Presse Info 022/2004 der Bundesagentur für Arbeit vom 14/12/2004

Neue Arbeitsmarktstudie der ZAV - Physikern stehen viele Türen offen

Der Arbeitsmarkt für Physikerinnen und Physiker ist nach den aktuellen Untersuchungen der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit derzeit besser als vor vier Jahren. Mit dem Markteinbruch der New Economy war auch die Arbeitslosigkeit von Physikern gestiegen. Dieser Anstieg ist 2004 zum Stillstand gekommen.

Unter dem Titel "Physiker - viele Türen offen"; veröffentlicht die ZAV auf  mehr als 40 Seiten mit zahlreichen Grafiken ihre neue Studie aus der Reihe Arbeitsmarkt-Information für qualifizierte Fach- und Führungskräfte.    Damit gibt sie Abiturienten, Studierenden, Hochschulabsolventen und Arbeitgebern zum Einsteinjahr 2005 einen aktuellen Überblick über Studium, Bewerbersituation, Stellenmarkt, Berufseinstieg, Verdienstmöglichkeiten und Tätigkeiten im Ausland.

In den letzten Jahren hatten jüngere Bewerber einen verhältnismäßig leichten Berufsstart. Durch die niedrigen Absolventenzahlen und die bestehende Nachfrage hatten Physiker bis 35 Jahre unter den Arbeitslosen dieser Berufsgruppe den kleinsten Anteil - anders als noch vor einem Jahrzehnt, als auch jüngere Physiker häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen waren.

Die Zahl arbeitsloser Physiker ist keine statische Größe, sondern durch einen starken Wechsel aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit gekennzeichnet.

Physiker treffen zwar nicht auf eine physikalische Industrie jedoch auf vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sie gelten auf dem Arbeitsmarkt als Multitalente. Physiker untersuchen den Aufbau von Materie in ihren kleinsten Einheiten und können so in unterschiedlichen Industrieproduktionen in der Materialforschung tätig sein. Oder sie dringen in die weiten Räume der Kosmologie vor. Sie können sich schnell in komplexe Themen einarbeiten und in fachlich gemischten Teams eine koordinierende Rolle übernehmen.

Aktuelle Stellenangebote finden Physiker im Konstruktionsbereich, in der Telekommunikation, im Energiesektor, in der optischen Industrie, in der Datenverarbeitung oder im Gesundheitswesen.                                  

Spezialisiert als Medizinphysiker leisten sie Krankenhäusern und Facharztpraxen in Diagnose und Behandlung einen wichtigen Beitrag. Als Patentanwalt sichert ein Physiker mit juristischer Zusatzausbildung gewerbliche Schutzrechte und berät Erfinder. In jüngster Zeit bearbeitet diese Berufsgruppe mit Methoden der theoretischen Physik sogar zunehmend Probleme im Banken- und Finanzwesen.

Diese unterschiedlichen Arbeitsfelder von Physikern und die jeweiligen Qualifikationsprofile beschreibt die Studie der ZAV ausführlich. In einem Adressteil erhalten die Leser Hinweise auf weiter gehende Informationsquellen und spezialisierte Jobbörsen.

Die Studie  steht als pdf-Dokument unter www.ba-bestellservice.de.

Gegen eine Versandkostenpauschale sendet die ZAV Interessenten auch eine gedruckte Version.
Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV)
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