Was geht ab in Münster ???

Arbeitsperspektiven

für

Hochschulabsolventen

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema „Zukunftsperspektiven für Hochschulabsolventen“. Dabei sollen Arbeitsfelder und Einsatzmöglichkeiten untersucht werden, die für ausgebildete Soziologen und Lehrer zutreffen. 

Da die Anzahl der Hochschulabgänger immer größer wird, muss es sich für die Betroffenen als immer schwieriger gestalten, im von ihnen gewünschten Bereich eingesetzt zu werden. Lehrer haben nicht länger nur die Möglichkeit, an die Schulen zu gehen, sondern müssen auf andere Bereiche ausweichen können. So sieht es ebenfalls bei den ausgebildeten Soziologen aus, die nicht mehr sicher sein können, in staatlichen, wissenschaftlichen Bereichen eine Anstellung zu finden.

Während noch vor einigen Jahrzehnten zu einem überwiegenden Teil nur die Jugendlichen studierten, deren Eltern ebenfalls Akademiker waren oder zumindest über entsprechende finanzielle Möglichkeiten verfügten, so wählt heutzutage ein Drittel aller Grundschüler das Gymnasium als weiterführende Schule. Von den Schülern, die das Abitur schaffen, geht die Hälfte an die Universitäten. Demnach ist es nicht mehr nur eine kleine Gruppe von „Privilegierten“, die ein Studium beginnt, sondern ein großer Teil der Bevölkerung. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Studenten einen Abschluss machen, und deshalb immer mehr Arbeitsplätze für Akademiker zur Verfügung stehen müssen. Daraus ergibt sich ein Überschuss an ausgebildeten Lehrern und Soziologen, allgemein an Akademikern, so dass sich die Frage nach anderen Einsatzbereichen stellt. Die Betroffenen müssen sich also flexibel zeigen, auf andere Bereiche auszuweichen, so dass Lehrer beispielsweise nicht mehr nur an Schulen, sondern auch Aufgabenbereiche in anderen Tätigkeitsfeldern übernehmen. Der Hochschulabschluss ist also keine Fahrkarte mehr in den Beruf, die gesicherte Existenz mit dem gesicherten Einkommen in unkündbarer Stellung kann nicht mehr gewährleistet werden. Da dieses Überangebot an ausgebildeten Lehrern und Soziologen herrscht, wird der Konkurrenzkampf immer größer, so dass Zusatzqualifikationen mehr denn je gefragt sind. Man kann heutzutage kaum noch einen Bereich finden, indem Fremdsprachen- und Computerkenntnisse nicht verlangt werden. Im immer größer werdenden Kampf um den Job, muss sich jeder einzelne durch besondere Qualifikation behaupten.

Der Akademiker muss also eine Reihe von zusätzlichen Qualitäten mitbringen, das heißt am Anfang des Studiums muss dem Studenten klar sein, dass er sich im Laufe seiner Hochschulkarriere ständig weiterbilden muss, und zwar durch Praktika, Ferienjobs und Auslandssemester. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium führt heute nicht mehr einen vorgezeigten Weg, sondern dieser muss individuell und flexibel gestaltet werden Der Student muss aktiv an seiner Zukunft mitgestalten, jeder muss individuell seinen Lebenslauf mitplanen, um in der Masse der Hochschulabgänger sich hervorzutun und attraktiv für den Arbeitsmarkt zu sein.

Da also die Anzahl der Hochschulabsolventen größer wird, sinkt der Wert dieses Abschlusses stetig. Nicht der Abschluss ist heute noch wichtig, sondern Zusatzausbildungen, -qualifikationen sind immer mehr gefragt. 

Es soll im Folgenden also darauf eingegangen werden, welche Möglichkeiten es für Akademiker gibt, an einen Job zu gelangen, wie viele von ihnen nur in den konventionellen, bekannten Bereichen eingesetzt werden, was neben dem abgeschlossenen Studium noch an außerschulischen Fähigkeiten verlangt wird, wie viele Lehrer zum Beispiel tatsächlich an die Schulen gehen, sind Fragen, die uns im weiteren Verlauf der Gruppenarbeit beschäftigen werden.

 

 

Die Berufsfelder 

Soziologen werden kaum auf festgelegte sowie umfassende, in sich geschlossene und eng umrissene Berufsfelder spezialisiert. D.h., es gibt kein genuin soziologisches Berufsbild, das ausschließlich Soziologen zu diesem befähigt, da die Soziologie als Wissenschaft nicht auf einen spezifischen gesellschaftlichen Teilbereich reduziert werden kann. Stattdessen werden Soziologen auf ein breiteres und vielfältigeres Spektrum hin ausgebildet. Dabei übernehmen sie partiell sogar völlig divergierende Berufe. Sie sind vielseitig einsetzbar. So arbeiten sie entweder auf Stellen, die vorher einmal mit anderen Akademikern besetzt waren oder auf solchen, die auf neu aufgetretene Anforderungen hin geschaffen wurden. 

Traditionell sind Soziologen am ehesten im öffentlichen Sektor zu finden. Hier sticht der Bereich mit Verwaltung, Lehre und Forschung an Hochschulen besonders heraus. Ferner zeichnen sie für Planungs- und Verwaltungstätigkeiten in Ämtern und Behörden auf allen Ebenen verantwortlich. Aber auch in anderen Bereichen trifft man auf Soziologen, so bspw. im (Erwachsenen-) Bildungs- und Erziehungswesen, in der Jugendarbeit, im Kulturmanagement und in den diversen Beratungsstellen.

Im Kontrast dazu könnte der private Sektor als modern zu bezeichnen sein. Dort erhalten immer mehr Soziologen Einzug. Das von ihnen bearbeitete Feld ist schon recht groß geworden. Es fängt beim Personalwesen, -entwicklung, -management an, geht von Marketing und Werbung über public- relations- und Öffentlichkeitsarbeit („infobrooking“ und „eventmanagement“) bis zu Statistik und Datenverarbeitung in der Markt-, Meinungs- und empirischen Sozialforschung und endet schließlich bei Finanz- und Wirtschaftsberatung. Natürlich spielen auch die Massenmedien - sowohl Journalismus als auch Technik - eine gewichtige Rolle dabei.

Gleichzeitig gewinnt der non- profit- Sektor weiter an Bedeutung. Soziologen werden für Verbände, Kammern und Gewerkschaften tätig. Auch Anliegen von kirchlichen und anderen karikativen Einrichtungen werden wie auch solche von Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit und -hilfe sowie aus dem Umwelt- und Naturschutz oder denen von politischen Parteien vertreten.

Ein von Soziologen noch ziemlich rar besetztes Gebiet ist die Selbständigkeit. Hier seien v.a. Training und Beratung, Organisation und Personalentwicklung sowie Erwachsenenbildung genannt. Soziologen sind dann zumeist freiberuflich tätig. 

Der „Absolventenreport Sozialwissenschaften“ vom Hochschul- Informations- System aus dem Jahre 1996 untersuchte den Prüfungsjahrgang 1993. Dabei stellte man fest, dass die eine Hälfte im öffentlichen Bereich, die andere im privaten untergekommen ist. Tendenziell lässt sich konstatieren, dass sich dieses ausgeglichene Verhältnis mit Dauer der Beschäftigung zugunsten der Wirtschaft verschiebt. Einerseits ist jede(r) Vierte an den Hochschulen beschäftigt, andererseits übt eine gleich große Anzahl rein betriebswirtschaftliche Tätigkeiten aus. Während jede(r) Fünfte Verwaltungs- und Referentenaufgaben nachgeht, hat der selbe Anteil seine berufliche Heimat in den Medien oder der Kultur gefunden. Es folgen Forschung, Soziales, Weiterbildung und Datenverarbeitung.

Eine andere Studie - „Soziologen. Arbeitsmarktchancen und Berufsverläufe“ von Daniela Watzinger - , die alle Soziologen im Jahr 1989 zum Gegenstand hat, kommt zu divergierenden Ergebnissen.

 

Die Bewertung der Lage 

Wie ja bereits an anderer Stelle erwähnt, werden die wenigsten Stellen speziell für Soziologen ausgeschrieben. Jedoch sind im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen neue Herausforderungen, Aufgaben und Probleme - Phänomene wie Arbeitslosigkeit, Zuwanderung etc. - zu bewältigen, so dass ein stetiger, wenngleich auch begrenzter Bedarf („Suche nach Lücken und Nischen“), vielfach stärker als generell erwartet, an Soziologen besteht.  Sie hatten eigentlich noch nie einen besonders guten, eher dauernd angespannten Arbeitsmarkt, es stellte sich nach einem relativ günstigen Verlauf aber schon eine tendenzielle Verbesserung der Lage ein. So liegt trotz sukzessive steigender Absolventenzahlen die spezifische Erwerbslosenquote bei ca. neun Prozent. 

Während der klassische Bereich - eine Hochschullaufbahn - seltener nachgefragt wird, da sie weitgehend gesättigt ist, wird die Nachfrage aus den übrigen Bereichen akut. Auf der anderen Seite steht gerade auf wissenschaftlichen Gebiet eine „Pensionierungswelle“ bevor, die dem Nachwuchs Aufstiegsmöglichkeiten bietet, da die Soziologie in Lehre und Forschung nicht überproportional von Stellenstreichungen betroffen ist. In der „freien Wirtschaft“ ist gar mit einem Stellenzuwachs zu rechnen. Deren Berührungsängste scheinen langsam und allmählich abgebaut zu werden. Die Bundesanstalt für Arbeit sprach im Oktober 1997 von einem „verhaltenen Interesse“. 

Dipl. Soziologen finden nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt im Vergleich zu M.A. Es ist bei beiden nicht unerheblich, welche Wahlpflichtfächer (Dipl.) resp. Fächerkombinationen (M.A.) gewählt worden sind; sie können mitentscheidend sein. Des weiteren stehen Soziologen im sogar noch zunehmenden Wettbewerb mit artverwandten Disziplinen. So tritt eine Substitutionskonkurrenz von Soziologen durch Juristen, Ökonomen, Pädagogen, Politologen, Psychologen, Publizisten und Handelsschulabsolventen ein. Allerdings sind die soziologischen Möglichkeiten nach der letzten Rezession deutlich gesunken. Man spricht bei einer Beschreibung des Arbeitsmarktes für Soziologen auch von einem Insider- Arbeitsmarkt. Eine Stelle ist leichter über informelle Verbindungen, wie z.B. durch Bekannte oder Praktika, zu bekommen (52 von Hundert), als über konventionelle Wege wie bspw. das Arbeitsamt. Wer jedoch mit Blick auf den Arbeitsmarkt engagiert und aktiv studiert, auch seine Studienschwerpunkte und seine Persönlichkeit für wirtschaftsnahe Tätigkeiten öffnet und das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat keine schlechten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. 

Der Berufseinstieg verläuft durch eine Reihe von Hürden etwas schleppender. So ist für einige Soziologen die erste Beschäftigung nicht unbedingt der erste Wunsch, aber es gleicht sich im Laufe der Zeit doch zumeist noch an. Dadurch verläuft die Erwerbsbiographie gebrochen, was auch die Tatsache der ungesicherten Beschäftigungsverhältnisse ausmacht, da nur 17 Prozent aller Stellen unbefristete Vollzeitstellen sind (Arbeitsmarkt- Information der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung), dagegen aber viele Honorarverträge abgeschlossen werden. Auch hier liegt eine Studie des Hochschul- Informations- Systems vor, die eineinhalb Jahre nach dem Examen untersuchte, wo die Absolventen abgeblieben sind.

 

 

Beim Einkommen ist häufig ein sog „trade- off“- Effekt zwischen fachadäquater Beschäftigung und dem Einkommen, wie v.a. die vergleichsweise niedrige Entlohnung an Hochschulen verdeutlicht, zu beobachten. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 14. September 1996 lag der durchschnittliche monatliche Brutto- Verdienst von Berufsanfängern bei rund DM 5300, der von Berufserfahrenen bei gut DM 6800.

 

Anmerkung 

Die Berufsbezeichnungen stehen jeweils für die maskuline und feminine Form.

 Anhang 

-  linklist: 

www.uni-duisburg.de/FB1/SOZ/STUDIUM/studtext.html
www.prenzl.net/~mr94/soziologie/archiv/0100.html
www.studieren-in-frankreich/deutsch/fachrichtungen.html
www.uni-marburg.de/ZAS/aktuell/berufsorient.html
www.ms-net.av-studio.uni-kiel.de/studiengaenge/soziologie/berufe.htm
www.ku-eichstaett.de/GGF/Soziologie/sozgest1.htm
www.uni-mainz.de/FB/Sozialwissenschaften/Soziologie/studfueher.html
www.berufsbildung.de/forum/hochschule/literatur.htm
www.ruhr-uni-bochum.de/kobra/literatu.html

 

-  Umfrage zur Soziologie:

            www.uni-bonn.de/~uza002/cgitest.html

 

 

Berufsaussichten für das Lehramt  

Ich habe in den letzten Semestern doch einige kritische Blicke und Kommentare hinsichtlich meiner Berufsaussichten geerntet, wenn ich auf die Frage: „Und was studierst du?“  mit „Lehramt“ geantwortet habe.

Wie gut oder schlecht die Berufsaussichten für das Lehramt wirklich sind, das werde ich im Folgenden mit Hilfe einer Internetrecherche untersuchen. 

Sehr informativ sind in diesem Zusammenhang die Broschüren der Kultusministerien der einzelnen Länder, die man zum Teil inzwischen auch im Netz findet. Hier einige Beispiele: Nordrhein-Westfahlen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen

Die Broschüren beschreiben die Einstellungschancen für Lehramtsstudenten von „nicht berauschend“ bis verhalten positiv. Zur Zeit besteht in den Ländern über alle Fächer gesehen ein deutlicher Bewerberüberschuss Dieser soll sich aber auf Grund von zu erwartenden steigenden Schülerzahlen, stagnierender Lehramtsstudentenzahlen und einer deutlichen Zunahme von Ruhestandsversetzungen bis zum Jahr 2010 egalisieren. Dies gilt jedoch nicht für die beruflichen Schulen, wo sich bereits jetzt ein deutlicher Lehrermangel abzeichnet, der sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Des weiteren werden Neueinstellungen von Lehrkräften durch die knappen Finanzmittel der Länder verhindert, da neue Stellen nicht finanziert werden können.

Allerdings liegt es auch bei den Studierenden selbst, die eigenen Chancen auf eine Lehramtsstelle zu verbessern:

 

1)    Die Fächerwahl

Unter den Lehramtfächern gibt es sowohl über- als auch unterbelegte Fächer. So sind die Aussichten auf eine Lehramtsstelle mit dem Fach Mathematik deutlich höher als die mit den Fächern Geschichte oder Germanistik, die deutlich überlaufen sind.

Außerdem kann man die Einstellungschancen erhöhen, indem man mehr als nur die vorgeschriebenen 2 Lehramtsfächer studiert.

 

2)      Gute Examensnoten

Die Examensnoten sind quasi die Eintrittskarten für eine künftige Lehramtsstelle, da die meisten Stellen noch zentral und nach Noten vergeben werden. So kann man sich also mit einer guten Examensnote auf den Vergabelisten vor Bewerber schieben, deren Abschluss schon länger her, aber nicht so gut ist.

 

3)      Zusatzqualifikationen

Die Tendenz geht dahin, dass vermehrt Lehrerstellen nicht mehr zentral vergeben, sondern offen ausgeschrieben werden. Zusatzqualifikationen, mit denen man seinen Beitrag zum jeweiligen Schulprogramm oder Schulprofil leisten kann erhöhen daher oft die Einstellungschancen.

 

4)      Flexibilität und regionale Mobilität

Man kann sagen, dass derjenige, der sich nicht auf eine bestimmte Region festlegt und bereit ist, seien Beruf außerhalb der beliebten Ballungsregionen auszuüben, damit seine Einstellungschancen deutlich erhöht.

 

Tja, und bei diesem Artikel hüpft das Herz des Lehramtsstudenten höher und kritische Blicke und Kommentare sind wohl nicht mehr ganz so angemessen!

 

Es muss doch nicht immer Lehrer sein! –

Berufsfelder und –alternativen für Pädagogen

 

Traditionell sind Lehrer neben dem Lehramt noch in folgenden Bereichen untergekommen:

Universität: Forschung und Lehre

Ministerien / Schulverwaltung: Verwaltung

Außerschulisches Bildungswesen: Unterricht

Medienbereich: Lektorat, Journalismus

 

Allerdings ist zu erwarten, dass sich in Zukunft noch weit mehr Berufsmöglichkeiten für Lehrer eröffnen werden.

Neue Berufsfelder sind zum Beispiel:

-Nachhilfe- und Erziehungstätigkeit

-Sozial- und Jugendarbeit

-Entwicklungspolitische Bildungsarbeit

-Volkshochschultätigkeit

-EDV- Anwenderschulungen

-Arbeit in Buchhandlungen bzw. Verlagen

-... 

Auch in der Wirtschaft bieten sich schon seit längerem Alternativen für arbeitslose Lehrer, wie die Computerwoche schon 1986 schrieb.

 

 

Möglichkeiten der Arbeitsuche für Hochschulabsolventen

 In diesem Kapitel sollen die Möglichkeiten für Hochschulabsolventen, Arbeit zu suchen, dargelegt und erläutert werden. Dabei ist zunächst auf die konventionellen Möglichkeiten der Arbeitsuche hinzuweisen. Eine weitere Art der Arbeitsuche ist diejenige über das Internet. Hierbei muss unter einer Vielzahl und Vielfalt von Anbietern, mit jeweils verschiedenen Konzepten, unterschieden werden.

Außerdem soll kurz über die Ergebnisse, die bei dem Versuch über das Internet Stellen im Bereich Lehramt und Soziologie zu finden erzielt wurden, berichtet werden.

 

I.                         Möglichkeiten der konventionellen Arbeitsuche

 Hier sollen nun die Möglichkeiten der konventionellen Arbeitsuche erwähnt werden. Konventionelle Möglichkeiten werden in diesem Zusammenhang die üblichen, das heißt, von der Möglichkeit der Arbeitsuche im Internet abgegrenzten Arten der Arbeitsuche, genannt.

Zunächst sind die ausgeschriebenen Stellen von den Firmen selbst zu nennen, auf die man sich bewerben kann. Diese Stellenanzeigen enthalten dann oft eine Kurzinformation der jeweiligen Firma über die gewünschten mitzubringenden Fähigkeiten des Bewerbers. So kann der Bewerber entscheiden, ob er für die Stelle geeignet ist. Außerdem kann auf die Stellenmärkte von regionalen oder überregionalen Zeitungen hingewiesen werden, in denen sowohl Arbeitsgesuche als auch Stellenangebote veröffentlicht werden. Weiterhin gibt es Jobbörsen von Radiosendern, bei denen in eigenen Radiosendungen offene Stellen angeboten werden. Bewerber können sich dann bei dem jeweiligen Radiosender melden, der die Bewerbungen dann an die Firmen weitervermittelt. Nachteile bei der Suche über Zeitungen oder Radio sind oft die regionale Beschränkung sowie die Frage der Aktualität der Stellenanzeigen.

Neuerdings haben sich bereits Firmen als private Jobvermittler auf diesen Bereich spezialisiert. Sie bieten an, für Firmen den passenden Bewerber auf ein Stellengesuch oder für jemanden, der selbst Arbeit sucht, den passenden Job zu suchen. Bei Erfolg wird dann vom Arbeitgeber eine Provision an die Firma gezahlt. Diese Art von Firmen sind bereits im Ausland, zum Beispiel in den Niederlanden, stark vertreten, aber auch in Deutschland sind schon einige zu finden. Übersichten über solche Agenturen sind auf der Homepage des Arbeitsamtes oder hier zu finden. Eine weitere Möglichkeit ist die Suche über das Arbeitsamt. Ein Vorteil der beiden zuletzt genannten Möglichkeiten ist die persönliche Beratung und die Hilfestellung der Mitarbeiter bei der Arbeitsuche.

   

II.                       Möglichkeiten der Arbeitsuche im Internet  

Hier soll nun auf die Möglichkeit, über das Internet eine Stelle zu suchen, eingegangen werden.

Obwohl dies eine recht neue Art ist, Arbeit zu suchen oder Stellenangebote zu veröffentlichen, ist bereits ein breites Spektrum von Anbietern auf diesem Gebiet zu finden. Dabei ist nicht nur die große Zahl der Anbieter anzumerken, sondern auch die Vielzahl der verschiedenen Konzepte von Jobbörsen. So sind im Internet Suchmaschinen mit unterschiedlichen Vorgehensweisen zu finden.

Einige Firmen sind im Netz direkt mit einer eigenen Homepage vertreten, auf der es Rubriken gibt, in denen offene Stellen der Firmen und Bewerbungsformulare für potentielle Bewerber veröffentlicht sind (zum Beispiel: Bertelsmann und Daimler-Chrysler).

Dann gibt es im Internet Stellenmärkte von Zeitungen und Zeitschriften. In diesen Stellenmärkten wird je nach Größe der Zeitung oder Zeitschrift, jeweils eine unterschiedlich große Anzahl von Jobs angeboten.

Auch das Arbeitsamt ist im Internet mit einer Homepage vertreten, auf der über ein spezielles Suchraster die Stellenangebote durchsucht werden. Auch einige regionale Arbeitsämter sind im Internet zu finden (zum Beispiel :Arbeitsamt Landshut).

Außerdem sind im Internet unabhängige Jobbörsen vertreten. Diese arbeiten jeweils mit unterschiedlichen Konzepten. So beschränken sich einige nur auf Arbeitsgesuche, andere veröffentlichen zudem auch Stellenangebote. Bei einigen Jobbörsen kann der Arbeitsuchende neben der Nutzung dieser Möglichkeiten sogar selbst eine Anzeige aufgeben. Während einige Jobbörsen nur innerhalb der ihnen vorliegenden Angebote suchen, durchsuchen andere die Angebote mehrerer Jobbörsen und leiten den Suchenden bei Erfolg zu deren Homepages weiter, wieder andere durchsuchen die Internetseiten von Firmen nach offenen Stellungsangeboten .

Zudem gibt es auch Stellenmärkte im Internet, die sich nur auf bestimmte Branchen konzentrieren. So werden unter www.hotel-career.de Informationen und Angebote aus dem Bereich der Hotellerie, Gastronomie und Touristik ins Internet gestellt, unter www.dmmv.de/job/jobborse.htm sind Angebote und Gesuche aus der IT-Branche zu finden, ein spezieller Stellenmarkt für Psychologen wird unter www.hogrefe.de/PsychJob.

Ein Vorteil der Internet-Stellenmärkte ist, dass die Suche relativ schnell und bequem am Computer erledigt werden kann. Außerdem kann der Nutzer das Auswahlangebot verschiedener Anbietern nebeneinander nutzen. So ist eine erste generelle und unverbindliche Information über das Angebot an offenen Stellen der jeweiligen Branche möglich. Dabei kann der Suchende bei den meisten Suchmaschinen sein Suchgebiet individuell einteilen und so entweder innerhalb seiner Region, deutschlandweit oder auch im Ausland suchen. Zudem sind die Angebote oft recht aktuell.

Gegenüber den Stellenmärkten in Zeitungen und Radiosendungen haben die Jobbörsen im Internet oft einen größeren Einzugsbereich und somit ein deutlich größeres Angebot an Stellen.

Als Nachteil ist zu vermerken, dass durch die Vielzahl an Anbietern in diesem Bereich das Angebot für den Nutzer unüberschaubar wird. Somit ist die Auswahl eines geeigneten Anbieters schwierig. Es gibt aber einzelne Anbieter, die auf ihren Homepages Hilfe anbieten und eine Einleitung für die Arbeitsuche im Internet geben (zum Beispiel auf der Homepage der fu-berlin) oder Linksammlungen zusammenstellen, in denen die wichtigsten Stellenbörsen und ihre Arbeitsweise kurz vorgestellt werden.

Eine weitere Schwierigkeit kann die Bewerbung auf Stellenangebote im Internet sein. Nutzer der Internetsuchmaschinen sind oft unsicher, wie man sich auf ein Angebot bewerben soll. Auch dazu gibt es im Internet Homepages, auf denen der Nutzer erfährt, welche Art der Bewerbung Firmen vorziehen, wie die Einstellungschancen bei den unterschiedlichen Bewerbungsarten sind, und welche Fehler in der Bewerbung unbedingt vermeiden sollte.

 

III.                    Arbeitsuche im Internet  

In diesem Teil sollen die Ergebnisse einer praktischen Erprobung verschiedener Stellenmärkte im Internet dargelegt werden.

Die Suche konzentrierte sich auf Stellen in den für uns interessanten Bereichen Soziologie und Lehramt. Dazu wurden die Suchmaschinen des Arbeitsamtes, der Zeit und der Jobbörse www.worldwidejobs.de benutzt. Diese drei Suchmaschinen wurden ausgewählt, um drei unterschiedliche Konzepte von Stellenmärkten im Internet einander gegenüberzustellen und die Ergebnisse miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse sind vom 17.6.2000 und insgesamt sehr unterschiedlich.

 

Bei der Suche über die Suchmaschine des Arbeitsamtes wurden unter der Berufsbezeichnung „Soziologe“ deutschlandweit 99 mögliche Stellen gefunden. Bei einer Einschränkung auf die Region um Münster war allerdings keine offene Stelle zu finden. Unter den 99 möglichen Stellen waren die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder zu finden. So zum Beispiel die Möglichkeit der Mitarbeit bei einem Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden, eine Stelle im Vorstand einer deutschen Bank, eine Tätigkeit als Peronal-Outsourcer bei einer Firma und Angebote des Zentrums für Fernstudium Hildesheim und einer Versicherungsgesellschaft. Die Angebote waren also aus den verschiedensten Bereichen. Da bei diesen Stellengesuchen jeweils kurz die zusätzlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die erwartet werden, aufgeführt sind, kann man sich im Voraus darüber informieren, ob man sich für die Stelle geeignet fühlt.

Unter der allgemeinen Bezeichnung „Lehramt, Sek I/II“ wurden in Deutschland insgesamt 346 Stellen gefunden. Bei einer Einschränkung auf die Region um Münster blieben dann 2 Stellen übrig. Darunter waren eine Tätigkeit an einer Privatschule sowie der Unterricht und die Kursleitung bei einer Einrichtung für Schwerbehinderte. Als nennenswert erscheint noch die Tätigkeit bei einem Nachwuchsprogramm für Führungskräfte, die bei der deutschlandweiten Suche gefunden wurde. Eine Erkenntnis der Suche im Internet ist, dass Stellen im Lehrerberuf meistens nicht im Internet zu finden sind, da diese staatlich vergeben werden. Die Ergebnisse haben aber gezeigt, dass es für Lehrer Einsatzmöglichkeiten in anderen Tätigkeitsfeldern gibt. Absolventen im Lehramt dürfen sich also nicht nur auf die Schule als Tätigkeitsfeld konzentrieren, sondern müssen flexibel sein, um notfalls in anderen Bereichen unterzukommen, da diese Möglichkeit heute besteht.

Auf der Homepage der „Zeit“, die unter den Angeboten anderer Internet-Jobbörsen sucht, wurde nur eine Stelle unter der Berufsbezeichnung „Soziologin“ gefunden, unter der Bezeichnung „Lehrer“ insgesamt sieben Stellen. Bei dieser Suchmaschine ist es allerdings notwendig, zwischen der weiblichen und der männlichen Berufsbezeichnung zu unterscheiden, da dies einen Unterschied bei der Trefferquote macht. Für den Bereich Soziologie war, zum Beispiel, nur etwas für eine Soziologin zu finden.

Die Suchmaschine www.worldwidejobs.de, die die Internetseiten von Firmen durchsucht, hatte für beide Bereiche keine offene Stelle anzubieten.

 

Qualifikationen für Soziologen

FACHLICHE FÄHIGKEITEN

- hoher Bildungsstand
-Berufserfahrung
- gute EDV Kenntnisse
- Fremdsprachenkenntnisse
- Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift


PERSONLICHE FAEHIGKEITEN


- Teamfähigkeit
- Flexibilität
- Zuverlässigkeit
- Ordungsfähigkeit



Weitere Informationen:
www.Consultants.de
www.jobs.zeit.de

 

Fähigkeiten im Lehrerberuf

Ich habe mich im Internet auf die Suche gemacht, nach Fähigkeiten, die ein Lehrer außer den Fähigkeiten, die er in seiner Ausbildung erlernt, außerdem noch haben muss. Zunächst habe ich mich auf den Webseiten des Arbeitsamtes erkundigt. Unter www.arbeitsamt.de habe ich nach einem Job als Lehrer gesucht. Ich möchte nicht alles aufzählen, was ich dazu gefunden habe, generell kann man aber sagen, dass außer dem entsprechenden Staatsexamen häufig nach Englischkenntnissen PC-Kenntnissen, und nach Teamfähigkeit gefragt wird.

Danach habe ich nach Artikeln über die Fähigkeiten von Lehrern und das Berufsbild des Lehrers gesucht.

Unter der Internetadresse www.uni-heidelberg.de/stud/fsk/referate/hopoko/schluess.htm gab es einige Interessante Betrachtungen von Schlüsselqualifikationen, die ein Lehrer mitbringen sollte.

In dem Text ging man davon aus, dass Lehrer „alle außerschulischen Sozialisations- und Erziehungsdefizite wettmachen sollen“. Um dies zu erfüllen, wird zwischen drei notwendigen Kompetenzen unterschieden. Zum einen die operative Kompetenz, wobei es um das Problem geht, zwischen mehr oder weniger günstigen Lösungen für unterrichtliche und erzieherische Problemen zu unterscheiden. Die günstigste Lösung muss entwickelt und verwirklicht werden. Außerdem wird die argumentative Kompetenz genannt. Der Lehrer muss seine pädagogische Entscheidung begründen und selber kritisieren können. Als dritte Kompetenz wird von der Demonstrationskompetenz gesprochen. Der Lehrer soll den Kinder die Welt und das Leben zeigen. Er muss das Wissenschaftswissen aus Schülersicht in lebensdienliches Anwendungswissen transformieren.

Der Lehrer in der heutigen Zeit muss „Lehren und Erziehen“, „Beurteilen“, “Beraten“ und „Innovieren“.

Es gibt Aufgaben wie „Klassenlehrerfunktion“, “Umgang mit lernschwierigen und verhaltensauffälligen Schülern“, „Beratung von Eltern und Lehrern bei Übergangsentscheidungen“.

Dies sind alles Aufgabenbereiche, die man nicht an der Universität lernen kann, sondern die man sich selber erarbeiten muss. In dem Text wird von der Vorstellung des Lehrers als „wissenschaftlich gebildeter Praktiker“ gesprochen.

In einem anderen Text unter www.so.shuttle.de/lfb-nw/fend3s.htm habe ich noch weitere Anmerkungen zu Fähigkeiten gefunden, die die bisher schon genannten Fähigkeiten noch ergänzen.

Hier möchte ich erst einmal anmerken, was von einem Lehrer laut des Verfassers erwartet wird:

Das gesamte Repertoire an Fachwissen

-         Wissen um Medien und Vermittlungsmöglichkeiten

-         fachdidaktisches Repertoire

-         Wissen über Lern- und Entwicklungsprozesse bei Schülern

-         Wissen in bezug auf Problemverhalten und individuelle Besonderheiten von Kindern

-         Inhalte der Kultur übermitteln

-         Über Schüler Bescheid wissen

-         Wissen über Vermittlungsprozesse

 

Das gute und professionelle Lehrerhandeln soll aus einem Zusammenwirken von Wissen und Können resultieren. Es muss also eine produktive Verbindung von Beruf und Person bestehen. Die eigene Persönlichkeit des Lehrers muss eingebracht werden. Er muss nicht nur fachlich-inhaltliche Botschaften übermitteln, sondern als Person Ich-Botschaften vermitteln.

Zunächst muss der Lehrer über eine fundierte Fachkompetenz und eine didaktische Kompetenz verfügen, er muss guten Unterricht machen. Ich denke hierzu brauche ich nicht aufzuführen was damit gemeint ist, da das ein Teil der Lehrerausbildung ist, der für mich nicht zu den zusätzlich mitzubringenden Fähigkeiten gehört. Dies ist auch bei der pädagogischen Kompetenz der Fall. Interessant wird es wieder bei zwei anderen genannten Kompetenzen im Text. Es wird von einer Sozialkompetenz und einer politischen Kompetenz gesprochen, die besagt dass der Lehrer in soziale Verantwortlichkeit und in soziale Zusammenhänge eingebunden sein soll (Dazu gehört z.B. dass er über die individuellen Situationen der einzelnen in seiner Klasse Bescheid weiß). Außerdem muss der Lehrer sich selbst in der Öffentlichkeit darstellen können, er muss kompetent in den Rechtsverhältnissen sein, Kontakt zu Eltern , Behörden und Kollegen aufnehmen können. Außerdem muss ihm die reale Lebenskonstellation der Bezugsgruppe bekannt sein.

Eine weitere genannte Kompetenz besagt, dass der Lehrer ein reflektiertes Verhältnis zu sich selbst haben soll. Kritik und Ansprüche muss er annehmen und in der Lage sein, sich immer wieder selber kritisch zu prüfen. Es muss ein guter Zugang und ein positives Verhältnis zu sich selbst bestehen. Er soll eine in sich ruhende Persönlichkeit sein, die ihre Lernfähigkeit bewahrt.

In diesem Text wird der Lehrer auch mehrfach als Entwicklungsbegleiter des Schülers bezeichnet.

Ich denke alle hier aufgezählten Fähigkeiten kann man nicht an der Universität lernen, und auch nicht im Referendariat, und sie stehen auch in keiner Anzeige, hier wird höchstens einmal nach Teamfähigkeit gefragt. Viele Fähigkeiten, die ich hier aufgeführt habe, muss man sich ganz alleine aneignen. Wer jetzt sagt, aber es ist doch klar, dass ein Lehrer dies alles leisten muss, sollte einmal bedenken, welche Rolle der Lehrer früher zu erfüllen hatte. Auch darüber gibt der Text unter www.so.shuttle.de/lfb-nw/fend3s.htm Informationen. Ich möchte nicht alle Phasen der Lehrerentwicklung aufzählen aber dennoch darauf hinweisen, dass der Lehrer lange ein Vertreter der moralischen und staatlichen Autorität war, von dem nur das seinem Fach entsprechende Fachwissen gefordert wurde. Erst in der Reformpädagogik, im ersten drittel des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Auffassung, dass der Lehrer als „Entwicklungshelfer“ des Schülers auftritt. In den letzten Jahrzehnten wurden vorzugsweise Wissensinhalte und fachdidaktische Kompetenzen von Lehrern erwartet. Zur Zeit findet eine Veränderung statt. Der Lehrer soll seine eigene Persönlichkeit mit einbringen und sein Wissen und den Lehrauftrag mit seiner Person in Einklang bringen.

Ich denke das dies etwas ist, dass keine Ausbildung leisten kann, sondern dass man es können, oder sich selbständig erarbeiten muss.