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Medienkompetenz |
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Open
Course Ware - eine Initiative des MIT
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Damit hatte die Debatte um die OpenCourseWare gerade erst begonnen. Reaktionen von Fakultätsmitgliedern, von den Medien und aus der Netzgemeinde waren in der Folge vielfach auf dem Internet zu finden. So gab es einige erläuternde Erklärungen zu OCW auf einer Sitzung des Undergraduate Association Council am MIT, in denen auf die Vorteile von OCW für eine Undergraduate-Ausbildung hingewiesen wurde. So sah es das Council vor allem als positiv an, dass OCW die Lehrinhalte mehr vernetzen würde, was den Studierenden die Möglichkeit zu mehr interaktivem Engagement geben könnte. Ausserdem könnten dadurch die von ihnen belegten Kurse unterstützt werden, vor allem in Hinblick auf Prüfungen. Festgehalten wurde allerdings auch, dass OCW nicht eine bezahlte Ausbildung am MIT ersetzt. In diese Richtung gehen auch die Reaktionen einzelner Professoren, deren Aussagen gesammelt im Netz stehen. Der Tenor hier ist, dass mit OCW die Lehre in den Vordergrund gestellt wird und die Zusammenarbeit und der freie Austausch von Wissen zum Vorteil aller Netznutzer und darüberhinaus gefördert wird, einem, wie sie meinen, Grundgedanken innerhalb der Wissenschaft. Die Reaktionen aus aller Welt (u.a. Indien, Australien), die vom MIT gesammelt und auf der OCW-Seite wiedergegeben werden, lobten die Initiative und den Schritt des MIT, ihr Wissen zum Wohle der Menschheit über den digitalen Graben hinweg zur Verfügung zu stellen. Ein Studierender aus Sri Lanka kann dabei stellvertretend für viele Aussagen zitiert werden: "As an engineering student, I've used study materials already available on the MIT web site many times. I salute MIT for taking this important step for sharing knowledge that will greatly benefit students like me all over the developing world.". Unter den Reaktionen fand sich u.a. auch die von Joshua Lederberg, Träger des Nobelpreises von 1958 (Medizin), der sich als Gastdozent und erster Student für diese Initiative anbot. Die Gefahr, mit der
freien Abgabe der Lehrmaterialien die bezahlte Ausbildung am MIT auszuhöhlen,
sieht Dr. Vest nicht. Eine der Stärken des MIT ist gerade die menschliche
Erfahrung und die Zusammenarbeit zwischen Studierenden und den Lehrenden
in den Kursen und Laboren, sowie die einmalige akademische und studentische
Umgebung, in der in Cambridge, Massachusetts gelernt wird. Die OpenCourseWare
wird aber anderen Institutionen rund um den Globus helfen, ihre eigenen
Curricula zu entwickeln oder zu verbessern. Der Skepsis einiger Lehrender
hielt er entgegen, dass es fraglich sei, ob sich mit Universitätswissen
überhaupt Geld auf dem Internet verdienen lässt, da vielen der
kommerziellen Anbieter 'ein rauherer Wind um die Nase blies, als das von
ihnen erwartet wurde'. Neben den zahlreichen Meldungen der OCW-Initiative des MIT u.a. bei PC3.org , LEX MERCARTORIA, der Openeconomies- Malingliste bei Harvard und dem ORF, gibt es, wenn auch wenige, ausführliche Reaktionen, die auch kritisch sind. So hat Bob Jensen von der Trinity University unter der Überschrift 'Threads Regarding Professors Who Share' einen langen Artikel und eine ausführliche Diskussion mit anderen auf das Netz dazu gestellt. Seine Hauptkritikpunkte (sobering points, wie er es nennt) sind,
Frank Hartmann geht
in seinem
Telepolis-Artikel noch eine Spur kritischer mit der MIT-Initiative
zu Gericht - hier ein Auszug:
Die für die Produzenten wissensschaftlicher Inhalte und Beiträge so wichtige Diskussion wird im Netz breit geführt und ist gut dokumentiert. So hat die Association of Research Colleges and Libraries eine Seite dazu und in Nature gibt es eine Online-Debatte. Während die Diskussionen um die OpenArchives-Idee (siehe auch die Public Library of Science) und die Publikationsdebatte in die großen Wissenschaftspublikationen Eingang gefunden haben, sucht man nach frei zugänglichen Artikeln zu OpenCourseWare dort vergebens. Bei Science gibt es gerade einmal zwei Artikel zu dem Thema, die man aber leider bezahlen muss. Bei anderen großen Wissenschaftspublikationen und Verbänden wie dem Spektrum der Wissenschaft, Nature, der AAAS, der DFG oder dem BMBF taucht diese Initiative erst gar nicht auf.
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