Der politische Abgang Lafontaines
Selbsteinschätzung:
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Unvereinbarkeit der polit. Gegensätze zwischen ihm und Kanzler Schröder
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Vertrauensverlust gegenüber Schröder und anderen Koalitionsmitgliedern (Hombach, Clement, Fischer, etc.), Start einer "Diffamierungskampagne" aus dem Kanzleramt heraus gegen ihn, fehlende polit. Fairness
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Neue Prioritäten (Privatleben)
Andere Einschätzungen:
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fehlende Unterstützung für Lafontaines Finanzpolitik sowohl auf nationaler Ebene (Schröder) als auch auf internationaler Ebene (Blair, Jospin waren gegen Einflußnahme auf die Europäische ZentralBank)
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Überschätzung der eigenen Möglichkeiten: "Nur mit einem um die Abteilung "wirtschaftspolitische Grundsatzfragen" angereicherten Ministerium meinte der SPD-Chef den Staat machen zu können, der ihm vorschwebte. Doch er mußte erfahren, daß das ganze Ministerium samt Parteivorsitz nichts taugt, wenn einer wie Schröder per Richtlinienkompetenz regiert." (Hickel)
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"Verschwörung" des Kapitals: Lafontaine hatte seit dem Regierungsantritt keinen Hehl daraus gemacht, dass er eine Politik der wirtschaftlichen Umverteilung "von oben nach unten" betreiben wollte, incl. neuer finanzpolit. Regulierungen (int. Aktienmärkte, europ. Arbeitspolitik). Damit hat er sich viele, mächtige Feinde geschaffen: die Arbeitgeberverbände, die Amerikanische Zentralbank, die Europäische Zentralbank sowie viele weitere neoliberal orientierte wirtschaftl. & polit. Eliten incl. deren Medien (z.B. Titelbild "Sun": Lafontaine - der gefährlichste Mann Europas!)