Über den Studienalltag

Unterschiede Schule - Studium
Die Vorlesung
Die Übung
Das Praktikum
Das Seminar
Unterschiede Schule - Studium
Obwohl mit dem Beginn des Studiums für euch die Lernphase eures Lebens noch nicht abgschlossen ist, treten einige Änderungen auf. Am augenscheinlichsten ist, dass ihr euch von nun an hauptsächlich auf ein Fach konzentriert. Als Bachelorstudenten habt ihr zusätzlich nur noch Veranstaltungen in Mathematik und einem weiteren Nebenfach. Als Nebenfach sind in Münster Geophysik, Informatik, Chemie, Medizinische Physik und Biophysik und Wirtschaftswissenschaften wählbar. Außerdem müssen noch Veranstaltungen aus den sogenannten "Fächerübergreifenden Studien" belegt werden.
Organisatorisch unterscheidet sich das Physikstudium glücklicherweise kaum von der Schule, durch den Studienverlaufsplan ist der Stundenplan für jedes Semester größtenteils vorgegeben.

Die Vorlesung
Hoersaal2009 2 Die Vorlesung besteht für gewöhnlich aus dem Vortrag des Professors. Während er in freier Rede die einzelnen Aspekte des behandelten Themas beleuchtet, werden üblicherweise Kernaussagen an der Tafel festgehalten. Es empfiehlt sich, diese Notizen mitzuschreiben. Sie eignen sich als Basis zur Lösung von Aufgaben und zum Lernen für Klausuren. Zwischenfragen werden, je nach Professor und Thema, zwar gestellt, doch Verständnisprobleme werden eher in der Übung genauer erörtert, da der Stoff meistens zu dicht gedrängt ist, um lange auszuschweifen. Deshalb empfiehlt sich auch für die meisten Vorlesungen, immer anwesend zu sein.
Wissenswert ist auch die "cum tempore"-Konvention, das sogenannte akademische Viertel. Wird nämlich eine Vorlesung für den Zeitraum von 8-10 Uhr ausgeschrieben, beginnt sie um 8:15 Uhr. Eine Viertelstunde Pause ist auch eingerechnet, so dass die eigentliche Vorlesung nur 90 Minuten dauert.
Die Übung
Die Übungen dienen zur Vertiefung und zum Verständnis des behandelten Stoffes, der in der Vorlesung oft einfach zu geballt ist, um sofort verstanden zu werden. Man trifft sich dazu in Gruppen von ungefähr 10 - 20 Studenten mit einem Übungsgruppenbetreuer. Einmal pro Woche wird ein "Übungszettel" ausgeteilt, der dann in der Übungsgruppe vorgerechnet und vom Übungsgruppenleiter erklärt wird. Zuvor sollten die Aufgaben am besten in Gruppen bearbeitet werden. Zusammen können die nicht immer einfachen Aufgaben besser gelöst werden. Die Lösungen werden teilweise schriftlich an den Leiter ausgehändigt. Dies ist ein sehr effektives Lernverfahren für die Klausur, da die Aufgaben der Übungszettel denen der Klausur sehr ähnlich sind.
Das Praktikum
Die Praktika, im Vorlesungsverzeichnis mit "Experimentelle Übungen" bezeichnet, finden ab dem dritten Semester an einem Tag pro Woche in den Gebäuden des Instituts statt. Jedesmal wird zu zweit zu einem bestimmten Thema ein Versuch theoretisch vorbereitet, mit einem Praktkumsbetreuer besprochen und aufgebaut. Anschließend werden Messreihen durchgeführt. Zu jedem Versuch ist ein Protokoll anzufertigen. Im 3. und 4. Semester werden Versuche zu den Themen Mechanik, Elektrizitätslehre, Optik, Wärmelehre und Atomphysik durchgeführt.
Das Seminar
Seminare werden erst im in höheren Semestern relevant. Dennoch sollen sie hier der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Ein Seminar wird von einem oder auch mehreren Professoren veranstaltet. Es hat meist ein spezielleres Thema als die Vorlesungen. Jeder Seminarteilnehmer hält zu einem Unterthema einen Vortrag, dessen Länge meistens auf eine Stunde festgelegt ist.


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