IceCube

Ice Cube Zeichnung
Graphische Darstellung des IceCube-Observatoriums. Credit: IceCube-Kollaboration

IceCube ist eine internationale Kollaboration, die das gleichnamige und zur Zeit weltweit größte Neutrinoteleskop gebaut hat und betreibt. Die Hauptaufgabe liegt in der Entdeckung und Untersuchung von galaktischen und extragalaktischen Quellen hochenergetischer, kosmischer Neutrinos. Daneben hat sich der Detektor aber auch als hervorragendes Instrument zur Suche nach Dunkler Materie (WIMPs), der genauen Vermessung von Oszillationen atmosphärischer Neutrinos, sowie der Untersuchung weiterer aktueller Fragestellungen der Teilchen- und Astroteilchenphysik bewährt. Mit dem Oberflächendetektor IceTop kann zudem das Spektrum und die Zusammensetzung der kosmischen Strahlung in der Gegend des sogenannten Knies bei 1015 eV vermessen werden.

Der Neutrinodetektor besteht aus 86 Strings, die mit jeweils 60 optischen Sensoren (Photomultipliern) bestückt sind, und die ein Volumen von 1 km3 klaren Eises in Tiefen zwischen 1500 m und 2500 m am geographischen Südpol instrumentieren. Neutrinos werden indirekt über das Cherenkov-Licht rekonstruiert, das von geladenen Sekundärteilchen (z. B. Elektronen und Myonen) emittiert wird, die in Neutrinowechselwirkungen entstehen. Weitere Informationen zum Detektor, seiner Funktionsweise und der untersuchten Physik findet sich auf der IceCube Homepage (http://www.icecube.wisc.edu).

Unsere Gruppe ist in der Analyse der Daten vom Detektor engagiert, insbesondere im Hinblick auf die Suche nach den  Quellen der kosmischer Neutrinos.