Opus Dei

 

Katholische Personalprälatur mit Sitz in Rom; 1928 von J. Escrivá de Balaguer y Albás gegründet, vereinigt Weltpriester und (überwiegend) Laien in rund 90 Ländern. Opus Dei hatte 2005 weltweit ca. 85 000 Mitglieder, darunter über 1 800 Priester (in Deutschland gibt es ca. 1 600 Mitglieder). An der Spitze von Opus Dei steht seit 1994 J. Echevarría Rodríguez.

Seit den 80er-Jahren ist Opus Dei wegen seiner extrem konservativen Positionen sowohl von inner- wie auch von außerkirchlicher Seite zahlreichen kritischen Anfragen ausgesetzt, die zum Teil bis heute bestehen. Die Kritiker stellen dabei nicht den vom Opus Dei selbst gesetzten Auftrag der Heiligung des Alltags infrage, sondern fokussieren ihre Kritik in der Aussage, das Werk fördere systematisch und gezielt (auch über seine Organisationsstruktur) restaurative, hinter das 2. Vatikanische Konzil zurückgehende Tendenzen in der katholischen Kirche. So werden ihr Unterstützung von rechtsgerichteten Diktaturen, sektenähnliche Kontrollmechanismen, undurchsichtige Finanz- und Organisationsstruktur, eine konservative Theologie (die eine "Minderwertigkeit" von Frauen definiere) und aggressive Rekrutierungsmethoden vorgeworfen.

Seitens des Opus Dei wird dagegen betont, dass seine Spiritualität entsprechende Aussagen des Konzils vorweggenommen habe und die Organisation wird von konservativen katholischen Kreisen, besonders innerhalb der Kurie, insbesondere wegen ihren Fokus auf die "Heiligung des Alltagslebens von Laien" hoch geschätzt.

 

 

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Opus_Dei