Michail Fridman (Михаи́л Фри́дман)

(Unternehmer, Russland)

 

Michail Fridman (*1964), Chef der Alfa Gruppe, die als mächtigste Oligarchengruppe der Putin-Ära gilt.

Gleich zu Beginn der Perestroika gründet Fridman Kooperativen in diversen Wirtschaftszweigen. Das große Geld verdiente er im Außenhandelsbereich mit Alfa, die zunächst Waren wie Zucker, Tee und Zigaretten handelte und 1992 die sehr lukrative Lizenz für den Export von russischem Öl erhielt. Der Aufstieg Fridmans ist eng mit seinem Partner Pjotr Aven (2. Mann bei Alfa) verbunden, der praktischerweise Anfang der 90er Jahre russischer Außenhandelsminister war. 

Fridman gründete auch Finanzgesellschaften, aus denen die Alfa-Bank hervorging. Beim Zusammenbruch des Rubels 1998 überlebte die Bank und ist mittlerweile die größte Privatbank Russlands

1996 gehörte Fridman zu den großen Oligarchen, die die Wiederwahl Jelzins organisierten.

Alfa konnte sich nicht die allerbesten Konzerne sichern, da zu dieser Zeit andere Oligarchen bei Jelzin höher im Kurs standen, sicherte sich jedoch lukrative Firmen aus der zweiten Reihe und ist heute u.a. der führende Ölxporteur, besitzt die größte Supermarktkette in Moskau (Perekryostok), den zweitgrößten russischen Mobilfunkkonzern, Baufirmen, Versicherungen, Internetprovider und den Wodkaproduzenten Smirnov.

Die Alfa-Gruppe vermeidet nach Möglichkeit eine direkte Einmischung in die Politik. Eines der wenigen öffentlichen Ämter von Fridman ist ein Sitz im Vorstand der Russischen Jüdischen Kongresses.

Forbes schätzte 2006 sein Vermögen auf 9,7 Milliarden US-Dollar

 

Links:

http://www.netstudien.de/Russland/fridman.htm

http://www.aktuell.ru/rupol0022/morenews.php?iditem=92

http://marxblaetter.placerouge.org/2003/03-6-19.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Maratowitsch_Fridman