Studierende des Lehramts Physik für die Sekundarstufen I und II, sowie der Primarstufe (Sachunterricht) im Rahmen von Lehrveranstaltungen und ggf. bei der Erstellung von Examensarbeiten betreut. Die Veranstaltungen sind vor allem darauf ausgerichtet, die im fachwissenschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Studium vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten so zu integrieren, dass Physikunterricht geplant, gestaltet und analysiert werden kann.

In den Lehrveranstaltungen wird stets versucht, die fachdidaktischen Erkenntnisse nicht nur theoretisch zu erarbeiten, sondern an Beispielen aus der natürlichen und wissenschaftlich-technischen Welt zu konkretisieren. Dabei steht die Entwicklung einer physikalischen Sehweise im Mittelpunkt. Die Studierenden werden dazu angehalten, die bisher fraglos akzeptierten Selbstverständlichkeiten ihrer Lebenswelt physikalisch zu hinterfragen und zum Gegenstand von - oft erstaunlichen - Entdeckungen zu machen (Bild oben).
Im Zentrum der fachdidaktischen Forschungs- und Entwicklungsbemühungen steht ein zeitgemäßer Physikunterricht, der den erziehungswissenschaftlichen, entwicklungspsychologischen und bildungspolitischen Erfordernissen einerseits und den Erkenntnissen der modernen physikalischen Forschung andererseits gerecht zu werden versucht. Um dieses Ziel zu erreichen befassen wir uns schwerpunktmäßig mit:
Die Forschungsergebnisse werden zum einen in der
fachdidaktischen Lehre genutzt und dienen andererseits der Entwicklung von
Unterrichtsmaterialien (neue Experimente, multimediale Lehr- und Lernumgebungen)
und Lehrbüchern (vor allem für die gymnasiale Mittelstufe, Oberstufe und für
berufliche Gymnasien).
Darüber hinaus bemühen wir uns, auf der Grundlage der
Forschungsergebnisse und Entwicklungsarbeiten ein breites Spektrum an
Lehrerfortbildungsveranstaltungen und -kursen anzubieten, um so auch in den
schulischen Alltag hineinzuwirken.
In den im Institut für Didaktik der Physik angefertigten
Examensarbeiten geht es vor allem um konkrete Umsetzungen und beispielhafte
Erarbeitungen der in den fachdidaktischen Vertiefungsveranstaltungen
vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten. Darüber hinaus werden
Forschungsergebnisse an praktischen Beispielen konkretisiert und
weiterentwickelt. Beispielsweise werden auf der Grundlage von
fachwissenschaftlicher Primärliteratur nach Maßgabe fachdidaktischer Prinzipien
neuere physikalische Erkenntnisse elementarisiert und sowohl theoretisch als
auch experimentell mit schulischen Mitteln dargestellt.
Die Examenskandidaten
werden ermutigt, die erarbeiteten Ergebnisse in Kurzvorträgen, Workshops und
Postern auf fachdidaktischen Tagungen zur Diskussion zu stellen. Indem sie auf
diese Weise sehr früh mit dem Tagungs- und Fortbildungsbetrieb der
fachdidaktischen Verbände in Berührung geraten, soll darauf hingewirkt werden,
dass die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer oder Fachdidaktiker und
Fachdidaktikerinnen den Kontakt zur Universität aufrechterhalten und aktiv in
der Lehrerfort- und -weiterbildung mitarbeiten.

Obwohl von der Studienordnung her nur für die Primarstufenstudierenden verbindlich vorgesehen, gehören Exkursionen zu außeruniversitären Einrichtungen zu den Wahl- bzw. Wahlpflichtveranstaltungen der Studierenden aller Lehrämter. Die in der Regel mehrtägigen Exkursionen vor allem zu Science Centern europäischer Metropolen dienen u.a. der Erkundung der Möglichkeiten des Lehrens und Lernens durch Einbeziehung derartiger Lernstandorte und Bildungseinrichtungen in die eigene Ausbildung und auch in den zukünftigen Unterricht als Physiklehrer oder Physiklehrerin.
Weitere Informationen zu den fachdidaktischen Aktivitäten des Instituts für Didaktik der Physik (Publikationen in Fachzeitschriften, studentische Seminararbeiten zum Download u.ä.) und nützliche Hinweise sind auf der institutseigenen Homepage zu finden: www.uni-muenster.de/physik/dp.