien): Das neue
Forschungsprojekt im Rahmen einer langjährigen Kooperation zielt auf eine Typologie für
Flüsse der Nordanden. Diese sollen durch ein Informationsmuster identifiziert werden, das sich aus
übergeordneten Prozessen und Strukturen zusammensetzt. In Zusammenarbeit mit staatlichen
Umweltbehörden und der Regierung des Bundesstaates Cundinamarca, Kolumbien, werden
geomorphologische, hydrologische, meteorologische und biologische Daten sowie die Landnutzung in
Flusseinzugsgebieten statistisch ausgewertet und in geographischen Infomationssystemen visualisiert.
Drittmittelgeber: Beteiligte Wissenschaftler: Veröffentlichungen: |
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