Zirkus|Wissenschaft

GSPoL interdisziplinär

Von der Promotion zum eigenen wissenschaftlichen Projekt

Das Projekt Zirkus | Wissenschaft möchte Zirkus als kulturwissenschaftliches Untersuchungsobjekt in der universitären Forschung und Lehre verankern und Studierende und Wissenschaftler*innen für das Genre begeistern, um Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte in Deutschland zu initiieren.

 Es ist ein erklärtes Ziel des Projektes, die WWU langfristig als international wettbewerbsfähigen Standort der zirzensischen Forschung zu etablieren und Vertreter*innen dieser Forschungsrichtung aus dem In- und Ausland in Münster in einem wissenschaftlichen Netzwerk zusammenzuführen.

Zirkus | Wissenschaft beabsichtigt, die (münstersche) Öffentlichkeit für den Stellenwert von Zirkus als Kulturgut zu sensibilisieren.

Aktuelle Konferenz: UpSideDown - Circus and Space
Aktuelle Konferenz: UpSideDown - Circus and Space, 28. - 30. Juni 2017, Münster
© Zirkus|Wissenschaft

Interdisziplinarität

Zirkus | Wissenschaft strebt einen differenzierten Blick auf das Genre 'Zirkus' an. Ausgehend von diversen wissenschaftlichen Disziplinen – bspw. der Theater- und Tanzwissenschaft, der Semiotik, der Soziologie, der Geschichtsforschung, der Medizin, der Kulturwissenschaft – werden verschiedene Gesichtspunkte des Zirkus analysiert und in ihren jeweiligen Kontext gesetzt.

Internationalität

Angesichts der Internationalität des Genres 'Zirkus' kann eine präzise zirzensische Forschung nur international sein: Eine Zirkuswissenschaft als eigenständig institutionalisierte Wissenschaft existiert weltweit bisher nicht. Insbesondere in Frankreich, Kanada und Schweden hat sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Genre 'Zirkus' jedoch in der universitären Forschung und Lehre etabliert. Aus diesem Grund steht Zirkus | Wissenschaft in einem engen fachlichen Austausch mit Wissenschaftler*innen eben dieser internationalen Universitäten.

Verbindung von Wissenschaft und Praxis

Die Aktualität des Untersuchungsobjektes erfordert einen kontinuierlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Dieser wird im Rahmen des Projektes durch Kooperationen mit diversen Compagnien und Zirkusschaffenden ermöglicht. Zudem bietet die Möglichkeit der GSPoL, ein eigenes Projekt neben der Promotion durchzuführen und in die Strukturen der GSPoL einzubetten, berufspraktische Kompetenzen in den Bereichen des Wissenschafts- und Veranstaltugsmanagement, sowie der Öffentlichkeitsarbeit zu erwerben.

Organisation

Initiatorin des Projektes ist Franziska Trapp, Promotionsstudentin der Graduate School ‚Practices of Literature’ an der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Université Paul-Valéry Montpellier III. In ihrer Dissertation analysiert sie die Narrativität von Zirkusdarbietungen des Nouveau Cirque. In den letzten Jahren arbeitete sie für verschiedene Zirkusproduktionen wie bspw. das Festival Mondial du Cirque de Demain in Paris und Cirque Bouffon in Deutschland. Einen Einblick in die Entstehung des Projektes gibt sie hier.

Franziska Trapp
Graduate School ‘Practices of Literature’
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Schlossplatz 34
48143 Münster
f.trapp@uni-muenster.de
zirkuswissenschaft@uni-muenster.de