Studieren des Lehramtes der Physik in Münster

„Galilei tat einen großen Schritt, indem er wagte,
die Welt so zu beschreiben, wie wir sie nicht erfahren.“
Carl Friedrich von Weizsäcker

Im Physikunterricht stehen Lehrer vor einer großen Herausforderung: Das Fach Physik ist unbeliebt, es gilt als schwer. Besonders Mädchen fühlen sich oft nicht angesprochen. Woran liegt das, wie kann der Unterricht verbessert werden und welche Schwierigkeiten haben Schülerinnen beim Erlernen von Physik? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich die Physikdidaktik. Entsprechend gibt es zahlreiche Fachzeitschriften, die Lehrer und angehende Lehrer bei ihrer Arbeit unterstützen. Studierende sollten sich mit diesen Zeitschriften möglichst früh vertraut machen. Sie finden hier neben methodischen physikalisch-inhaltliche Forschungsbeiträge. An unserem Institut sind die Forschungsschwerpunkte: Theoriebildung, nichtlineare Physik, Strukturbildung, Alltags- und Naturphänomene und qualitative empirische Forschung. An der wissenschaftlichen Arbeit können sich Studierende vor allem während ihrer Staatsexamensarbeit produktiv beteiligen. 
Seit diesem Semester haben wir zudem unser Angebot Primarstufenbereich erweitert und eine Materialsammlung für Freihandversuche eingerichtet. Der forschende, kreative Umgang mit Phänomenen durch Alltagsmaterialien kann Schülern helfen, den Schritt vom Erfahrbaren zum theoretisch Abstrakten zu verstehen. Sie werden feststellen, dass selbst Altbekanntes zur neuen Realität wird, wenn es aus einer neuen, der physikalischen Perspektive erscheint. Insofern zeigt uns Physik nicht nur, was wir noch nicht kennen, sondern auch das, was wir kennen, wie wir es nicht kennen.



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