Master-Studiengang Physik
Der zweijährige Masterstudiengang - auch im Rahmen des Doppelabschluss-Abkommens mit der Universität Sevilla (Máster Universitario en Física Avanzada) - führt die Absolventen zur Berufsqualifikation als Physiker bzw. Physikerin mit einer am internationalen Spitzenniveau orientierten Qualifikation. Hauptziel ist daher die Befähigung zum effizienten, selbständigen Arbeiten an der vordersten Front der physikalischen Forschung bzw. an der Innovationsfront in Technik und Wirtschaft. Dies erfordert sowohl eine weitere fachliche Vertiefung als auch die Erarbeitung der für das Berufsbild der Physikerin und des Physikers so wichtigen, aus der Fähigkeit zum grundlegenden Denken entstehenden strategischen und praktischen Kompetenz. Im Masterstudium ist das Heranführen an die Praxis des innovativen Arbeitens in der Wissenschaft sowie die Einübung in die Praxis des Problemlösens angesichts hochgradig komplexer Fragestellungen im modernen Technik- und Wirtschaftsleben gleichberechtigt neben einer weiteren fachlichen Vertiefung des Wissens zu sehen.
Die folgende Grafik veranschaulicht den Aufbau unseres Master-Studiums (aus der Prüfungsordnung vom SS 2010).
| Semester | Module | |||
| 1. | Physikalische Wahlstudien 0 - 18 LP (PM) |
Physikalische Vertiefung I 14 - 18 LP (WPM) |
Physikalische Vertiefung II 14 - 18 LP (WPM) |
Fächerübergreifende Studien 12 - 15 LP (WPM) |
| 2. | ||||
| 3. | Fachliche Spezialisierung 15 LP (WPM) |
Methodenkenntnis und Projektplanung 15 LP (WPM) |
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| 4. | Masterarbeit 30 LP (WPM) |
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| PM: | Pflichtmodul |
| WPM: | Wahlpflichtmodul |
Die Module Physikalische Wahlstudien, Physikalische Vertiefung I und II sowie das Modul
Fächerübergreifende Studien müssen zusammen mindestens 60 LP ergeben.
Ein wesentliches Element der Ausbildung im Masterstudiengang Physik ist die Forschungsphase im zweiten Studienjahr. Sie dient dem Erlernen selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens. Neben einem Einführungsprojekt zum wissenschaftlichen Arbeiten ist ihr zentrales Element die Masterarbeit. In dieser Phase ist die wissenschaftliche Forschung untrennbar verbunden mit dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie zum Beispiel Projektmanagement, Teamarbeit sowie Darstellung und Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse.
Im Wahlpflichtbereich können sich die Studierenden ein persönliches Kompetenzprofil aneignen. Er umfasst die Module Physikalische Vertiefung I und II, sowie die Fächerübergreifenden Studien. Als Module Physikalische Vertiefung I und II können aus den Forschungsschwerpunkten des Fachbereichs z. B. die Module "Funktionale Nanosysteme", "Kern- und Teilchenphysik", "Materialphysik", "Nichtlineare Physik", "Photonik und Magnonik" (vorm. Photonik und Angewandte Wellenphysik) und "Physik dimensionsreduzierter Festkörper" gewählt werden. Im Rahmen der Fächerübergreifenden Studien können z. B. die Module "Geophysik", "Medizinische Physik und Biophysik" oder "Wirtschaftwissenschaften für Physiker" gewählt werden. Nach eigener Wahl zusammengestellte Module sind im Wahlpflichtbereich ebenfalls möglich, wenn die darin zusammengefassten Lehrveranstaltungen in einem sinnvollen Zusammenhang stehen.
Nach erfolgreich absolvierten Studium wird der Abschluss "Master of Science" (MSc) verliehen.
Zum Masterstudium zugelassen werden kann, wer einen Bachelor of Science oder vergleichbaren Abschluss im Studiengang Physik oder einem Studiengang mit hohen Physik-Anteilen mit mindestens der Note "befriedigend" vorweisen kann. Die Zulassung kann mit der Auflage verbunden sein, Angleichungsstudien erfolgreich abzuschließen.
Die Modulbeschreibungen ("Modulhandbuch") finden Sie als Anhang in der Master-Prüfungsordnung für den Studiengang Physik (Lesefassung); weitere Informationen enthält das Info Master of Science in Physik.

