Master-Studiengang Physik

Der zweijährige Masterstudiengang – auch im Rahmen des Doppelabschluss-Abkommens mit der Universität Sevilla (Máster Universitario en Física Avanzada) – führt zum Grad einer Physikerin bzw. eines Physikers mit einer am internationalen Spitzenniveau ausgerichteten Qualifikation. Hauptziel ist die Befähigung zu effizientem, selbständigem Arbeiten an der Front physikalischer Forschung oder technischer Innovation in der Wirtschaft. Dies erfordert einerseits eine fachliche Vertiefung in Spezialgebieten. Andererseits muss die aus der Fähigkeit zu grundlegendem Denken entstehende strategische und praktische Kompetenz der Problemlösung in hochgradig komplexen Fragestellungen erarbeitet werden. Bei erfolgreichem Abschluss des Studiums wird der Grad "Master of Science" (MSc) verliehen.

Zum Masterstudium kann zugelassen werden, wer einen Bachelor of Science oder vergleichbaren Abschluss im Studiengang Physik oder einem Studiengang mit hohen Physik-Anteilen mit mindestens der Note "befriedigend" vorweisen kann. Die Zulassung kann mit der Auflage verbunden sein, zusätzliche Angleichungsstudien erfolgreich abzuschließen.

Der Antrag auf Zulassung zum zulassungsfreien Master-Studiengang Physik ist von Bewerbern aus Deutschland und EU/EWR-Staaten für das Wintersemester bis zum 15.09. und für das Sommersemester bis zum 15.03. des jeweiligen Jahres beim Studierendensekretariat der WWU zu stellen.

Die folgende Grafik veranschaulicht den Aufbau des Master-Studiums (aus der Prüfungsordnung vom WS 2012).

Semester Module
1. Physikalische Wahlstudien
  6- 18 LP

Physikalische Vertiefung I
14 - 18 LP

Wahl aus verschiedenen Modulen

Physikalische Vertiefung II
14 - 18 LP

Wahl aus verschiedenen Modulen

Fachübergreifende Studien
12 - 15 (24) LP

Wahl aus verschiedenen Modulen

2.
3. Fachliche Spezialisierung und Projektplanung
30 LP
4. Masterarbeit
30 LP

Während des ersten Studienjahrs eignen sich die Studierenden ein persönliches Kompetenzprofil an. Es umfasst die Module Physikalische Vertiefung I und II, sowie die Fächerübergreifenden Studien. Als Module der Physikalischen Vertiefung I und II können aus den Forschungsschwerpunkten des Fachbereichs z. B. die Module "Funktionale Nanosysteme", "Kern- und Teilchenphysik", "Materialphysik", "Nichtlineare Physik", "Photonik und Magnonik" und "Physik dimensionsreduzierter Festkörper" gewählt werden. Im Rahmen der Fachübergreifenden Studien können z. B. die Module "Geophysik", "Medizinische Physik und Biophysik" oder "Wirtschaftwissenschaften für Physiker" gewählt werden. Nach eigener Wahl zusammengestellte Module sind im Wahlpflichtbereich ebenfalls möglich, wenn die darin zusammengefassten Lehrveranstaltungen sinnvoll zusammen hängen. In den physikalischen Wahlstudien können einzelne Veranstaltungen hingegen nach Neigung frei kombiniert werden.


Das entscheidende Element der Ausbildung zum Physiker / zur Physikerin ist die ausführliche Forschungsphase im zweiten Studienjahr. Sie dient dem Erlernen selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens. In dieser Phase ist die wissenschaftliche Forschung untrennbar verbunden mit dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen, wie etwa der Fähigkeit zu Projektmanagement, Teamarbeit sowie der Darstellung und Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse.

Detaillierte Modulbeschreibungen ("Modulhandbuch") finden Sie als Anhang in der Master-Prüfungsordnung für den Studiengang Physik (Lesefassung); weitere Informationen enthält das Info Master of Science in Physik.