I Ä K
Institut für Ägyptologie und Koptologie
mit der Arbeitsstelle für
Manichäismusforschung
(Nennung laufender
Projekte/Arbeiten und bevorstehender Publikationen):
COPYRIGHT aller Abbildungen: Institut
Cachette
TT 320, 1998 Gnosarch Foundation, Basel/Schweiz Projekt Nr. 1:
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Situation der Cachette (Pfeil)
Erneute Freilegung des teilweise verschütteten Zugangsschachtes bzw. des
verstürzten Teils der Innenräume von TT 320, der Königlichen Cachette, in Deir
el-Bahari, (Theben-West, Luxor), Ägypten, und erstmalige Planaufnahme.
Durchführung erfolgte zwischen dem 10.November und 10. Dezember 1998
durch:
Institut für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster
Department of Egyptology of the Institute for Oriental Studies of the Russian
Academy of Sciences, Moscow
Teilnehmer:
Prof. Dr. Erhart Graefe /Münster; Dr. Galina Belova /Moskau; Anke I. Blöbaum
/Münster; Nadedja Rechetnikova /Moskau; Alexej Krol /Moskau.
Inspektoren: Ramadan Ahmed Ali und Abder Rahman Ahmed Hassan

Schachtöffnung mit Winde darüber
1881 wurde im Schnellverfahren ohne wissenschaftliche Dokumentation der Inhalt der Königlichen Cachette (d.h. eines Sammel-Verstecks), bestehend aus ca. 40 Särgen mit den Mumien berühmter Herrscher des Alten Ägypten sowie von Personen der Familie der Hohepriester der 21. Dynastie und zahlreicher Reste von Grabbeigaben in nur zwei Tagen ausgeräumt und nach Kairo geschafft. Auch die genaue Plan- und Architekturaufnahme des Grabes unterblieb; es gibt bis heute nur einander widersprechende Skizzen von zwei verschiedenen Händen.
Die genaue Planaufnahme war das Hauptziel der Unternehmung.
Wegen des brüchigen Gesteins mussten wahrscheinlich bei jeder erneuten Leerung des Schachtes gefährliche Partien der Schachtwände abgeschlagen werden, so auch 1998.

Abschlagen von lockeren Steinen im Schacht (EG)

Abschlagen von lockeren Steinen im Schacht (AK)

Arbeit im Schacht bei 7m bis 8m Tiefe
Von den drei 1881 am Eingang zur Cachette gesehenen Graffiti sind noch zwei vorhanden (nicht nur das eine, das Cerny 1938 sah), und zwar die beiden auf der linken Seite: Das kurze, aus Platzmangel abgebrochene oben und das längere weiter unten. Letzteres war zu 50% am Platz, aber der grösste Teil des Restes lag abgestürzt unmittelbar darunter auf der nach 1938 eingeschwemmten Schuttoberfläche. Die erste Zeile war schon 1938 verschwunden. Wieviel danach erst zerstört wurde, ist nicht feststellbar, weil Cerny seine Kopie nicht publizieren konnte. Die Reste wurden auf Wunsch der Antikenverwaltung abgenommen und mit den Fragmenten wieder vereinigt durch den Restaurator Lotfi Khaled Hassan (Courtesy Chicago House) und Anke Blöbaum. Das Graffito befindet sich jetzt in einem Magazin.

Graffito bezüglich der Bestattung Pinudjems II in der Cachette
Wegen der sehr grossen Menge über den Zugangsschacht eingeschwemmten Schutts und des schlechten Erhaltungszustands der Innenräume konnte die Untersuchung nicht in einer Kampagne abgeschlossen werden. Es würde sich bei der grossen Zahl der Kleinfunde allerdings lohnen. Emil Brugsch und Gaston Maspero haben (nur im Kerzenlicht) z.B. einen Schminkgriffel, eine Haarnadel und ein kleines gelbes Glasgefäss(fragment) übersehen und vermutlich selbst (zerbrochene ?) grosse und dekorierte Gefässe, vegetabiles Material wie Körbe, Mumienleinen (in grosser Menge, von Mumien, die von den Brüdern Abder Rassul zerschnitten worden waren), liegen gelassen.
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Vermutlich wurden die Särge 1881 ungeschützt (unverpackt) am Seil den Schacht heraufgezogen. Sie müssen pendelnd vielfach an den Wänden angeschlagen sein, worauf zahlreiche kleine Fragmente von der Dekoration in Gestalt von bemaltem Stuck herabfielen. Wir fanden eine Menge davon. Zu den interessanteren gehören zwei kleine Stücke stuckierten und bemalten Nilschlamms mit dem Rest eines hieratisch geschriebenen Datums: "Jahr 10, vierter Monat". Es dürfte sich um ein Fragment von dem Umbettungsvermerk auf dem Sarg Ramses I handeln.
Die Planskizzen von Brugsch und Maspero erwiesen sich an den entscheidenden Stellen als falsch oder irreführend. Der Eingangskorridor z.B. verläuft nicht horizontal, sondern hat als Boden eine Rampe mit groben Felsstufen; die Raumhöhe beträgt an seinem Ende über 3m. Der Raum "E" ist nicht das Ziel einer ursprünglichen Bauphase, sondern der unvollendete Versuch einer Erweiterung 90 Grad zur Achse. In ihm können nur ganz wenige Särge gestanden haben (4-5?). Die Grabkammer weist im Gegensatz zu Brugschs Skizze keine gegenüber dem Zugangskorridor überhöhte Decke auf. Brugschs Angabe einer Raumhöhe von 5m ist völlig unverständlich. Trotz der enormen Verschüttung des Raumes durch von der Decke abgestürzte Blöcke und des derzeit kaum einsehbaren Bodens der Kammer ist schon jetzt klar, dass die Raumhöhe kaum mehr als 2m betragen haben dürfte.
TT 320 Isometrie 1998

Schachtöffnung und Planskizze nach Brugsch/Maspero

Eingangskorridor B zu Beginn der Arbeit

Eingangskorridor B bei Ende der Kampagne

Treppe D und Blick nach links in die Nische E; unten rechts die Öffnung von
Korridor F

Mitte von Grabkammer G
Die zweite Kampagne fand vom 1. bis 24.3.2003 statt. Ziel
war die Fortsetzung der Bearbeitung der Funde von 1998 und die Freilegung des
Restteils von Korridor B und, wenn möglich, eines Stücks von Korridor C.
Die Arbeit erfolgte mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit
Teilnehmern des
Instituts für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster und des
Russian Institute for Egyptology of the Academy of Sciences, Moscow
Teilnehmer:
Prof. Dr. Erhart Graefe /Münster; Anke I. Blöbaum /Münster; Alexej Krol
/Moskau.
Inspektoren: Abdel Nasr Hafiz Senary und Mougi Mahmud Soliman
Das wichtigste Ergebnis war, dass die 1998 als Bodenniveau von 1881
betrachtete Oberfläche nicht die einer nach Aushauen der Korridore
eingebrachten Füllschicht war, sondern, dass es sich um eine von außen bei
einem Unwetter eingeschwemmte sehr mächtige Schwemmschicht handelt (Anfang
Korridor C: 80cm hoch). Diese hat, nach Ausweis von Trockenrissen in der
Grabkammer als Wasserschwall sogar die 60m weiter im Inneren gelegene
Grabkammer erreicht. Diese Schicht enthält bis 4m in Korridor C hinein sogar
grössere Kalksteinblöcke, die nach ihrer Konsistenz nicht aus der Cachette
stammen können und es sozusagen geschafft haben, mit dem Wasser eine 90-Grad
Kurve zu nehmen. Die diversen Kleinfunde von 1998 und die neuen von 2003 lagen
auf dem Felsboden darunter. Der Absturz der Seitenwände der Korridore erfolgte
erst danach. Wegen des Berichtes über den deplorablen Zustand der Cachette von
1894 durch James Henry Breasted kann man die Überschwemmung in die Jahre
zwischen 1881 und 1894 datieren. Leider war der Eingang nicht verschlossen worden.
Ob die Wassereinschwemmung ursächlich für den Absturz der Wand- und
Deckenpartien war, ist damit aber noch nicht gesagt, aber vielleicht doch
wahrscheinlich: Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und daraus Aktivierung der im
Gestein enthaltenen "spaltenden" Salze.
Die Zahl der neuen Fundnummern betrug das Doppelte der von 1998, 120. Zu den
interessantesten Funden gehören weitere Fragmente von Glasbechern der Neschons.
Wir haben jetzt Fragmente von zwei verschiedenen gelben Glasbechern, von einem
gelben Becher, dessen Rand grün überfangen ist, sowie Fragmente von Bechern aus
dunkelbraunem Glas mit weissen bzw. rosa Punkten. Für letzteren gibt es noch
keine Parallelen in Kairo. Uschebtifragmente der 21. Dyn., darunter
kleinteilige Splitter, aber auch etliche grössere, kommen hinzu; zahlreiche
Scherben, sehr viel vegetabiles Material von leichtgebauten "Möbeln",
sehr viel Mumienleinen, sehr viel grobes Holz von Särgen oder Kästen, Einlagen
aus Hartholz, Lamellen von Holz mit Blattgoldüberzug, Stuckfragmente mit
Blattgoldüberzug und / oder Glaseinlagen, insgesamt 8 Griffknöpfe, die von
Kästen abgebrochen sein müssen, sowie ein sehr grosser, 6cm lang, aus Elfen-
oder Nilpferdbein, der von einem sehr qualitätvollen Kasten stammen muss. Die
Serie der diversen Fragmente von Särgen oder abgefallenen Dekorationselementen
von Särgen setzte sich fort: Mehrere Fragmente von der Sargwanne (?) eines
Schreibers namens Mahu; bemalter Stuck und oder stuckiertes und bemaltes
Leinen, z.T. grössere Stücke, drei Plomben aus Nilschlamm von versiegelten
Gefässen oder Kästen, 4 Krugverschlüsse, nochmals eine ganze Reihe von
Nilschlammbrocken der ehemaligen Blockierung des Eingangs. Nach der Konsistenz
des Nilschlamms und der Art der Siegelabdrücke (leider so gut wie unlesbar) hat
es mindestens vier verschiedene Belegungensphasen der Cachette gegeben. Dabei
wurde der Eingang niemals mit einer Ziegelmauer verschlossen, sondern nur mit
Bruchsteinen, die anschliessend einen äusseren Nilschlammverstrich bekamen.
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Die dritte Kampagne fand vom 3.3. bis 4.4.2004 statt. Ziel
war die Fortsetzung der Freilegung der Korridore und die Bearbeitung der Funde
von 2003 sowie der neuen von 2004.
Die Arbeit erfolgte mit Unterstützung von George Johnson, Brent Benjamin, M.
Kuhlmann, (alle USA) A. Gresser (München) sowie der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (Restmittel von 2003 für eine Woche Fundbearbeitung) mit
Teilnehmern des
Instituts für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster:
Prof. Dr. Erhart Graefe, Anke I. Blöbaum, M.A., des
Russian Institute for Egyptology Cairo:
Alexej Krol, des
Hocking College, Ohio:
George Johnson, Brent Benjamin
sowie:
Dr. Birgit Schlick-Nolte.
Inspektoren: Gamal Amin Abeed und Magda Saadi Eben
Es gelang in der zur Verfügung stehenden Zeit, den oberen Korridor C, den
Treppenraum D, sowie den grössten Teil des unteren Korridors F freizuräumen.
Bei der Arbeit zeigte sich, dass noch eine Korrektur der Planaufnahme von 1998
nötig sein wird. Die Ausbrüche in den Seitenwänden des Korridors C sind noch
umfangreicher als vorher erkennbar. Die Korridorbreite betrug stellenweise nur
1,10m bis 1,20m, was erst bei grossflächiger Freilegung des Bodens von 1881
sichtbar wurde. Die Zahl der Kleinfunde war wieder beträchtlich:
Dekorationselemente von Särgen und Kästen, Uschebtifragmente (darunter solche
von einem bisher aus der Cachette unbekannten Typ eines unbeschrifteten
Fayence-Uschebtis); ein Bronzestift mit vergoldetem Kopf, ein Fragment vom
Fußende des Deckels des inneren Sarges Pinudjems I. (CG 61025)); ein zweites
Stück zu dem Paneel, das 1998 in der Grabkammer an der Wand lehnend vorgefunden
wurde (es lag auf dem Boden in Korridor F); ein Fragment von der linken inneren
Strähne der Perücke eines menschengestaltigen (Kinder?)sargdeckels, blau
bemalt, unteres Ende mit Blattgold überzogen, das nach den Abbildungen im
Generalkatalog der in Kairo befindlichen Särge zu keinem bisher bekannten Sarg aus
der Cachette zu passen scheint; ein Fragment, das direkt zu dem von Lansing
1919 im Schacht gefundenen Brett MMA 32.3.419 gehört (in der Kampagne 2006 zeigte sich, daß es sich keineswegs um ein Sargbrett handelt, sondern um eine Langseite des Uschebtikasten mit dem Anubis über dem Obelisken); zahlreiche Fetzen von
Blattgold, Mumienleinen. Eine Menge von Schälchen und Tellern konnten aus
zertrampelten Scherben wenigstens als im archäologischen Sinn vollständig
zurückgewonnen werden.
George Johnson und Brent Benjamin sorgten für professionelle Fotografie;
Birgitt Schlick-Nolte untersuchte die Objekte aus Glas.
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Um die durch den Zusammenbruch von Teilen der Decke und
der Seitenwand über der Nische E teilweise zerstörte sehr steile Treppe
gefahrlos freiräumen zu können, wurde ein hölzernes Schutzdach auf halber
Höhe der unteren Stirnwand eingebaut. |
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Die vierte Kampagne fand vom 3. 3. bis 5.4.2005 statt.
Die Arbeit wurde finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft sowie durch die
Unterstützung von George Johnson und Dr. Brian L. Still mit Teilnehmern des
Instituts für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster:
Prof. Dr. Erhart Graefe, Anke I. Blöbaum, M.A., des
Russian Institute for Egyptology Cairo:
Alexej Krol, Sergej Ivanov, des
Hocking College, Ohio:
George Johnson, sowie
Sonia Guss (Hamburg/Kiel).
Inspektoren: Ahmed Abdel Hakim el-Soghair und Ahmed Hassem

Blick aus der Grabkammer zurück zu Korridor F vor Beginn der Ausräumung.

Rückfront der Grabkammer nach Wegnahme des Versturzes. Der letzte große
Block wurde hinten rechts hinten zur Erinnerung belassen. Der Maßstab zeigt bei 50cm
über dem Boden auf eine braune Verfärbung: Höhe des Wasserstands.
Es wurden insgesamt 5 verschiedene Steinmetz-Markierungen in Korridor F gefunden, deren Bedeutung noch zu ermitteln ist. Werkzeugspuren (nur an einzelnen Partien an den Wänden des Korridors F) zeigen die Benutzung zweier verschieden großer gezähnter Meißel. Weil nach 1881 der Eingang offen gelassen wurde, konnte das Grab überschwemmt werden. Am Ende stand das Wasser in der Grabkammer bis 50cm hoch. Vorher waren bereits einzelne Abstürze von der Decke erfolgt, zum Beispiel hinten rechts, wo große Gefässe gestanden hatten. Der großflächige Zusammenbruch von Wand- und Deckenpartien erfolgte danach. Dabei wurden die von dem Ausräumungsteam E. Brugschs zurückgelassenen Objekte zerstört, also sowohl durch die Steinblöcke als auch durch das Wasser. Wir fanden hunderte von kleinen und größeren hölzernen Fragmenten von Splittern bis Brettern. Von den stuckierten und bemalten war durch das Wasser jegliche Dekoration verschwunden. Wahrscheinlich waren etwa 50% des oben abgebildeten Kastens mit dem Anubis zurückgelassen worden; wir fanden ein Brett der Gegenseite mit ebenfalls einem liegenden Anubis und darüber hinaus dazu passende weitere Teile, aber mit verlorener Dekoration. Vier weitere Hartholzfragmente stammen wohl von einem Stuhl, von dem eine Strebe (s.o.) bereits 1998 im Eingangskorridor gefunden worden war. Das heißt, Teile der Beigaben waren bereits 1881 zerstört und verschleppt worden. Mehr als 120 meist kleinteilige, aber auch einige größere Hartholzstücke waren einmal Auflagen auf Trägern aus anderem Holz. Sie waren auf diesen durch Verdübelung und Klebung befestigt. Einige wenige Fragmente waren noch zusammen mit den Trägern erhalten. Die Art des Möbels (?) ist zur Zeit noch nicht erkennbar (Stuhl ?). Kurz vor dem Eingang in die Grabkammer lag auf dem Boden ein 14,4cm hohes beinernes Einlagefragment in Gestalt einer stehenden Löwin.

Im Versturz der Kammer selbst lagen zwei Fragmente eines zusammen vollständigen blauen Uschebtis der Tauiherit, einer der einmal in der Kammer beigesetzten Frauen. Ein längeres Stück eines grünen Lederstreifens ist wahrscheinlich ein Hinweis darauf, dass das sogenannte Zelt der Isisemcheb ursprünglich (zusammengefaltet) in der Grabkammer lag. Die Zahl der vermutlich in erster Linie durch Steinschlag zerstörten Gefässe, d.h. ihrer Scherben, war außerordentlich groß. Zusammen mit den bereits 2003 und 2004 gefundenen Scherben hat es vermutlich (geschätzt) ca 50 Gefässe gegeben von Schalen bis Vorratsgefässen. Diese konnten in der Kampagne 2005 nicht alle bearbeitet werden, zumal bei den Arbeitszeitbeschränkungen für Magazinarbeit in Luxor (9 bis 13 Uhr).
Die fünfte und letzte Kampagne fand vom 1.3. bis 29.3.2006 statt.
mit Teilnehmern des
Instituts für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster:
Prof. Dr. Erhart Graefe, Dr. Anke I. Blöbaum, M.A., des
Russian Institute for Egyptology Cairo:
Sergej Ivanov
Inspektor: Gaddafi Abder Rahim

E. Graefe, Publikation des thebanischen Grabes TT 196, (erschienen Oktober 2003) [in Verbindung mit Jan Quaegebeur (t), Peter Dils, Diethelm Eigner, et alii])

Grabungen des CFBE Bruxelles: Lichthof TT 196, Blick nach Osten

Grabungen des CFBE Bruxelles: Hauptraum TT 196, konsolidiert/ restauriert;
Opferständer restauriert
Eine weitere Grabungskampagne hat als DFG-gefördertes Unternehmen des Instituts in Münster allein zwischen dem 1.2. und 31.3.99 stattgefunden, um den Dritten Hof des Grabes komplett freizulegen (und in einer späteren Kampagne die Konsolidierung des Oberbaus zu beenden).
Plan von TT 196

Blick von Osten über den Oberbau von TT 196 mit dem zu entfernenden Schuttberg
über der Südhälfte des Dritten Hofes im Hintergrund links
Die Grabung bestätigte nach Abtragen von 700cbm Schutt die Hypothese, dass die starke Achsenverschiebung zwischen Ober- und Unterbau an der Existenz eines älteren Grabes im Südwestzwickel des Dritten Hofes liegen könne. Tatsächlich wurde der Eingang eines Korridorgrabes aus dem Mittleren Reich gefunden, das eine Vertiefung mit mindestens zwei Kammern aufweist, von denen eine in Richtung auf das Grab TT 196 (den eben erwähnten Zwickel) verläuft. Sie reichen nicht weit genug nach Norden, um die Nutzung des freien Zwickels im Dritten Hof wirklich zu behindern, aber die Bauleute des Grabes TT 196 werden einen Sicherheitsabstand für notwendig gehalten haben. Immerhin könnte vor dem Vorplatz zum neuen Grab noch ein Schacht verborgen sein. Dies kann aber wegen der Tiefe des Felsbodens unter den Hofmauern nicht untersucht werden ohne diese selbst zu entfernen, was kaum in Betracht kommt.

Der Dritte Hof am Ende der Kampagne

Eingang zum neuen Grab
Das folgende Bild zeigt einen Blick in die ersten sieben Meter des neuen Grabes. Man sieht Spuren antiker Plünderung (Mumienleinen) und vorne links einige Nilschlammziegel der von Grabräubern von aussen eingestossenen ehemaligen Blockierung des Eingangs. Rechts im Schatten befindet sich die erwähnte 1,80m tiefe Erweiterung (Nische), an deren Schmalseiten je eine Kammer abgeht.

Einblick in den Korridor des neuen Grabes unter dem Dritten Hof von TT 196
In der oberen Zone von Aushubschutt des Hofes, der vom Aushauen des Hofes des
Grabes TT 192 des Cheruef stammen dürfte, wurde ein leicht beschädigter, aber
im Prinzip intakter Frauensarg aus der 21. Dyn. gefunden, der eine einfache
unbeschriftete Mumie ohne Beigaben enthielt.

Frauensarg
Er dürfte hier von den Bauarbeitern des Grabes TT 196 belassen worden sein, nachdem festgestellt worden war, dass die Mumie der Beraubung nicht lohnte.

Dritter Hof am Ende der Grabung 1999
In der Mitte sieht man den weißen Aushubschutt (des Grabes TT 192 ?), rechts
davon die Felsoberfläche, vorn als "Vorhof" zum Eingang des Grabes
aus dem Mittleren Reich horizontal abgearbeitet, weiter hinten zwei Meter hoch
anstehend. Die alte Felsoberfläche fiel nach Osten (in die Bildtiefe) hin stark
ab. Diese wurde von uns nicht vollständig abgegraben, weil der Schutt-Block
links als Aufweg für die Träger beibehalten werden mußte und ein Tiefergehen
bei dem geringen zur Verfügung stehenden Platz zu gefährlich wurde.

Situation des Grabes TT 196 unterhalb des Metropolitan House
zurück zum Inhaltsverzeichnis
Die nächste Kampagne hat im Februar/März 2000 stattgefunden. Die Restaurierung der
1999 freigelegten Mauern des Oberbaus von TT 196 wurde durchgeführt; Die
Freiräumung des neu gefundenen Grabes aus dem Mittleren Reich wurde
fortgesetzt.

Dritter Hof am Ende der Grabung 2000
Die Hofmauern wurden im Westen und Süden (vorn und rechts) ein Stück hoch
ergänzt, um die existierenden Reste zu bewahren und um erneutes Überdecken
durch Schutt zu verhindern. Da der Eingang zum neuen Grab (rechts vorn im
Winkel unter der Mauer) offen bleiben sollte, wurde der heutige Hofboden tiefer
angelegt als der antike (Stufenterrassen links erlauben Zutritt über die
nördliche Umfassungsmauer). Im Mittelgrund rechts war eine weitere
Terrassierung nötig (Bruchsteinmauer), weil in diesem Abschnitt die alte
Hofmauer vollständig zerstört war und auch im antiken Zustand gar nicht tief
genug reichte (sie war einfach auf die wellige Schuttoberfläche des 6.Jhdts.
v.Chr. gesetzt).

Planskizze von TT 196 und dem neuen Grab im Jahre 2000
Das Grab besteht wahrscheinlich ursprünglich aus zwei Gräbern, die sekundär
vereinigt wurden. Damals, am Ende des Neuen Reiches, wurde etliche Nischen E
bis I dem ursprünglichen Raum C hinzugefügt. D ist der zweite Eingang. Kurz vor
Ende der Grabung wurden in F und H Schächte gefunden, die 2001 freigerämt
werden sollen.

Riss in der Felswand des Korridors des neuen Grabes
Die Öffnung außerhalb der Felsoberfläche außen ist hier (temporär) größtenteils durch eine Holzplatte abgedeckt. Später wurde der ganze Spalt von innen vermauert.

Schutthalde über dem neuen Grab
In der Mitte oben
sieht man einen Schutt-Trichter in der Wand: Einige Kubikmeter Schutts brachen
am Anfang der Kampagne 5m tiefer durch den gerade gezeigten Spalt in das Grab
ein. Das gleiche war einige Meter weiter südlich an der Stelle D der
Plansskizze der Fall und machte mehr als vier Wochen Schutt-Abgrabung nötig.
Dort entpuppte sich die Öffnung als ein zweiter veritabler Grabeingang.
Die Mumie von 1999 wurde im Luxor International Hospital mit Hilfe der und
Finanzierung durch die Firma Toshiba einer Untersuchung mit einem
Computer-Tomographen unterzogen; Die sonstigen Knochen aus dem neuen Grab
wurden zusätzlich untersucht (Paläoanthropologische Arbeitsgruppe Prof. Dr. A.
Nerlich, München).

Die Computer-Tomographie musste in Einzelschritten erfolgen, da das Gerät in
Luxor nicht genügend Speicherplatz hatte. Aus dem gleichen Grund musste auf die
Fusspartie verzichtet werden. Eines der Ergebnisse war, dass bei der Frau
(Alter zwischen 20 und 30 Jahre) das Gehirn nicht wie üblich durch die Nase
entfernt worden war. Stattdessen hatte man sie enthauptet, um das Gehirn durch
die Halsöffnung herauszunehmen.
Die Grabung wurde von zwei Fernsehteams besucht. Eine Sendung ist bereits am
3.4. ausgestrahlt worden (22.00 Uhr "Focus", ProSieben); die andere
ist im Sommer 2000 von "ARTE" als längere Reportage gesendet worden.
zurück zum Inhaltsverzeichnis
Eine weitere Grabungskampagne mit Leerung der im Vorjahr gefundenen Schächte
und ihren Grabkammern sowie der Freilegung des Eingangs II von aussen hat im
Februar/März 2001 stattgefunden.

Die Grabkammern K und L waren bis zur Decke mit Plünderungsschutt gefüllt: Knochen, Holz, Mumienleinen, Reste von Grabausstattungen, Gefässe, Scherben. Bevor die beiden Gräber mit Aushub eines späteren Grabes vollgestopft wurden (Schächte und alle Räume der ersten Ebene) hat man anscheinend zunächst vorzugsweise die eigentlichen Grabkammern K und L (wie auch die im Jahre 2000 freigeräumten Kammern A und B) mit diesem Plünderungsschutt verfüllt. Allerdings war deren Volumen zu klein. Weiterer Schutt dieser Art wurde auch auf dem Boden der Schächte und in geringem Umfang in deren Verfüllung angetroffen. Eine 50cm hohe Schicht davon hatte im vorigen Jahr den Boden der Nische G bedeckt. Die Plünderung erfolgte in der Antike, spätestens im 6. Jhdt.v. Chr., wahrscheinlich aber schon Ende des Neuen Reiches. Die Grabräuber haben generell die Langseiten der Särge (zwecks Wiederverwendung ?) mitgenommen, wir haben nur Boden-Kanthölzer, Seitenkanten und Schmalseiten, dies aber in großer Zahl (etwa 250).
Insgesamt sind in den beiden Gräbern einmal mindestens 195 Personen bestattet gewesen, davon etwa 23% Kinder; die meisten starben im Alter zwischen 18 und 40 Jahren, nur 6 wurden älter als 60 Jahre. Die überwiegende Zahl der Personen kann keinen Sarg besessen haben, weil für so viele Särge in den Kammern gar kein Platz vorhanden war. Die Toten waren nicht einbalsamiert, sondern nach Entnahme der Eingeweide nur in Mumienleinen eingewickelt, allerdings in großen Quantitäten.
Die von Anfang an für die beiden Gräber angenommene Zeitstellung hat sich bestätigt und weiter präzisiert. Die verschiedenen gefundenen Schmalseiten von dekorierten Särgen bezeugen eine Belegung der Kammern K und L von der 12.Dyn. über die Zweite Zwischenzeit bis spätestens den Anfang der 18.Dyn. (Nachbestattungen vom Ende des Neuen Reiches hat es nur in dem bereits im Jahre 2000 freigelegten Teil des Doppelgrabes gegeben. Nur diese können eventuell in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg geplündert worden sein, weil der Korridor jenseits der Vertiefung „D“ bis zur Decke noch durch den Aushubschutt aus der Zeit des 14. Jhdts.v.Chr (?) blockiert war).
1). Von mindestens einer Grabausstattung aus dem MR stammen die folgenden Objekte:
1 Frauensarg (Teile)
(zu der Mumienkartonage der Wosret aus dem Jahr 1999?)
1 Spiegel
1 Kopfstütze (Oberteil)
1 hölzerne Statuette (Opferträgerin, vollständig)

1 kohel-Gefäß aus
Alabaster
(zerbrochene) Pfeile
(zerbrochene) Stöcke oder Teile eines leichten Möbels
Viele Fragmente eines Modellbootes (Riemenblätter, Arme und Beine von Ruderern,
der Mast, (aber nicht der Bootskörper))
Keramik aus dem MR
Fragmente von mindestens 2 weiteren MR-Särgen
1 vollständiges Gefäß mit einer hieratischen Inschrift von 4,5 Zeilen:

Ein Totenbrief. Es
handelt sich dem Artikel im „Lexikon der Ägyptologie“ „Briefe an die Toten“
zufolge erst um das 14. bekannte Exemplar.
2 Kugeln aus Fayence, davon eine vollständig, wohl Elemente von Ketten (es gibt
auch Deutungen als "Ritual-Bälle").
Zu dem im vorigen Jahr gefundenen Kästchen mit Bein-Auflage wurde auch noch der
ebenso dekorierte Deckel gefunden.
Außerdem: Mehrere Teile von kleineren und größeren undekorierten Kästen, zwei
vollständige und eine fragmentarische „Totenkonkubine(n)“ aus Holz
(„Flachbrettpuppe“).
2). Aus späterer Zeit:
Fragmente von mindestens 2 Särgen aus der Zweiten Zwischenzeit
Eine Mumie war noch im groben vollständig. Die Grabräuber hatten den
Brustbereich aufgerissen und daher fehlte ein Teil der Knochen. Die männliche
Person war in 14 sehr große Leintücher eingewickelt (jedes 4,50m * 1,50m, eine
Seite mit Fransen besetzt. Einige davon weisen eine Namensaufschrift in
Hieratisch auf; der Mann hieß Senbu, Sohn eines Amenhotep. Zu dieser Mumie
gehören auch ein vollständiges Hemd und ein Dreieckstuch.
3). Fragmente von Särgen aus dem Anfang des Neuen Reiches (Rishi-Särge).
Fragmente von mindestens einem schwarz gefirnisten Sarg mit Inschriften in gelb
vom Anfang der 18. Dyn., dazu entsprechende Keramik.
2 Ringe aus Silberdraht, davon einer mit einem Miniaturskarabäus aus Fayence,
einer mit einer Ringplatte aus Lapislazuli, die in Weichgold (?) gefasst ist.
Die eine Seite zeigt ein vegetabiles Motiv, die andere die Hieroglyphen „nzw-bjt“.
1 Importgefäß mit einem Siegel, das einen Pseudo-Königsnamen aufweist; einzelnes
Schlammsiegel eines weiteren Gefässes mit „Schreitender Löwe“.
An archäologisch vollständigen Gefässen wurden insgesamt etwa 200 gefunden;
tatsächlich intakt davon etwa 20. Aus Zeitmangel konnte eine größere Zahl von
weiteren Gefässen nicht aus den vorhandenen Scherben zusammengesetzt werden.
Weil die Gräber im wesentlichen nur antik geplündert wurden, wird noch fast
alles vorhanden sein.
Der Anteil an vegetabilem Material war sehr groß, z.B. zwei vollständige
geflochtene „Teller“ und ein geflochtenes Körbchen mit Deckel; leider war keine
Zeit für mehr als die oberflächliche Dokumentation.
Nach Beendigung der Leerung der Innenräume wurde die Freilegung des Eingangs II
von außen in Angriff genommen. Der Eingang hatte im Jahre 2000 in 7m Tiefe nur
punktuell erreicht werden können und musste wegen der Abrutschgefahr von Schutt
ad hoc von innen zugemauert werden. Dazu war erneut eine ziemlich große Menge
Schutts zu bewegen, etwa 250m³. Die aus den oberen Schichten dieses
Schutthügels stammenden Funde, wie üblich Keramik, Knochen, Mumienleinen, wurde
nicht bearbeitet, sondern nach der Aufnahme der Innenräume durch die
Architektin in Grab M (Grabkammern A, B, Schacht D) deponiert. Aus Schichten
des Neuen Reiches stammen drei interessante Funde sowie ein archäologischer
Befund vom Anfang des neuen Reiches.
1). Ein Bildostrakon mit dem Kopf eines Königs mit Blauer Krone sowie einem
Krokodil mit Atefkrone.
2). Ein Fragment einer Schreibtafel mit hieratischer Beschriftung, auf einer
Seite ein literarischer Text in sehr schöner Schrift der 18. Dyn., auf der
anderen Seite eine sehr grobe Beschriftung.
3). Eine vollständige Doppelpacktasche mit Befestigungsschnüren wie man sie auf
Grabbildern aus Beni Hasan sieht.

4). Der archäologische Befund ist ein Ensemble von mehr als 30 „Roten Töpfen“,
die als Ritualensemble niedergelegt worden sind. Sie befanden sich auf dem
Felsboden etwas nach Süden versetzt unmittelbar
über dem Eingang II. Die Töpfe, sog. Bierkrüge und Kannen, waren auf eine
Unterlage von Blättern, Zweigen und teilweise eine Matte gelegt und alle
entweder zertrümmert oder „getötet“, d.h. durch ein mit einem Stab mit
schneller Bewegung hereingestoßenes Loch weiterer Benutzung entzogen worden.
Dieser Befund kann keinesfalls als Ergebnis einer Aktion von Grabräubern
gedeutet werden. Es ist mit dem aus memphitischen Gräbern der späteren 18. Dyn.
dargestellten „Zerbrechen der Roten Töpfe“ zu verbinden. Es handelt sich im
wesentlichen um genau die Typen von Gefässen, die auf diesen Reliefs
dargestellt sind, wenn auch anscheinend in kleineren Abmessungen (siehe Martin,
The Hidden Tombs of Memphis,1992, 1992,79). Dem Artikel „Zerbrechen der Roten
Töpfe“ von J. van Dijk im Lexikon der Ägyptologie zufolge ist ein solcher
Befund bisher noch nie zutage getreten, d.h. es wird keiner erwähnt.
Die Außenseite des Eingangs, d.h. der antiken Boden vor Eingang II konnte erst zwei Tage vor Grabungsende erreicht werden.

Er
brachte eine große Überraschung, nämlich den Anfang eines Dromos aus Ziegeln in
der Breite des Eingangs, Mauerstärke zwei Steine, Höhe noch 9 Lagen. Nach 3m
verschwinden die Mauern unter dem wieder 7m hoch ansteigenden Schutthügel. (Im
obigen Bild ist der Eingang (von innen) zugemauert zu sehen so wie das im Jahr
2000 wegen der Gefahr der Schuttabgänge von außen ad hoc getan werden mußte).
Aus Zeitmangel konnte diese sehr interessante Situation in dieser Kampagne
nicht weiter untersucht werden. Der Dromos wurde (vorläufig ?) wieder
zugeschüttet.
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In der Kampagne Februar-März 2002 wurde der im Vorjahr gefundene
Dromos nochmals freigelegt, und zwar auf doppelter Grundfläche. Dabei zeigte es
sich, daß es sich offenbar um eine Art Verblendung der rechts und links der
Eingangsöffnung vorspringenden „Fels“vorsprünge handelt. Die Mauern biegen nach
ca. 4m nach außen um und bilden so eine Art Stirnwange von etwas mehr als 1m
Breite (rechts voll erhalten).
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Der Zweck war offenbar, dem Eingang zwischen den groben Felszungen eine
„ansehnliche“ Einfassung zu geben. Der Nilschlammestrich zwischen den
Ziegelmauern ist mehrfach erneuert worden. Am Beginn des Dromos fand sich auf
der Südseite auf dem Boden ein Horizont von Plünderungsmaterial, dabei sehr
viel Keramik, u.a. zwei Miniaturgefässe. Von der großen Menge weiterer Scherben
konnte nur ein Gefäß vervollständigt werden, da sich die Schicht noch viel
weiter nach Süden und Osten unter den schon wieder 7m hoch ansteigenden
Schutthügel erstreckt. An weiteren Funden sind zwei Fragmente von Schalen mit
weißen „Fingertupfen“ und ein Stück einer Klapper aus Bein in Form eines
menschlichen Arms. Diese Klappergeräte als „Musikinstrumente“ bestehen immer
aus zwei Stück. Da die Aussichten auf weitere finanzielle Förderung zu gering
sind, wurde das Projekt damit aufgegeben und der Dromos wieder zugeschüttet.
Das ist sehr bedauerlich, denn wenige Meter weiter nach Südosten sind weitere
Gräber aus dem Mittleren Reich zu erwarten. Die Ägyptenverwaltung hat vor, den
seit 1999 entstandenden großen Krater von etwa 16m * 16m * 5m mit Abraum aus
anderen Grabungen wieder zu verfüllen. Zum Schutz der Südfront der
Umfassungsmauer von Grab TT 196 wurde von uns auf Wunsch der Antikenverwaltung
eine bis 1,80m hohe steinerne Mauer errichtet (etwa 45m lang) und das
ansteigende Schuttgelände so weit als möglich egalisiert.

TT 196 von Ost. Links Südfront und Steinmauer, dahinter der große Schnitt in
den Schutthügel für die Freilegung von Eingang II
Die Publikation dieser Grabung ist im Juni 2007 erschienen unter dem Titel:
"Die Doppelgrabanlage 'M' aus dem Mittleren Reich unter TT 196 im Tal el-Asasif in Theben-West"
von Erhart Graefe (mit Beiträgen von Nadejda Reshetnikova, Albert Zink und Andreas Nerlich, Anke I. Blöbaum und Sylvie Donnat)
als Band 5 der Reihe Aegyptiaca Monasteriensia, Aachen
in DIN A4, farbiges Frontispiez, 20+202pp, 145 Tafeln
Prof. Dr. Erhart Graefe (ab 2000)
Mittelägyptische Sprache:
E. Graefe, Mittelägyptisch. Grammatik für Anfänger (6. Auflage 2001)
E. Graefe, Vorbericht über die erste
Kampagne einer Nachuntersuchung der königlichen Cachette TT 320 von Deir el
Bahri.
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Abteilung Kairo 56, 2000,
215-221
E. Graefe, Über die Determinanten des
Pyramidenbaus bzw.: Wie haben die Alten Ägypter die Pyramiden erbaut?
Erschienen mit mehrjähriger Verspätung in der Festschrift für Burkart Kienast.
Versammelt von G.J.Selz (in: Alter Orient und Altes Testament 274, Münster
2003, 113-152, ISBN 3-927120-91-X in der Fassung von 1998.
Das Manuskript wurde inzwischen überarbeitet und ergänzt.
E. Graefe, The Royal Cache and the Tomb robberies
Vortrag während des Kolloquiums: The Theban Necropolis, Past, Present, and
Future, July 2000, The British Museum, London
Ende 2003 erschienen in:
The Theban Necropolis. Past, Present and Future, ed. by. Nigel Strudwick and
John H Taylor
The British Museum Press, London 2003, ISBN 0 7141 2247 5, 74-82 und Tafabb. 9-27.
E. Graefe, Altaegyptisch, Beitrag in B. Kienast, Historische Semitische Sprachwissenschaft, Wiesbaden 2001, 501-521
E. Graefe, Sat-Sobek und Peti-Imen-menu. Zwei ägyptische Särge aus Assiut und Theben im Gustav-Lübcke-Museum Hamm, Hamm 2001
E. Graefe, Grundsätzliches zur
Kernstruktur der Pyramiden
in: Göttinger Miszellen 191,2002, 111-112.
E. Graefe, Wohin mit den Toten? Ein
ewiger Zyklus: Begraben, Plündern, neue Bestattungen
in: Forschungsjournal Universität Münster, 11. Jg, Februar 2003, 15-21.
E. Graefe, Das Grab des Padihorresnet, Obervermögensverwalter der Gottesgemahlin des Amun (Thebanisches Grab Nr. 196) mit Beiträgen von Jan Quaegebeur (t), Peter Dils und Diethelm Eigner. (Monumenta Aegyptiaca IX (2 Bände)), Bruxelles 2003.
E. Graefe, Nochmals zum Gebrauch des Titels dwAt-nTr in der Spätzeit, in: JEA 89, 2003, 246-47.
E. Graefe, Aufsicht, Schnitt oder Werkzeichnung?
Zu den Darstellungen der Sonnenbarke im Grab Ramses VI.
in: Bildergeschichte. Festschrift für Klaus Stähler, hrsgg. von Jörg Gebauer, Eva Grabow, Frank Jünger und Dieter Metzler, Möhnesee-Wamel 2004, 199-205.
E. Graefe, Lesefrüchte - zu den Friesziegeln OIM 16699 + 16708, 16607, sowie
field number MH 31.29a
in: Göttinger Miszellen 201,2004, 109.
E. Graefe, Final reclearance of the Royal Mummies Cache, DB320.
in: KMT, A Modern Journal of Ancient Egypt 15,3,2004, 48-63
(Der Text enthält S. 54 unten rechts einen vom Herausgeber verursachten Fehler:
Nicht das Graffito der Neschons ist erhalten, sondern das unvollendete für
Pindudjem II.).
E. Graefe, Beitrag “Propagandaritual” oder Realität ? Abschreckung durch Bild und Wort
Beitrag Ächtung des Feindes, in:
[Kat.] Pharao siegt immer. Krieg und Frieden im Alten Ägypten hrsg. Von Susanne Petschel und Martin von Falck, Hamm 2004, 54-55.
E. Graefe, La cachette royale de Deir al-Bahari 1998, 2003, 2004, 2005
in: Egypte Afrique & Orient 38, Avignon 2005,7-12.
E. Graefe, 'Der Hügel (qAj) der Inhapi, der der Heilige Ort ist, in dem Amenhotep ruht',
in:
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo,61, 2005, Kairo 2006, 207-209
E. Graefe, Ein archäologischer Beleg für das Ritual des Zerbrechens der Roten Töpfe,
in:
Studies in Honor of Ali Radwan (Supplément ASAE 34), Le Caire 2005, I, 413-419
E. Graefe, Die Doppelgrabanlage "M" aus dem Mittleren Reich unter TT 196 im Tal el-Asasif in Theben-West
(Aegyptiaca Monasteriensia 5), Aachen 2007
E. Graefe. Nochmals zur Lage des Grabes Amenhoteps I.; in Göttinger Miszellen 214, 2007, 9-10.
E. Graefe, Was bedroht aktuell so genannte kleinere Fächer wie Ägyptologie ?, in: J.-D. Gauger – G. Rüther (Hgg), Warum die Geisteswissenschaften Zukunft haben! Ein Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2007, Freiburg/Basel/Wien 2007, 211-220.
E. Graefe and G. Belova, The Royal Cache TT 320: New Investigations 1998, 2003, and 2004, in: Annales du Service des Antiquités de l'Egypte 80, 2006, Le Caire 207-220.
WBG Weltgeschichte
Bd. I: Grundlagen der globalen Welt.
Vom Beginn bis 1200 v.Chr. Hrsg. von Albrecht Jockenhövel, Darmstadt 2009
Darin Erhart Graefe, Das Alte Ägypten S. 147-183
E. Graefe, kA mAat raw "Ursprung der Maat ist Re", in: W. Claes, H. De Meulenaere, S. Hendrickx (Hg), Elkab and Beyond. Studies in Honour of Luc Limme (OLA 191), Leuven 2009, 314-319
Datenverarbeitung:
E. Graefe, Projekt „Gnosarch“ von Edward Loring, Basel (universelles
post-relationales Datenbanksystem)
E. Graefe, Gnosarch und Textkorpus, in: Wege zu einem digitalen Corpus
ägyptischer Texte. Akten der Tagung „Datenbanken im Verbund“ (Berlin, 30.
September – 2. Oktober 1999) = Thesaurus Linguae Aegyptiae 2, Berlin 2003,
49-71
E. Graefe, Die öffentlich zugänglichen Datenbanken des Instituts für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster,
in: Göttinger Miszellen 208, Göttingen 2006, 105-111
HD Dr. Jochem Kahl (bis 31.12.2004)
Forschungsprojekte:
Seit 1998 „Funde aus dem sogenannten Menesgrab in Naqada“ (1998-2000 von der DFG gefördert; Vorberichte erschienen; Endpublikation in Vorbereitung)
Seit 2001 „Frühägyptisches Wörterbuch“ (2001-2003 von der DFG gefördert; Lieferung 1-3 erschienen; insgesamt 6 Lieferungen geplant)
2003 „Survey der Nekropole von Assiut“ (in Kooperation mit der South Valley University, Sohag; Vorbericht erscheint in SAK 32, 2004)
Monographien:
2001 Vergraben, verbrannt, verkannt und vergessen - Funde aus dem "Menesgrab" unter Mitarbeit von Eva-Maria Engel. 30 S., Münster.
2002 Frühägyptisches Wörterbuch unter Mitarbeit von Markus Bretschneider und Barbara Kneißler, Lieferung 1: 3 - f. III + 163 + X S., Wiesbaden, Harrassowitz Verlag.
2003 Frühägyptisches Wörterbuch unter Mitarbeit von Markus Bretschneider und Barbara Kneißler, Lieferung 2: m - h. 116 S., Wiesbaden, Harrassowitz Verlag.
2004 Frühägyptisches Wörterbuch unter Mitarbeit von Markus Bretschneider und Barbara Kneißler, Lieferung 3: h - h. 89 S., Wiesbaden, Harrassowitz Verlag.
Mitarbeit an Monographien:
2001 Erhart Graefe, Mittelägyptische Grammatik für Anfänger. 6., verbesserte und teilweise
veränderte Auflage unter Mitarbeit von Jochem Kahl. XI + 262 S., Wiesbaden, Harrassowitz
Verlag.
Herausgabe von Sammelbänden:
2003 (Mitherausgeber: Anke Ilona Blöbaum, Simon Schweitzer) Ägypten - Münster: kulturwissenschaftliche Studien zu Ägypten, dem Vorderen Orient und verwandten Gebieten. Donum natalicium viro doctissimo Erharto Graefe sexagenario ab amicis collegis discipulis oblatum. XVIII + 287 S., Wiesbaden, Harrassowitz Verlag.
Aufsätze:
2000 nb ("jeder") als Quantitäts-Substantiv in der frühen ägyptischen Sprache, in: Göttinger
Miszellen 175: 5-7.
2000 Ein bislang unbeachtetes Beispiel zur Unschädlichmachung von Schriftzeichen aus dem "Menesgrab" in Naqada, in: Studien zur Altägyptischen Kultur 28: 125-129.
2000 Die Rolle von Saqqara und Abusir bei der Überlieferung altägyptischer Jenseitsbücher (mit einem Beitrag von Martin von Falck), in: Miroslav Bárta - Jaromir Krejci (Hrsg.), Abusir and Saqqara in the Year 2000. Praha: 215-228.
2001 (Ko-Autoren: Anke Ilona Blöbaum und Simon D. Schweitzer) r oder nicht r: Affirmatives Futur III im pVandier rto, in: Göttinger Miszellen 180: 29-38.
2001 Perspektiven der Erforschung der frühen ägyptischen Schrift und Sprache, in: Joanna Popielska-Grzybowska (Hrsg.), Proceedings of the First Central European Conference of Young Egyptologists. Egypt 1999: Perspectives of Research. Warsaw 7-9 June 1999. Warsaw: 47-55.
2001 Die ältesten schriftlichen Belege für den Gott Seth, in: Göttinger Miszellen 181: 51-57.
2001 (Ko-Autoren: Tine Bagh - Eva-Maria Engel - Susanne Petschel) Die Funde aus dem "Menesgrab" in Naqada: ein Zwischenbericht, in: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo 57: 171-185.
2001 Hieroglyphic Writing During the Fourth
2002 Zu den Namen spätzeitlicher Usurpatoren, Fremdherrscher, Gegen- und Lokalkönige, in: Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde 129: 31-42.
2002 (Ko-Autorin: Eva-Maria Engel) Soziale Exklusivität: ein kanneliertes Schnurösengefäß in Kairo und Liverpool, in: Mamdouh Eldamaty - Mai Trad (Hrsg.), Egyptian Museum Collections around the World: Studies for the Centennial of the Egyptian Museum, Cairo. Cairo: 313-325.
2002 Schriftentwicklung in Ägypten, in: Welt und Umwelt der Bibel 4: 62-67.
2003 Zwei änigmatische Relieffragmente aus Beit Khallaf, in: Anke Ilona Blöbaum - Jochem Kahl - Simon D. Schweitzer (Hrsg.), Ägypten – Münster: kulturwissenschaftliche Studien zu Ägypten, dem Vorderen Orient und verwandten Gebieten. Donum natalicium viro doctissimo Erharto Graefe sexagenario ab amicis collegis discipulis oblatum. Wiesbaden: 149-166.
2003 Das Schlagen des Feindes von Hu, in: Göttinger Miszellen 192: 47-54.
2003 Forschungsvorhaben "Frühägyptisches Wörterbuch", in: Joanna Popielska-Grzybowska (Hrsg.), Proceedings of the Second Central European Conference in Egyptology. Egypt 2001: Perspectives of Research. Warsaw 5-7 March 2001. Warsaw: 75-83.
2003 Entwicklung der frühen Hieroglyphenschrift, in: Wilfried Seipel (Hrsg.), Der Turmbau zu Babel: Ursprung und Vielfalt von Sprache und Schrift. Band IIIA-B: Schrift. Graz: Band IIIA, 127-131; Band IIIB, 103-114.
2003 Die frühen Schriftzeugnisse aus dem Grab U-j in Umm el-Qaab, in: Chronique d’Égypte 78: 112-135
im Druck (Ko-Autor: Mahmoud El-Khadragy) The First Intermediate Period Tombs at Asyut Revisited, in: Studien zur Altägyptischen Kultur 32, 2004.
Lexikonartikel:
2001
Dr. Petra Vomberg
Deckenfragmente aus TT 196, in: Nigel Strudwick, The Tomb of Amenemopet called Tjanefer at Thebes (TT 297) = Abhandlungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo, Ägyptologische Reihe 19, Berlin 2003, 67-74 mit Taf. IV-V.
Es handelt sich um ein Teilergebnis der oben besprochenen Grabung in TT 196 von 1999.
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In Vorbereitung befindliche Doktor- und andere Arbeiten: (Arbeitstitel)
(Betreuer Graefe)
Peter Beylage
„Aufbau der königlichen Stelentexte vom Beginn der 18. Dynastie bis zur Amarnazeit. Ein Beitrag zur Frage nach literarischen Formen und Texten in Ägypten“
2000
Petra Vomberg
„Das Erscheinungsfenster innerhalb der amarnazeitlichen Palastarchitektur
Herkunft – Entwicklung – Fortleben“
2001
Martin von Falck
„Textgeschichtliche Untersuchungen zu Götterreden und verwandten Texten auf ägyptischen Särgen und Sarkophagen von der 3. Zwischenzeit bis zur Ptolemäerzeit
Teil I: Nut-Texte, ausgewählte Götterreden und Pyramidentextspruchauszüge“
2002
Anke I. Blöbaum
"Denn ich bin ein König, der die Maat liebt". Herrscherlegitimation im spätzeitlichen Ägypten.
Eine vergleichende Untersuchung der Phraseologie in den offiziellen Königsinschriften vom Beginn der 25. Dynastie bis zum Ende der makedonischen Herrschaft
2005
Magdi Omar
Lexikographische Untersuchungen zu den Begriffen „Feind“ und Verwandtes im
Alten Ägypten
2003
Markus Bretschneider
Studien zur automatisierten Bearbeitung hieratischer Texte unter Verwendung von Methoden der elektronischen Bildverarbeitung anhand des Papyrus Bremner Rhind (Arbeitstitel)
Christian Bayer
Teje und Nofretete: Eine ikonographische und ikonologische Studie
(Arbeitstitel)
(Betreuer Kahl)
Jan Moje
Untersuchungen zu Paläographie und Klassifikation ramessidenzeitlicher
Privatstelen
2005
Simon D. Schweitzer
Schrift und Sprache der 4. Dynastie
2003
Kristina Hein
Wein als Wirtschaftsfaktor von der Frühzeit bis zum Ende des Mittleren Reiches
2007
In Vorbereitung:
Anke I. Blöbaum
Die historische Stele des Amasis aus Elephantine. Eine neue Edition des Textes.
Magisterarbeiten
(Betreuer Graefe)
Carola Nafroth
Untersuchungen zu den Grabinventaren von mittelägyptischen Gräbern aus dem Mittleren Reich
2005
Julia Schmitt
Die Särge der umgebetteten Personen aus der sogenannten Königlichen Cachette von 1881 und aus KV 35: Studien zu Herkunft und zeitlicher Einordnung
2007
Kathrin Butt
Kulturverschmelzung im ptolemäischen Ägypten, untersucht anhand von ausgewählten Privatgräbern
2007
Sebastian Schmidt
Untersuchungen zu Antinoopolis (Archäologie und Geschichte des Ortes)
2007
Wiebke Schliemann
Untersuchungen zu Qosseir – Archäologie und Geschichte des Ortes
2008
Katarzyna Blok
Untersuchungen zur Bautätigkeit des Echnaton außerhalb Amarnas
2008
Marta Gorecki
Essen und Trinken im Alten Ägypten aufgrund von inschriftlichen und archäologischen Zeugnissen. Versuch einer Bestandsaufnahme nach Raum und Zeit
2008
Silvia Drobny
„Funktion und Typologie von Herzskarabäen“
2008
Klaus Ohlhafer
Prosopographie der höheren Beamten und Priester der 20. Dynastie
2009
Christian Huyeng
Die königliche Selbstdarstellung und Legitimation am Beispiel der Titulatur Thusmosis III.
2009
Laura Sanhueza-Pino
Die symbolische Feindvernichtung . Darstellung eines von der Frühzeit bis zum Ende der ägyptischen Geschichte nachwirkenden Ikons
2009
Benjamin Wortmann
Untersuchungen zum Begriff bAkw ("Abgaben")
2009
Walter Vorderwülbecke
Die ptolemäischen Königinnen. Eine Untersuchung über "Individualität" bei den Darstellungen der Ptolemäerinnen in den Ritualszenen der ägyptischen Tempel und auf Stelen
2009
(Betreuer Kahl)
Christina Hötzel
„Namentlich bekannte und nicht bekannte Privatleute der 3. Dynastie: Erstellung von Dossiers und historische, soziale und archäologische Interpretation ihrer Titel und Hinterlassenschaften“
2001
Melanie Prinz
„Lokalkönige, Gegenkönige und gewaltsamer politischer Widerstand in Ägypten von 716 – 30 v.u.Z.“
2001
Haggag Elshahhat
Userkaf, Sahure, Neferirkare - eine Geschichte ihrer Zeit-
2003
Barbara Kneißler
'Provinzialkunst' in Mittelägypten zur Zeit des Mittleren Reiches:
Theoretische Grundlagen zu ihrer Entstehung und Erkennung sowie ausgewählte
Belege am Beispiel der Privatplastik
2003
Katrin Scheele
„Die Stoffliste(n) in Privatgräbern des Alten Reiches (4.-8. Dynastie)“
2003
Aline Schram
„Muscheln und Schnecken in Frühzeit und Altem Reich: Funktionen und Bedeutung an ausgewählten Beispielen“
2004
Markus Bretschneider
Liste der nicht bei Gardiner, Egyptian Grammar, enthaltenen Hieroglyphen in den Königspyramiden der 5. und 6. Dynastie
2004
Meike Becker
Varietäten „inoffizieller Religion“ am Beispiel von Assiut: Definitorische Überlegungen anhand ausgewählter Belege
2004
Ines Köhler
Digressionstypologie der Sinuhe-Geschichte: Auswertung unter besonderer Berücksichtigung der Textüberlieferung und des Schulunterrichtes
2005
Melanie Schüller
Die Bedeutung von Sport und Kampf für die Gaufürsten der Ersten Zwischenzeit und des Mittleren Reiches
2006
Neue Reihe, hrsgg. von Erhart Graefe:
Aegyptiaca Monasteriensia, Münster/Aachen; Shaker Verlag
Band 1: (erschienen 1996)
Thomas Grothoff
Die Tornamen der ägyptischen Tempel
Band 2: (erschienen im September 1999)
Basma Koura
Die „7-Heiligen Öle“ und andere Fettnamen.
Eine lexikographische Untersuchung zu den Bezeichnungen von Ölen, Fetten und
Salben bei den Alten Ägyptern von der Frühzeit bis zum Anfang der Ptolemäerzeit
(von 3000 v.Chr. bis ca. 305 v.Chr.)
Band 3: (erschienen 2002)
Kirsten Butterweck-AbdelRahim
Untersuchungen zur Ehrung verdienter Beamter
Band 4: (erschienen 2006)
Anke. I. Blöbaum
„Denn ich bin ein König, der die Maat liebt“. Herrscherlegitimation im spätzeitlichen Ägypten.
Eine vergleichende Untersuchung der Phraseologie in den offiziellen Königsinschriften vom Beginn der 25. Dynastie bis zum Ende der makedonischen Herrschaft
Band 5: (erschienen 2007)
Erhart Graefe, Die Doppelgrabanlage "M" aus dem Mittleren Reich unter TT 196 im Tal el-Asasif in Theben-West