Ostseerat

(Council of Baltic States, CBSS)

 

Der Ostseerat wurde 1992 auf deutsch-dänische Initiative ins Leben gerufen und half zunächst bei der Annäherung der neuen osteuropäischen Demokratien an die EU.

Mitglied des Ostseerates sind Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, Russland, Schweden und die Europäische Union. Einen Beobachterstatus haben Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Italien, Slowakei, Ukraine sowie die USA. Der Ostseerat hat sein Sekretariat in Stockholm, derzeitige Direktorin ist Gabriele Kötschau aus Deutschland.

Nach dem Ende des Kalten Krieges sollte der Ostseerat das "friedliche Zusammenwachen Europas" im Bereich der Ostsee fördern. Der Ostseerat befindet sich in einem Gefüge zahlreicher anderer überlappender Institutionen (EU, OSZE, NATO) und versucht, neben der Förderung wirtschaftlicher und politischer Kooperation im Bereich "weicher" Probleme (Umweltverschmutzung, Kriminalität, Tourismus, Verkehrsinfrastruktur etc.), Kooperationen zwischen den ehemaligen verfeindeten Lagern auf unterschiedlichen staatlichen und nicht-staatlichen Ebenen anzustoßen.

Seit der Osterweiterung der EU 2004 hat der Ostseerat weitgehend an Bedeutung verloren, da bis auf Russland alle Ostsee-Anrainer Mitglied der EU sind und die meisten Themen der Region in Brüssel behandelt werden.

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ostseerat

http://www.cbss.st/