Abmeldeverfahren

Die Prüfungsordnungen der WWU sehen vor, dass Studierende von einer Prüfungsleistung, zu der sie sich angemeldet haben, aus „triftigem Grund“ wieder zurücktreten können, wenn sich nach Ablauf der An- und Abmeldefrist herausstellt, dass die Studierende/der Studierende an der entsprechenden Prüfung nicht teilnehmen kann. Folge eines solchen Rücktritts aus „triftigem Grund“ ist, dass die Studierende/der Studierende so behandelt wird, als habe sie/er sich für die betreffende Prüfungsleistung gar nicht angemeldet. Liegt hingegen kein „triftiger Grund“ für den Rücktritt vor, so gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet.

Um eine Gleichbehandlung aller Studierenden zu gewährleisten, werden im Folgenden die für einen Rücktritt in Betracht kommenden „triftigen Gründe“ genannt und deren Handhabung erläutert.

Als „triftige Gründe“ für einen Rücktritt von einer Prüfungsleistung kommen insbesondere in Betracht:


  • Krankheitsbedingte Prüfungsunfähigkeit (auch gesundheitliche Beeinträchtigungen in der Schwangerschaft)
  • Pflege oder Versorgung der Ehegattin/des Ehegatten, der eingetragenen Lebenspartnerin oder des eingetragenen Lebenspartners oder eines in gerade Linie Verwandten (Kinder, Eltern) oder ersten Grades Verschwägerten, wenn diese pflege- oder versorgungsbedürftig sind
  • Inanspruchnahme von Schutzzeiten nach den §§ 3, 4, 6 und 8 des Mutterschutzgesetzes und von Fristen des Bundeserziehungsgeldgesetzes über die Elternzeit
  • Todesfälle von nahen Angehörigen
  • Studiengangwechsel / Fachwechsel
  • Studienortwechsel
  • Überschneidung von Prüfungsterminen
  • Gründe, die sich unter dem Oberbegriff „Höhere Gewalt“ zusammenfassen lassen (z.B. nicht vorhergesagtes Glatteis, längerer Stau nach Unfall etc.).

Kein „triftiger Grund“ für den Rücktritt von einer Prüfungsleistung ist z.B. die nicht ausreichende Vorbereitung auf die Prüfung oder der nach Ablauf der An- und Abmeldefrist entstandene Wunsch der/des Studierenden, die betreffende Prüfung doch lieber erst im kommenden Semester zu absolvieren.
Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass ein Rücktritt aus „triftigem Grund“ nur dann anerkannt werden kann, wenn er „unverzüglich“ (das bedeutet „ohne schuldhaftes Zögern“, also so schnell wie möglich) im zuständigen Prüfungsamt

a) angezeigt und
b) glaubhaft gemacht wird.

Die Glaubhaftmachung erfolgt im Fall der krankheitsbedingten Prüfungsunfähigkeit durch die Einreichung eines ärztlichen Attests.

Die Anzeige der Prüfungsunfähigkeit erfolgt grundsätzlich nur dann ohne schuldhaftes Zögern, wenn das Attest spätestens am Tag nach der Säumnis entweder persönlich bzw. durch eine beauftragte Vertretung abgegeben oder postalisch versendet wird (Datum des Poststempels). Eine spätere Abgabe bzw. ein späteres Versenden des Attestes muss telefonisch angezeigt worden sein. Ein späteres Einreichen von Attesten ohne telefonische Vorankündigung ist andernfalls nur noch mit dem Nachweis möglich, dass die Verzögerung nicht schuldhaft erfolgte (längerer Krankenhausaufenthalt mit Bewusstlosigkeit etc.).

Das Attest muss spätestens am Tag der Prüfung, maximal einen Tag nach der versäumten Prüfung, ausgestellt worden sein. Atteste, die nachträglich eine Prüfungsunfähigkeit für die Vergangenheit ausweisen, können grundsätzlich nicht anerkannt werden.

Bitte beachten Sie, dass der Rücktritt verbindlich ist und nachträglich nicht korrigiert oder zurückgezogen werden kann.