Ach ja...

17. Oktober 1998

Alumni, Freunde, Corporate Identity – Historische Aspekte universitärer Identität

Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart vom Institut für Geschichte der Medizin sprach bei der Jahresfeier der Ruprecht-Karls-Universität – Historische Analyse am Beispiel Heidelbergs und kritische Auseinandersetzung mit "Corporate Identity" im universitären Kontext

Prof. Wolfgang U. Eckart beschrieb die Heidelberger Entwicklung von der "Vereinigung der Freunde der Studentenschaft" bis hin zum heutigen "Heidelberg Alumni International". Seine weitergehende Frage: Bedarf Universität überhaupt einer neuen Identität? Hier seine Rede im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,
man bat mich, heute und hier diese Festrede zu halten – als solche ist sie zumindest – im Programm ausgewiesen; ich habe spontan und gerne zugesagt und stehe nun vor einem großen Publikum, das darauf wartet zu erfahren, was sich hinter dem – zugegeben – etwas ungewöhnlichen Titel meines Vortrages wohl verbirgt. Diejenigen unter Ihnen, die mich kennen, wissen, daß Festreden zwischen Zierbäumchen und Blumengebinden nicht eigentlich mein Metier sind, weil sie von vornherein dem Redner abverlangen, dem feierlichen Anlaß mit Inbrunst Rechnung zu tragen, mit gewichtigen, wohlgewägten Worten nicht zu sparen und Kritisches – wenn überhaupt – eher vorsichtig anzubringen. Es gibt indessen Anlässe, denen ich mich ungern als "Festredner" verweigere, weil ich mich als Teil des Ganzen, in diesem Falle unserer Universität, identifiziere und verstehe und daher auch sicher sein darf, selbst in kritischen Passagen Gehör zu finden. Ist dies bereits Ausdruck von Corporate Identity, von institutioneller Identität, so wie sie als Modebegriff und magische Formel seit den späten 1970er Jahren in aller Munde ist? Wir werden sehen.

Ausgangspunkt meines Beitrags ist der Anlaß, den wir heute in der Jahresfeier der Ruprecht-Karls-Universität gerne und dankbar begehen, das fünfzigjährige Jubiläum des Vereins der Freunde unserer Universität, der sich am 22. Oktober 1948 um 11.30 Uhr in der Alten Universität, "Zimmer 16 (1 Treppe hoch)", wie es in der Einladung des Rektors [1] hieß, als "Vereinigung der Freunde der Studentenschaft der Universität Heidelberg" konstituierte. Da ich nicht antrete, eine Vereinsgeschichte zu referieren, die übringens außerordentlich reizvoll zu erarbeiten wäre, und da mein Vorredner bereits auf Wichtiges zu Geschichte und Programm des Vereins eingegangen ist, will ich eingangs aus der Frühphase des Vereins lediglich ein Dokument herausgreifen, an dem sich die geistige Situation der Gründung exemplarisch nachvollziehen läßt. Dieser historische Teil wird einmünden in die Erörterung der modernen Alumniinitiativen unserer Universität und in eine kritische, begriffsklärende Auseinandersetzung mit "Corporate Identity" im universitären Kontext. Blicken wir doch zunächst zurück auf das Jahr 1948.

Am 25. November 1948 erreichte die Leser und Leserinnen der Rhein-Neckar-Zeitung ein überraschender "Appell an alle ehemaligen Heidelberger Studenten" [2]. "Die Not der Studenten erfordert Aktivität", lautete seine erste, Rektor Karl Geiler zitierende Zeile, und berichtet wurde von der "Gründung der Vereinigung der Freunde der Studentenschaft". Tatsächlich hatte sich am vorangegangenen Freitag eine solche Vereinigung konstituiert und in ihrer Satzung festgelgt: "Die Vereinigung verfolgt den Zweck, durch Aufbringung freiwilliger Beiträge und freiwilliger Sachleistungen die wissenschaftlichen und erzieherischen Bestrebungen der Studentenschaft der Universität zu fördern". Sie wolle außerdem, so ein später übrigens gestrichener und erst jüngst wieder in seiner Idee wieder aufgegriffener Passus der Zweck-Präambel, "die Förderung der ehemaligen Heidelberger Studenten zu ihrer alten Universität pflegen und des ferneren auch die Beziehungen der Studentenschaft zum Ausland" [3].

Etwa zur gleichen Zeit begann der Verein mit einer breit angelegten Mitgliederwerbung. Altrektor Karl Heinrich Bauer hatte hierzu einen entsprechenden Aufruf entworfen [4], der in zunächst 600 Exemplaren gedruckt und in alle Welt verschickt wurde. Geschmückt war er, wie sein Verfasser gewünscht hatte, mit einer handgezeichneten Schloßansicht, gerahmt (nicht im späteren Druck [5]) von den beiden mit Noten versehenen Liederzeilen " ...da bin ich auch einst jung gewesen: Ich war zu Heidelberg, zu Heidelberg Student" und "Heidelberg im Neckartale, Dir bleibt mein Herz geweiht: Gott segne Dich vieltausendmal in alle Ewigkeit!" In den Gründungsakten des Vereins, ein bemerkenswertes Dokument unserer universitären Nachkriegsgeschichte, das mir von Herrn Dr. Rittershaus dankenswerterweise zur Einsicht überlassen wurde, findet sich ein Exemplar des Entwurfs, das von einer zweiten Hand, vermutlich der des amtierenden Rektors Karl Geiler korrigiert wurde. Die universitätshistorisch außerordentlich interessante Brief- und Dokumentensammlung steht deutlich für den Neuanfang dieser Universität und für das Mühen um neue Formen des studentischen Zusammenlebens auch zwischen den Generationen nach den Jahren der NS-Herrschaft; sie hatte in Heidelberg ihre Spuren hinterlassen und 1945 die amerikanische Besatzungsmacht zur Schließung der Universität veranlaßt. Sein Tenor muß dabei auch als vorsichtige Absage an die Adresse des alten Korporationswesens gewertet werden, das allerdings in der Gründungsphase des Vereins bereits im Wiederaufleben begriffen war. "RUPERTO CAROLA ruft Euch, Ihr alten Heidelberger Studenten!", hieß es im ersten Absatz des Aufrufs. "Alle haben Vieles und Viele haben Alles hingegeben. Trotzdem ist Eines geblieben: die Erinnerung an die Jugend-, an die Studentenzeit und die Heidelberger Semester. Wohl kann und darf Manches nicht wiedererstehen, was im studentischen Leben von früher Andere verletzte und Schranken aufrichtete. Wiederkehren muß jedoch die lebendige Begegnung zwischen Alt und Jung innerhalb der Universitas, die Miterziehung der Jungen durch die Alten und die Möglichkeit für die Alten, in Heidelberg wieder jung zu sein". Eine Passage des Entwurfs, die allzu deutlich und befürwortend auf die erzieherische Funktion der Verbindungen hingewiesen hatte, strich die korrigierende Hand ganz. Die Aussage "Viele alte Korporationen werden in alter Form nicht wiederkehren, jedoch ist ihre schönste Aufgabe, den jungen Studenten ausserhalb der Hörsäle zum Manne, Staatsbürger und Akademiker zu formen, unverändert" [6], war 1948 offensichtlich noch unzeitgemäß und deshalb verzichtbar. Diese Auffassung deckte sich mit der Hochschulabteilung des "Military Governments" in Stuttgart, wie aus einem Brief Robert Ittners, des Leiters des University Branch, an Rektor Karl Geiler vom 5. Mai 1949 hervorgeht: "Perhaps it would be possible through such an organization to divert the attention of some alumni from the fraternity students to the university as a whole" [7]. In deutlicher geistiger Nähe deutete sich der Verein zum Collegium academicum, seiner Satzung nach "eine studentische Lebens-, Arbeits- und Erziehungsgemeinschaft", die von Nachkriegsrektor Bauer zwei Jahre zuvor 1946 ins Leben gerufen wurden war. Dieses erste deutsche Kolleg, das sich am englischen Vorbild des College orientierte, diente unter Leitung eines Hochschullehrers der praktischen Erprobung demokratischer Selbstverwaltungsprinzipien und trat mit Diskussionen, Vorträgen, künstlerischen oder geselligen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit [8]. Hier gedachte der Verein ergänzend, durch die Einbeziehung gerade auch der Ehemaligen, zu wirken. Im Aufruf hieß es: "Heidelberg hat mit seinem Collegium Academicum bereits neue Wege des studentischen Gemeinschaftslebens und studentischer Selbsterziehung beschritten. [...] Aber es fehlt noch am Rückhalt an denen, die von früher Erinnerung, Erfahrung und das Gefühl heimatlicher Verbundenheit mitbringen"[9]. Selbsterziehung und Heimat sind Begriffe, denen sich zumindest die Generation der in den 1960 und 1970er Jahren Sozialisierten mit einem gewissen Mißtrauen nähern. Im Kontext der deutschen Nachkriegszeit signalisieren beide indessen ganz wesentliche Facetten des Gemeinschaftsgefühls. Die Sehnsucht nach Heimat steht dabei zugleich für das Gefühl der Entwurzelung als Gegebegriff zu Heimat [10]. "Erst ein Riß im Vorhang des Selbstverständlichen, der Abstand oder der Verlust", so hat es der Politologe und Soziologe Christian Graf von Krockow 1989 einmal formuliert, "lassen uns Heimat erkennen. Darum ist jede Entdeckung von Heimat", so Krockow weiter, "nahe am Heimweh angesiedelt, darum blicken wir zurück auf die einstige Geborgenheit, als handele es sich um den Garten Eden, aus dem wir unerbittlich und unwiderrufbar vertrieben wurden" [11]. Der Begriff der Selbsterziehung im Nachkriegsdeutschland muß selbstverständlich auch vor dem Hintergrund der "Reeducation", das heißt der Gesamtheit aller Maßnahmen zumindest der westlichen Besatzungsmächte verstanden werden, das gesellschaftliche Leben in Deutschland auf demokratischer Grundlage umzugestalten. Aber wir dürfen das angebundene Adjektiv "selbst" nicht überlesen. Es ist bedeutsam und signalisiert das Bedürfnis, hier in der akademischen Gruppe demokratische Formen des sozialen Zusammenlebens autonom zu gestalten, zu erproben und zu erlernen. Die galt für das Programm des Vereins der Freunde von 1948 sicher ebenso wie für es das des Collegium academicum 1946 gegolten hatte. Es wäre sicher lohnenswert, einmal der Frage nachzugehen, inwieweit der Begriff der "Selbsterziehung" nach 1945 auch Impulse widerspiegelt, die ihre Entstehung den erzieherischen Anstößen der amerikanischen Sozialwissenschaften um Dewey, Mead und Lewin (1946) verdanken, und den Menschen nicht nur als Individuum, sondern auch als soziales und sozial bestimmtes Lebewesen anzusehen begannen. Erzieherische und auf die Erwachsenenbildung gerichtete Impulse solcher Art verbreiteten sich nach 1945 aus den USA kommend auch in anderen westlichen Ländern und richteten sich auf das demokratische und zugleich autonomere und sozialere Verhalten von Alltagsgruppen besonders innerhalb von Institutionen und Organisationen. Doch kehren wir noch einmal kurz zurück zum Aufruf Karl Heinrich Bauers. "Die VEREINIGUNG DER FREUNDE", heißt es dort weiter, "soll nun zusammenführen, was zusammengehört, die alten und neuen Angehörigen der Ruperto Carola, das Gefühl der Zusammengehörigkeit wiedererwecken, fördern und pflegen, und, wer sich sonst als Freund bekennt, im Bunde vereinen. Wir kommen nicht mit einem starren Programm. Alles soll wachsen, wie es das Klima der Zeit und der Heidelberger Boden gedeihen lassen mögen. [...] Unser Anfang aber soll Hilfe sein für unsere Studenten in ihrer heute so grossen Not, Hilfe, in welcher Form nur immer es sei". Es ist bemerkenswert, und mein Vorredner hat dies bereits angedeutet, daß es in den Folgejahren eben nicht das "Gefühl der Zusammengehörigkeit", heute vielfach als Corporate identity gedeutet, war, das die wesentlichen Arbeitsaspekte des Vereins bestimmte, sondern sein sozialcharitatives und universitätskulturelles Engagement, welches sich freilich aus dem Impetus der Verbundenheit begründete. Man wollte nicht mit einem "starren Programm" kommen, nicht Verbundenheit im Sinne der Corporate identity, ich komme auf diesen Begriff gleich noch zurück, erzwingen, sondern zunächst ganz pragmatischen Zwecken dienen. Die Bedürftigkeit vieler Studenten in den ersten Nachkriegsjahren war immens. Eike Wolgast hat in seiner Universitätsgeschichte auf die soziale Nachkriegsnot an unserer Universität hingewiesen: "Die Mensa erhielt jahrelang Lebensmittelhilfen aller Art aus dem Ausland", 1948 schenkten amerikanische Freunde der Studentenhilfe, dem späteren Studentenwerk, sieben Kühe, "deren Milch für kranke Studenten und für die Kinderklinik" bestimmt war, und ein Senatsprotokoll des Jahres 1948 vermerkt bedeutungsvoll, daß das "erste Fettpaket für die Professoren" angekommen sei [12]. Ersammelte Studienbeihilfen waren es in erster Linie, die an Bedürftige und Begabte ausgeschüttet wurden, in den ersten 7 Jahren des Bestehens allein 200.000 DM, Spendenleistungen von 1955 immerhin annähernd 1.500 Vereinsmitgliedern [13]. Auch durch die Ausbildungsförderung wissenschaftlicher Hilfskräften hat die Vereinigung ihr soziales Engagement unter Beweis gestellt und auf diese Weise sicher Not gemildert, wenngleich die Dokumentation dieser Förderung im Geschäftsbericht des Jahres 1953 heute, im Zeitalter des Feminismus, etwas gewagt klingt. So "finanzierte die Vereinigung für 24 Studentinnen einen Schreibmaschinenkursus in der Privathandelsschule Feil [Heidelberg]; als Gegenleistung", hieß es, "werden diese Schreibkräfte sich den Herren des Lehrkörpers für Diktate zur Verfügung stellen" [14]. Aber auch Kulturelles kam nicht zu kurz. Hier ist in erster Linie die Halbjahreszeitschrift "Ruperto-Carola" zu nennen, der es bald gelang, durch wissenschaftliche Aufsätze zur Universitätsgeschichte einzuwerben, aber auch durch Beiträge aus dem kulturellen Leben Heidelbergs "viel von dem geistigen und sozialen Klima unserer Stadt einzufangen", wie in einem Arbeitsbericht des Vereins aus dem Jahre 1955 zu lesen ist. "Die 'Ruperto-Carola'", so war man sich bereits 1952 bewußt, "schreibt nicht nur Geschichte Heidelbergs und seiner Universität, sondern sie wird einst auch selbst als ein Stück dieser Geschichte angesehen werden" [15].

Sehr geehrte Damen und Herrn! So kurzweilig und lehrsam der Blick auf die Frühgeschichte des Vereins, dessen Jubiläum wir heute feiern auch sein mag, unser Blick muß auch in die Gegenwart und in die Zukunft gerichtet sein. Die neue Geschichte der Heidelberger Alumnibewegung begann in der unmittelbaren Nachkriegszeit und sie fand ihre Fortsetzung vor wenigen Jahren durch den Aufbau eines modernen Netzwerks der ausländischen Ehemaligen und Förderer unserer Alma mater. HEIDELBERG ALUMNI INTERNATIONAL ist das Signet dieser 1996 ins Leben gerufenen und vom akademischen Auslandsamt betreuten Initiative. HEIDELBERG ALUMNI INTERNATIONAL pflegt den wissenschaftlichen und persönlichen Gedankenaustausch zwischen den Alumni und mit ihrer Universität, ruft Initiativen zur Weiterbildung der Alumni ins Leben, organisiert Nachkontaktprojekte und fördert die internationalen Beziehungen der Universität. Zu seinem Programm gehören Ehemaligentreffen, Publikationen zu Aktualität und Geschichte der Universität, der wissenschaftliche und persönliche Gedankenaustausch, Weiterbildung und Betreuung [16]. Bei einem solchen Tätigkeitsprofil scheint es durchaus angemessen, das aus der Wirtschaft bekannte und im universitären Kontext besonders in den Vereinigten Staaten bemühte Schlagwort von der Corporate Identity hier anzuführen. Der Blick über den Nordatlantik zeigt schnell, daß alle bedeutenden Universitäten der USA große Anstrengungen unternehmen, ihre Absolventen dauerhaft an ihre frühere Ausbildungsstätte zu binden. Hierauf hat kürzlich der Berliner Universitätshistoriker Rüdiger vom Bruch zurecht hingewiesen [17]. Das beginnt mit professionell inszenierten Graduierungsfeiern und Jahrbüchern, das setzt sich fort in lebenslangen publizistischen Kontakten mit den Ehemaligen, bis hin zu speziellen Gästehäusern und regelmäßigen Veranstaltungen für die Alumni. Eine derart geförderte Anhänglichkeit, in der Erwartung ganz erheblicher finanzieller Zuwendungen übrigens, setzt allerdings auch voraus, daß die Universität dort den erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben systematisch vorbereitet. Bewerbungstraining, Karriereplanung, Stellenmarktanalysen und konkrete Berufseinstiegsmaßnahmen, aber auch die offensive Selbstdarstellung und Identitätsbildung nach innen wie außen sind daher zentrale Elemente vieler, selbst kleinster amerikanischer Universitäten. Ein Beispiel hierfür liefert etwa die Towson State University in Maryland die sich anläßlich ihres Aufstiegs zur Towson University von einem New Yorker Public Relations Unternehmen eine völlig neue Identität schaffen ließ um ihre Sichtbarkeit und Kommunikationsfähigkeit mit der Außenwelt zu stärken [18]. Die amerikanische Adaptation von Corporate Identity auf den universitären Bereich findet inzwischen auch in Europa Nachahmung. So hat die University of Nottingham eigens "Corporate Identity Guidelines" [19] entwickelt, die sie allerdings geheimnisvoll im Internet ausschließlich Universitätsangehörigen zugänglich macht. Auch bei uns gewinnt die Frage nach neuer Identität von Universität und ihrer möglichen Ausrichtung an Corporate Identity-Vorbildern amerikanischer Eliteuniversitäten zunehmend an Bedeutung, wie der Blick etwa in die Zeitschrift des deutschen Hochschulverbandes schnell zeigt. Bei alldem wird freilich selten gefragt, was eigentlich Corporate Identity ist, wofür dieser schillernde Modebegriff steht, woher er kommt und ob er überhaupt auf das Gebilde Universität Anwendung finden kann. Gestatten Sie mir daher, daß ich abschließend versuchen will, mich Antworten auf diese Fragen zu nähern.

"Wenn irgend etwas die Diskussion über Corporate Identity nach wie vor charakterisiert, dann ist es der Zustand begrifflicher Unsicherheit". Ist diese Aussage Gertrud Achterholts (1988) [20] auch inzwischen zehn Jahre alt, so hat sie doch an Aussagekraft nichts verloren. Die erste Literaturdurchsicht bereits zeigt unterschiedlichste Definitionen, begriffliche Fassungen, inhaltliche Klärungsversuche, und der Verdacht postmoderner Vageheit eines Modebegriffs beginnt, sich aufzudrängen. Sein Vorkommen im Internet ist mit einigen Tausend Einträgen nachgerade inflationär, und selbst die seriöse Bibliotheksrecherche nur im Südwestdeutschen Verbund der Bibliotheken weist auf 164 Buchtitel, in denen sich das Schlagwort Corporate Identity findet. Dies ist freilich nicht verwunderlich; der junge englische Zweiwort-Begriff, wir begegnen ihm erst seit den 1970er Jahren dieses Jahrhunderts, ist in aller Munde wenngleich mit absoluter Dominanz im Unternehmensbereich. Dort wird er bisweilen mit Unternehmensphilosophie, Unternehmenskultur, Unternehmenstreue ('Right or wrong, my Company!') Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Imagepflege in Verbindung oder sogar in Übereinstimmung gebracht [21]. Immerhin, es gibt Strukturierungs- und Systematisierungsversuche, die zusammengenommen auf folgende Grundaspekte hinweisen. Corporate Identity als "Magische Formel" der "Unternehmensideologie" hat zu tun mit den Zielvorstellungen eines Unternehmens, es ist ein Instrument des Managements, es zielt auf Identitätsbildung im Binnenbereich des Unternehmens, gleichzeitig aber auf Wirkung nach außen und stellt sich schließlich als ein komplexes Gebilde von Unternehmens-Verhalten, Erscheinungsbild und Kommunikation dar [22]. Corporate Identity bezeichnet damit zum einen den als Ziel gesetzten Zustand einer Harmonie von Fremd- und Eigenbild, zum andern das gesamte strategische Planungsprogramm, das dieses Ziel erreichen soll und schließlich die Aktion, d.h. die Ausrichtung aller Maßnahmen, deren Gesamtheit sich zur Strategie verdichtet [23]. Durch die Gesamtheit aller Handlungen soll Corporate Identity im Innen- wie im Außenverhältnis des Unternehmens eine Identität schaffen, die der angestrebten entspricht [24] und selbstverständlich auf die Erzeugung von Marktvorteilen abhebt. Wesentliche Aspekte unternehmensbezogener Identitätsentwicklung besonders die Eingliederung und Einbeziehung neuer Unternehmensmitglieder werden durch die aufeinanderfolgenden Schritte Infomation, Integration, Identifikation und Initiative beschrieben [25]. Daß das Ergebnis eines solchen Angleichungsprozesses nach Innen mit dem Ziel einer homogenen Darstellung nach außen häufig genug in Uniformität mündet, die sich Binnenkritik kaum zu erlauben wagt, wird dabei nur ungern bedacht.

Ist der Begriff auch jung, so ist doch das identitätsbildende Konzept hinter ihm wesentlich älter. Seine Frühgeschichte [26] beginnt bereits in der frühindustriellen Phase, in der die Person, meist des Firmengründers oder Inhabers paternalistisch uneigeschränkt für Charakter, Ziele und werbliches Auftreten seines Unternehmens stand (z.B. Boehringer, Siemens, Krupp, Bosch). Ein zweiter Abschnitt, beginnend in den 1920er Jahren könnte als markentechnische Periode des kommunikativen Firmenlogos bezeichnet werden, in der bis in die Typologie unverwechselbare Bild- oder Bild-Schrift-Signes für die Herkunft eines bestimmten Produktes und damit gleichzeitig für das unverbrüchliche öffentliche Vertrauen in dessen Qualität standen [27]. Wir denken an Reemtsma, Siemens, Daimler-Benz, Maggi, Odol, Osram). Entscheidend war allerdings, daß dieses Vertrauen nicht durch Etikettenschwindel hintergangen wurde. "You can't fool all the people all of the time" [28], diese Binsenweisheit der Außendarstellung war bereits Abrahm Lincoln bewußt. – Unter dem Motto "Häßlichkeit verkauft sich schlecht" [29] folgte schließlich in den 1950er Jahren die Design-Periode, in der die Entwicklung klassischer Produkt-Design-Konzepte (Corporate Design) die Voraussetzung für den Übergang in die imagebedachte "strategische Periode" der siebziger und folgenden Jahre lieferte, in deren Klima auch unser Begriff der Corporate Identity geschaffen und mit den bereits beschriebenen Inhalten gefüllt wurde.
Es bleibt nach meinem knappen begriffsgeschichtlichen Exkurs die wichtige Frage, ob der Modebegriff Corporate Identity, so wie ich Ihnen wesentliche Aspekte seiner Inhalte aus dem marktwirtschaftlichen Bereich vorgetragen habe, für die den Humboldtschen Idealen verpflichtete deutsche Universität taugt oder nicht, und diese Frage ist selbstverständlich verknüpft mit einer weiteren, weitergehenden, ob nämlich Universität überhaupt einer neuen Identität bedarf oder ob das Humboldt-Modell als weiterhin taugliches aber jeweils zeitgemäß auszufüllendes Infragestellen von Tradition im Hinblick auf situationsgemäße neue Zielvorstellungen [30] verstanden werden soll. Sie werden verstehen, daß ich auf beide Fragen hier nicht ausführlich begründet antworten kann, aber ich will mich nicht drücken um Antworten und zumindest die Skizze einer Begründung. Ich denke, wir bedürfen aus zwei Gründen keiner neuen Corporate Identity. Die Gefahren der Erzeugung eines im Sinne des Gesamtunternehmens Universität gleichgerichteten, uniformen Erscheinungsbildes nach außen und den mit ihm verbundenen Zwängen und Unfreiheiten im Binnenraum Universität sind zu groß, als daß wir sie sorglos inkaufnehmen dürften. Einige unter Ihnen haben das Schreckgespenst der uniformen, der uniformierten Universität nicht nur aus den Geschichtsbüchern kennengelernt, und wir sollten eigentlich nichts weniger wünschen als die Wiederholung solcher Zustände, ganz gleich in welchem modernistisch-terminologischen Gewande sie uns daherkommen. Moderne Universität ist zwar ein Pool unterschiedlichster Auffassungen, Denkstile und auch kultureller Werte, aber sie ist kein Schmelztiegel, in dem eine gleichförmig erscheinende Legierung erschmolzen wird. Zum anderen, und dies mag vielleicht zunächst paradox klingen, zum anderen besitzen wir doch bereits außerordentlich taugliche und nach innen wie außen kommunikable Elemente einer gemeinsamen Identität, über die wir uns allerding im Binnenbereich der Universität immer wieder aufs Neue Rechenschaft ablegen und sie nach außen in einer Weise präsentieren müssen, die zweierlei deutlich macht: Es werden einerseits durchaus bewährte grundlegende Identitätselemente tradiert, gleichzeitig aber besteht im Detail durchaus die Bereitschaft zur "Flexibilisierung als Bedingung für Profilbildung" [31], zur situations- und aufgabengerechten sowie moralisch vertretbaren Dienstleistung und schließlich zur Konkurrenz mit frei gewählten Konkurrentinnen.

Dies ist keineswegs die Quadratur des Kreises. Die deutsche Forschungsuniversität [32], so wie sie im 19. Jahrhundert entstand und trotz mancher Krisen (1900/10, 1933/45, 1968) bis heute fortlebt als Ort "lehrender Forschung und forschender Lehre", als Ort "prinzipiell offener, absichtsfreier Forschung", "Semper apertus" lautet das Motto unserer Universität, als "Gemeinschaft gleichberechtigter Gelehrter", als Trägerin des Ideals von "Bildung durch Selbstbildung", von "Ausbildung durch Wissenschaft" ist ohne diese ihre konstitutiven Grundelemente schlechterdings nicht denkbar. Hinzu tritt, und ich sage dies nicht nur heute, die lebendige Gemeinschaft ihrer Lehrenden, Lernenden, ihrer ehemaligen Mitglieder und ihrer Verwaltenden.

Bildung und Ausbildung vor allem sind immer noch zukunftsweisende, prägende und identitätskonstituierende Elemente unserer Universität. Die allgemeine Bildung als universitärer Lehrauftrag hat der zeitgemäß orientierten beruflichen voranzugehen. "Fängt man aber", so schreibt Humboldt in einem Bericht von 1809, "von dem besonderen Berufe an, so macht man [den Menschen] einseitig und er erlangt nie die Geschicklichkeit und die Freiheit, die notwendig ist, um auch in seinem Berufe allein nicht bloß mechanisch, was andere vor ihm getan, nachzuahmen, sondern selbst Erweiterungen und Verbesserungen vorzunehmen. Der Mensch verliert dadurch an Kraft und Selbständigkeit" [...] [33]. Was hier aufleuchtet, ist nichts weniger als das Ideal von "Bildung als existentielle[r] Verfassung, erworben in 'Einsamkeit und Freiheit' [34] ". Eine solche Bildung, so Thomas Ellwein [35] und vor ihm F. H. Tenbruck, reicht weit über den kognitiven Bereich hinaus. Ihr sind Werte vorgeordnet. "Bildung meint vor allem eine Begrenzung der Person. Person kann der Mensch nur dort sein, wo er sich den eigenen Möglichkeiten und Impulsen wie auch der Umwelt [und der ihn umgebenden Gemeinschaft] nicht beliebig und grenzenlos überläßt" [36].

Auf der Grundlage einer solchen Humboldtschen Identität sind effiziente Fortenwicklung, Qualitätssicherung in Forschung und Lehre sowie die Herausbildung konkurrenzfähiger Profile auf der Ebene der Fakultäten aber auch im Hinblick auf den Charakter der Gesamtuniversität als weitere kommunikable Identitätsmerkmale nicht nur möglich, sondern eigentlich wie seither – wenngleich bislang noch nicht hinreichend eingelöste – Selbstverständlichkeiten. Und unsere Universität liefert lebendige Beispiele für das Ringen um nationales und internationales Profil und dessen Präsentation. Ich nenne exemplarisch hier etwa das Interdisziplinäre Zentrum für wissenschaftliches Rechnen, unser neues Biochemiezentrum oder auch meine eigene medizinische Fakultät mit ihrer Stabsstelle für klinische Forschung. Auch kleine Fächer mühen sich um die Gestaltung unverwechselbarer Profile. Als senatsbeaftragtes Mitglied einer Berufungskommission für das kleine Fach "Semitistik" habe ich soeben miterlebt, wie intensiv leistungsorientierte Profilbildung ganz konkret an unserer Universität praktiziert wird. Profil muß auch angemessen präsentiert sein, sonst wird es nach außen nicht wahrgenommen und verfehlt seinen Anspruch, zur Identitätsbildung von Universität beizutragen. Daß sich auch auf diesem Gebiet in Heidelberg in den vergangenen Jahren viel bewegt hat, wird exemplarisch nicht nur durch das neue Forschungsmagazin "Ruperto Carola" demonstriert, sondern auch durch unsere hervorragende Forschungsdatenbank im Internet, durch die dortige Präsentation unserer Universität und die Fülle der informativen Hompages, in denen weltweit jederzeit auf Heidelberger Institutsprofile zugegriffen werden kann. Profilbildung durch Spezialisierung und Qualitätskontrolle auf hohem Niveau das meint selbstverständlich auch die permanente Bereitschaft zur Selbst- und Fremdevaluation nicht nur von Forschung, sondern auch von Lehre. Dies setzt allerdings zweierlei voraus: Erstens, daß ausgefeilte Evaluations-Systeme die Bewertung der Studienleistung durch den Hochschullehrer und die Bewertung seiner Lehrleistung durch die Studenten effizient entkoppeln und zweitens, daß die Evaluation der Lehrleistung nicht nur ein atmosphärisches Stimmungsbild [37] widerspiegelt, sondern für den Hochschullehrer durchaus Konsequenzen beeinhaltet, seien sie positiv oder negativ.

Tilman Küchler vom Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh hat vor einigen Monaten in der Zeitschrift des Hochschulverbandes die Frage nach der "neuen Identität der Hochschule" [38] aufgeworfen und viel von der "institutionellen Performance" als Ergebnis konkreter Handlungen, ihrer Manifestationen und Konkurrenz gesprochen, die eine neue Identität der Hochschule unter Verzicht auf die institutionelle Inhärenz übergreifender Ideale [39] generiere. Ins Deutsche übersetzt meint dies schlicht und wenig ergreifend den Verzicht auf das Humboldtsche-Universitätsmodell. Dem muß heftigst widersprochen werden. Das Humboldt-Modell liefert durchaus einen weiterhin tauglichen Bezugsrahmen auch für die moderne Massenuniversität, der aber als jeweils zeitgemäß auszufüllendes Infragestellen von Tradition im Hinblick auf situationsgemäße neue Zielvorstellungen [40] verstanden werden muß. Ein Verzicht auf diesen Bezugsrahmen wäre zugleich Verzicht auf einen Teil unserer kulturellen Identität. Den übrigen Punkten kann man eigentlich nur zustimmen. Auch die "Institutionelle Performance" als Identität und Qualität signalisierendes Element zeitgerechter Universität ist übrigens leicht in verständliches Deutsch übersetzen. Es heißt dann einfach: "Tue Gutes", aber "rede auch darüber"!

Sehr geehrte Damen und Herren, wir feiern heute einen Verein, der unserer Universität und besonders ihrer Studentenschaft zweifellos viel Gutes getan hat. Daß es sich dabei nicht nur um materielle und geistige Güter, sondern auch um ideelle, nämlich um wichtige Beiträge zur Verbundenheit innerhalb der Universität und mit ihren Ehemaligen handelte und handelt, hat mich zu meinen – zugegeben unvollkommenen – Reflexionen veranlaßt. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.


Anmerkungen:

[1] Rektor Geiler an Assessor Hinz, Heidelberg, 19. Oktober 1948. – Archiv der Vereinigung der Freunde, beim Vorstand (weiterhin zit. als ADVdF).

[2] Apell an alle ehemaligen Heidelberger Studenten. Gründung der Vereinigung der Freunde der Studentenschaft, Rhein-Neckar-Zeitung. – ADVdF.

[3] Satzungsentwurf – ADVdF.

[4] Entwurf des Beitrittsaufrufs (K. H. Bauer), Oktober 1948. – ADVdF.

[5] RUPERTO CAROLA ruft Euch, Ihr alten Heidelberger Studenten! (Flugblatt). – ADVdF. In einem wohl zeitgleichen, wohl breit gestreuten, Aufforderungsschreiben der Vereinigung zum Beitritt hieß es: "Davon, ob diese Stdentengeneration ihren Kampf ums Dasein und Bildung erfolgreich besteht, hängt die künftige kulturelle Geltung Deutschlands ab", gez. vom Vorstand (Dr. Hammerbacher, Prof. K. H. Bauer, Günther Dohmen, Philipp Frank). – ADVdF.

[6] Aufruf Bauer (Entwurf, Streichungen im Text). – ADVdF.

[7] R. T. Ittner an Rektor Geiler, Stuttgart, 5 May 1949. – ADVdF.

[8] Vgl. Wolgast, Geschichte (1986), S. 173.

[9] RUPERTO CAROLA ruft Euch, Ihr alten Heidelberger Studenten! (Flugblatt). – ADVdF.

[10] O. Negt, Wissenschaft in der Kulturkrise und das Problem der Heimat, in: Heimat: Analysen, Themen, Perspektiven (= Diskussionsbeiträge zur politischen Didaktik, Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 294/I), Bonn 1990, S. 185-195, hier S. 185.

[11] Chr. v. Krockow, Heimat – Eine Einführung in das Thema, in: Heimat: Analysen, Themen, Perspektiven (= Diskussionsbeiträge zur politischen Didaktik, Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 294/I), Bonn 1990, S. 56-69, hier S. 56-57.

[12] Eike Wolgast, Die Universität Heidelberg 1386-1986, Berlin, Heidelberg etc. 1986, S. 173.

[13] Zusammenstellung für den Rechenschaftsbericht des Herrn Prorektor, 12. Oktober 1955. – ADVdF.

[14] Geschäftsbericht, 1. April 1952 – 31. März 1953. – ADVdF.

[15] Zusammenstellung für den Rechenschaftsbericht [des Prorektors], 31. Oktober 1953. – ADVdF.

[16] Heidelberg Alumni International: Das Konzept (Quelle: http://www.zuv.uni-heidelberg.de/AAA/alumni/konzept.htm).

[17] Vgl. Rüdiger vom Bruch, Ist Humboldt nach Amerika gesegelt? Transatlantische Beobachtungen eines Universitätshistorikers, in: Humboldt: Die Zeitung der Alma mater Berolinensis, 42(1997/98), 20. November 1997, S. 5-6, hier S. 6.

[18] D. de Marco, Taking a class in image: Towson U. goes for brand-name identity, in: Baltimore Buisiness Journal, July 7, 1997 (Quelle: http://www.com/baltimore/stories/070797/-story4.html).

[19] The University of Nottingham's Public Affairs Office, Registrar's Department, Public Affairs Office Welcome Page (Quelle: http://www.nottingham.ac.uk/public-affairs/).

[20] Gertrud Achterholt, Corporate Identity: in zehn Arbeitsschritten die eigene Identität finden und umsetzen, Wiesbaden 1988, S. 29.

[21] Ulrich Harbrücker, Wertewandel und Corporate Identity: Perspektiven eines gesellschaftsorientierten Marketing von Versicherungsunternehmen, Diss. oecon., Mannheim 1991 (= Versicherung und Risikoforschung, Bd. 7), Wiesbaden 1992, S. 183.

[22] A. Tafertshofer, Corporate Identity – Magische Formel als Unternehmensideologie, in: Die Unternehmung 1/1982, S. 11-25, hier S. 15

[23] Achterholt (1988), S. 33.

[24] Harbrücker (1991), S. 184.

[25] Vgl. K. C. Duch, Strategisches Management der Human Ressourcen, in: N. Wieselhuber u. A. Töpfer (Hrsg.), Handbuch Strategisches Marketing, München 1984, S. 373-390, hier S. 388.

[26] Vgl. zur Begriffsgeschichte besonders Achterholt (1988), S. 25-29 sowie Harbrücker (1992), S. 187-188.

[27] H. Domizlaff, Die Gewinnung des öffentlichen Vertraues: ein Lehrbuch der Markentechnik, Hamburg 1936 [Neuaufl. Hamburg 1952f.].

[28] Zit. nach Achterholt (1988), Motto.

[29] R. Loewy, Häßlichkeit verkauft sich schlecht, Hamburg 1953.

[30] R. v. Bruch, Humboldt nach Amerika (1997/98), S. 6

[31] Ebenda.

[32] Ebd., S. 5.

[33] Zitat bei C. Menze, Die Bildungsreform Wilhelm von Humboldts, Hannover 1975, S. 124. Vgl. auch B. Gebhardt, Wilhelm von Humboldt als Staatsmann, 2 Bde., Stuttgart 1896, 1899.

[34] Vgl. H. Schelsky, Einsamkeit und Freiheit. Idee und Gestalt der deutschen Universität und ihrer Reformen, Reinbek 1963 (Düsseldorf 1971); M. Riedel, W. v. Humboldts Begründung der 'Einheit von Forschung und Lehre' als Leitidee der Universität, in: Zeitschrift für Pädagogik, Bh. 14, 1977, 231ff.

[35] Thomas Ellwein, Die deutsche Universität: Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Frankfurt/Main 1992, S. 116.

[36] F. H. Tenbruck, Bildung, Gesellschaft, Wissenschaft, in: Oberndörfer, D. (Hrsg.), Wissenschaftliche Politik. Eine Einführung in Grundfragen ihrer Tradition und Theorie, Frankfurt 1966, hier zit. nach Th. Ellwein, Universität (1992), S. 116.

[37] Vgl. R. v. Bruch, Humboldt nach Amerika (1997/98), S. 5.

[38] Tilmann Küchler, Unruhiger Zwischenraum: Zur neuen Identität der Hochschulen, in: Forschung & Lehre, 5/1998, S. 240-242.

[39] Ebd., S. 242.

[40] R. v. Bruch, Humboldt nach Amerika (1997/98), S. 6.


Prof. Dr. Wolfgang. U. Eckart
Institut für Geschichte der Medizin
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