Zukunft
der
Hochschule
SS
2000, Di. 16-18, Raum: 554
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'Die
Universität im Jahre 2005'
(Expertenkreis 'Hochschulentwicklung durch neue Medien'):
Spätestens
im Jahre 2005 werden die deutschen Hochschulen im direkten Wettbewerb
mit privaten Anbietern stehen. Mehr als die Hälfte aller Studierenden
wird dann virtuelle Studienangebote nutzen. Studenten werden
nicht mehr nur zwischen staatlichen Hochschulen wählen. Im globalen
Online-Bildungsmarkt werden private Bildungsanbieter und Corporate
Universities dem staatlichen Angebot Konkurrenz machen. Kooperationen
zwischen Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen sowie Bildungs-Broker
für individuelle Bildungsangebote werden neue Akzente in der
Bildungslandschaft setzen. Der
'globale Bildungs- und Wissensmarkt' wird beherrscht sein durch
Internationale Konsortien, Corporate Universities, Netzwerke
von Universitäten und Virtuelle Universitäten - sagt
der Expertenkreis. Die 'alte Alma Mater' wird ein Schattendasein
fristen.
Von den spekulativen, imaginativen und kreativen Menschen, die
einfach nur studieren (und lehren) und dabei und danach Wissen
produzieren wollen, ist nicht mehr die Rede. Manche hätten
deshalb, um das 'wirkliche Wissen' zu retten, fast schon lieber
ein künftiges Europa
ohne Universitäten.