Mein Forschungsschwerpunkt ist die Psycholinguistik. Hier interessiert mich insbesondere die Verarbeitung morphologisch komplexer Wörter, also Wörter wie "Postamt", "Schneebesen", "Frauenzimmer" in der Sprachproduktion und dem Sprachverständnis. Phonologische und auch semantische Verarbeitung, hier stehen wieder morphologisch komplexe Wörter im Vordergrund, sind weitere meiner Interessensgebiete. Die Verarbeitung von Gesichtern, gestört wie z.B. im Fall einer Prosopagnosie oder unbeeinträchtigt, bildet einen weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit.

In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Sozialpsychologie untersuche ich Simulationsprozesse bei In- und Outgroupmitgliedern. Mit dem Institut für Biomagnetismus und Biosignalanalyse betreue ich Abschlussarbeiten, im Wesentlichen, zur Verarbeitung von Gesichtern. Hier stehen die Verarbeitung emotionaler Ausdrücke, die Beeinflussung der Verarbeitung durch tDCS und die Gruppenzugeghörigkeit aufgrund visueller Merkmale im Vordergrund. Abschlussarbeiten, hautpsächlich zur aufgrund von limbischer Enzephalitis gestörten Verarbeitung von Gesichtern, werden in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Psychologie und Systemneurowissenschaften durchgeführt.

Reaktionszeiten bilden in den meisten Fällen die relevante abhängige Variable in meinen Untersuchungen. Augenbewegungen, meistens first fixation duration und gaze duration, sowie ERPs ergänzen die RT-Analysen oder ersetzen sie seit einiger Zeit immer mehr.

Neben meiner Lehr- und Forschungstätigkeit bin ich Bibliotheksbeauftragte des Fachs Psychologie sowie der Beauftragte für den M. Sc. Psychologie.

 
  • Vita

    Akademische Ausbildung

    seit
    apl. Professur WWU Münster
    -
    Habilitation WWU Münster
    -
    MPI for Psycholinguistics Nijmegen, The Netherlands Promotion FU Berlin
    -
    Diplom-Psychologe
    -
    Diplom-Biologie

    Beruflicher Werdegang

    seit
    apl. Professor, WWU Münster
    -
    wissenschaftlicher Mitarbeiter, WWU Münster
    -
    wissenschaftlicher Assistent, WWU Münster
    -
    wissenschaftlicher Mitarbeiter, WWU Münster
    -
    wissenschaftlicher Mitarbeiter, MPI Nijmegen, Niederlande

    Mitgliedschaften und Aktivitäten in Gremien

    seit
    Otto Creutzfeldt Center for Cognitive and Behavioral Science
    seit
    Deutsche Gesellschaft für Psychologie
    seit
    European Society of Cognitive Psychology
    seit
    Psychonomic Society
  • Dissertationen

    Amsellem, SherlleyDie Rolle von Kongruenz bei der subjektiven Erfahrung essens-ähnlicher Objekte
    Marusch, TinaSprachproduktion flektierter Verben in gesunden und beeinträchtigten erwachsenen deutschen und englischen Muttersprachlern.
    Forthmann, BorisDivergent thinking and cognitive processes: Task characteristics, strategies, and scoring issues
    Thelen, KatrinDer Kasuserwerb bei typisch entwickelten Kindern und Kindern mit Sprachentwicklungsstörung
    Feldker, KatharinaNeuronale Korrelate krankheitsbezogener Verarbeitung bei Panikstörung
    Heitmann, Carina Yvonne Neuronale Korrelate kranksheitbezogener Verarbeitung bei sozialer Angst
    Geukes, SebastianÜber die notwendigen Bedingungen für das Lernen neuer Wörter und ihrer Bedeutung: Verhaltens- und ereigniskorrelierte Studien
    Huiyan LinModulation von Erwartungskongruenz von Gesichtsausdrücken: Elektrophysiologische Studien
    Lindner, ChristianAutomatic processing of facial affect in schizophrenia and its relationship to socio-emotional negative symptoms.
    Bronk, MariaUnterscheidet sich die Verarbeitung morphologisch komplexer Wörter von der Verarbeitung einfacher Wörter und entsteht dadurch ein Vorteil für komplexe Wörter
    Kürten, JuliaEinfluss des BDNF-Val66Met-Polymorphismus auf synaptische Plastizität und Gedächtnis
    Rösser, NinaVerbesserung von motorischem Lernen durch Levodopa bei chronischen Schlaganfallpatienten
    Jorschick, Annett, B.Speech variation in German and Dutch and its consequences for underspecified representation
    Böhl, AndreaGerman compounds in language comprehension and production
    Runde, AnneDie Rolle externer Repräsentationen in der netzgestützten Arzt-Patienten-Kommunikation