Links und Texte

Thomas Heinrichs: Zeitbegriffe - Zeitbegriff.

Analyse ihrer Bedeutungsfelder

Dieter Kramer: Zwischen Beschleunigungswahn und Zeitverzögerung
Martin Held: Alles zu seiner Zeit...
+ weitere Texte aus der hgdö-Veranstaltung 'Die Zeichen der Zeit'

Dieter Hoffmeister: Der Hunger nach Zeit und die Beschleunigung der Gesellschaft

Peter Glotz: Digitaler Kapitalismus

Gespräch mit André Gorz

einschlägige Texte von H.J.Krysmanski:
'Indifferenz und Desintegration. Grenzen einer Soziologie der Moderne'
Cyber-Genossenschaften oder: die Assoziation freier Produzenten
Karl Marx: Das Kapital

Dieter Hoffmeister: Soziologie der Zeit (Seminar SS 2000)

Fredric Jameson: The Seeds of Time

Thomas Heinrichs: Zeit der Uneigentlichkeit. Heidegger als Philosoph des Fordismus

Julian Barbour: Zeit gibt es nicht

Oskar Negt: Die Krise der Arbeitsgesellschaft...

CNN Millennium History

The Long Now Foundation

DGB: Wo bleibt die Arbeit?

Paul Münch: Lebensformen der frühen Neuzeit...

Zeitensprünge (Heribert Illig)

 

Informationen zum Thema INTERNETZEIT
thanks to Ragnar Kopka
Telepolis
RalfMuerb

gefaesschirurgie-wien/weltzeit 2000sterne.de/swatch
cybertaro/internet/zeit

 

Der Zeitrhythmus
des Kapitalismus

Krysmanski WS 2000/01

Wilfried Glißmann, ein IBM-Betriebsrat, beschreibt den 'Zeitdruck' moderner Arbeit. "Die neue Dynamik im Unternehmen ist sehr schwer zu verstehen. Es geht einerseits um 'sich selbst organisierende Prozesse', die aber andererseits durch die neue Kunst einer indirekten Steuerung vom Top-Management gelenkt werden können, obwohl sich diese Prozesse doch von selbst organisieren. Der eigentliche Kern des Neuen ist darin zu sehen, dass ich als Beschäftigter nicht nur wie bisher für den Gebrauchswert-Aspekt, sondern auch für den Verwertungs-Aspekt meiner Arbeit zuständig bin. Der sich-selbst-organisierende Prozess ist nichts anderes als das Prozessieren dieser beiden Momente von Arbeit in meinem praktischen Tun. Das bedeutet aber, dass ich als Person in meiner täglichen Arbeit mit beiden Aspekten von Notwendigkeit oder Gesetzmässigkeit unmittelbar konfrontiert bin. Einerseits mit den Gesetzmässigkeiten im technischen Sinne (hinsichtlich der Schaffung von Gebrauchswerten) und andererseits mit den Gesetzmässigkeiten der Verwertung. Ich bin als Person immer wieder vor Entscheidungen gestellt. Die beiden Aspekte zerreissen mich geradezu, und ich erlebe dies als eine persönliche Verstrickung."

Drinbleiben oder Aussteigen, bis 40 sein Schäfchen ins Trockene bringen oder einen Teilzeit-Job auf Dauer, teilselbständig, selbständig oder auf 'reflektierte' bzw. 'zivilcouragierte' Weise abhängig usw. - das sind jetzt die Optionen derjenigen, die in die neuen Arbeitsmärkte einsteigen. Die Produktivkraftentwicklung zumindest im Umfeld der Cyberindustrie scheint immer mehr 'Arbeitnehmern' die Lebensperspektive eines partiellen Ausstiegs nahezulegen. Sie sehen in der Kybernetisierung und Algorithmisierung von Produktion, Distribution und Konsumtion Chancen eines 'multidimensionalen' Arbeitslebens, weil Arbeits-Zeit in Frei-Zeit und Frei-Zeit in Arbeits-Zeit übergegangen sind. Das scheint zunächst ein Gemeinplatz zu sein. 'Natürlich' ist unsere Freizeit längst durchkommerzialisiert, 'natürlich' wird vom leistungsbereiten Arbeitnehmer verlangt, auch in seiner Freizeit 'den Betrieb' nicht zu vergessen. Doch jetzt ist der Kampf um die Begrenzung der individuellen Arbeitszeit endgültig in die unabweisbare Notwendigkeit der Neuverteilung gesellschaftlich notwendiger Arbeitszeit übergegangen. Nach André Gorz wäre es möglich, die notwendige Arbeit in viel weniger Zeit zu leisten, wenn sie von der gesamten Bevölkerung getragen würde. Schon vor Jahren trat er dafür ein, und beispielsweise Oskar Lafontaine nahm das auf, dass jeder Bürger die gesamte Anzahl zu leistender Arbeitsstunden in seinem Leben selbstständig einteilen sollte und dass ein soziales Einkommen den Lebensstandard garantieren müsse, um die Menschen von ihren Existenzängsten zu befreien. Alle Welt hat darüber gelacht. Doch eines ist klar: andere Zeithorizonte als der Rhythmus des Kapitals sind wirksam und werden gelebt und bilden die Basis künftiger Möglichkeiten...

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Als Hintergrundtext:
Heinrichs: Zeitbegriffe

Arbeitsgruppen
AltaVista / Google / Suchmaschinen

Das Regime der Uhren
Der Kampf um den 8-Stunden-Tag
Fordismus und Schichtarbeit
Swatch-Zeit (C.Bockskopf)
Arbeitszeit in der neuen Ökonomie
Das Zeitregime der Schule / der Universität
Termine und Fristen im Kreditwesen
Daytrading
Das Zeitregime der Global Players
' geldreich / zeitarm' vs. 'zeitreich / geldarm'?
Das Zeitregime der bürgerlichen Demokratie
'Ladenschlusszeiten'
Zeitbudgets / Lebenszeitplanungen
etc.etc.

 

Die Sache mit dem Ladenschluss
Strukturwandel des Einzelhandels in Deutschland
DGB: Arbeitszeit-Box !!!
Politikforum: Ladenschlusszeiten

 

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