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Elementare Teilchen

Die Hochenergiephysik untersucht die Vorgänge und Erscheinungsformen in subatomaren Bereichen und dringt dabei immer weiter in die Tiefen der Materie ein. Eine strukturierte Wiedergabe der - heute als elementar geltenden - Teilchen und ihre wesentlichen Charakteristika findet man in Tabelle 1.1.

 
Tabelle 1.1:  Standardmodell der Elementarteilchen. Angegeben sind für die drei Generationen jeweils das Symbol, der Name, die elektrische Ladung (in Einheiten der Elementarladung) und die Ruhemasse der Materieteilchen [Phy92]. Das top-Quark ist bisher nicht nachgewiesen, die neueste Forschung ist jedoch bemüht, diese ,, Lücke`` im Standardmodell zu füllen, so z.B. [Kob94].

Die Elementarteilchen werden als Fermionen (Nach ENRICO FERMI) bezeichnet, dadurch wird der Halbzahligkeit des Teilchenspins Ausdruck gegeben. Unterteilt werden sie in Leptonen und Quarks (Nach GELL-MANN: Phantasiebegriff aus Finnegan's Wake von JAMES JOYCE.) Leptonen, deren bekanntester Vertreter das Elektron ist, unterliegen der elektroschwachen Wechselwirkung . Die Quarks mit drittelzahliger elektrischer Ladung spüren zusätzlich die starke Kraft. Sie verursacht, daß die Quarks nicht frei beobachtbar sind. Quarks bilden vielmehr eine Vielzahl von Hadronen: Als Quark-Antiquarkpaar die Mesonen oder als Kombination aus drei Quarks die Baryonen.

 
Tabelle 1.2:  Die Austauschteilchen und die durch sie vermittelten Kräfte [Phy92]. Die Ladung ist in Einheiten der Elementarladung angegeben.

In Tabelle 1.2 werden die Kräfte und ihre Austauschteilchen, die Eichbosonen, zusammengefaßt. Eichbosonen mit ganzzahligem Spin übermitteln als Wechselwirkung steilchen die Kräfte zwischen den Fermionen. Die theoretische Beschreibung hierfür findet sich für Leptonen in der Quantenelektrodynamik (QED) [Fey61,Got86]. Die Quantenchromodynamik (QCD) beschreibt die Interaktion von Quarks und Gluonen, den Eichbosonen der starken Wechselwirkung . In der QCD wird als Analogon zur elektrischen Ladung der QED die Farbladung (color) eingeführt. Diese Ladung ( rot, grün, blau) tragen sowohl die Quarks als auch die Gluonen, was einen entscheidenden Unterschied zur QED darstellt. Die Photonen, die die Interaktionsteilchen der QED sind wechselwirken untereinander nicht, da sie elektrisch neutral sind [Ber92,Got86].


Hubertus Schlagheck / schlahu@ikp.uni-muenster.de December 1st 1995